\ HARVARD UNIVERSITY. LIBRARY OF THE MUSEUM OF COMPARATIVE ZOÖLOGY TLZI0 GIFT OF a, M 2°, 11217 Ks f 5 Ban Din Ra N genayan mol‘ Dh Du Ban mo 2 } ER a TR Min NEIN 0 re % RER REG, Ka I ee Bl j ; arm f 2 Er! ) er ö x Hi N Ken 1 % vu = Mi Ü ee ers ee oh ' E Systematisches Conchylien. Cabinet von Martini mı Chemnitz. Fortgesetzt EHofrath Dr. & IE. v Schubert und Professor Dr. 3. A. Wagner. Neu herausgegeben und vervollständigt von Dr. BE. €. Hdüster. u Dritten Bandes dritte Abtheilung. / Nürnberg 1844. Verlag von Bauer und Raspe. (Julius Merz.) Die seschwänzten unbewehrten Purpurschnecken. (Turbinella, Faseciolaria, Pyrula, Fusus; Pleurotema.) In Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen Dr. EI. d. Küster. Professor an der Gewerbsschule zu Erlangen. Nürnberg 1844. Verlag von Bauer und Raspe. (Julius Merz.) MOLLUSCA GASTEROPODA. PURPURACEA,. Purpurschnecken. Dritte Abtheilung, III 3. 1 nf # DEN Purpuracea, Menke. Purpurschnecken. Dritte Abtheilung. Purpurschnecken mit verlängerter Basis, ohne Querwülste, Die in diese Abtheilung gehörigen Schnecken stehen zwar den Muriciden in der Gröfse nach, viele Arten sind sogar sehr klein, dafür zeigt sich bei den meisten Arten eine Neigung zur Verdickung des Ge- häuses, welche zuweilen in hohem Grade bemerklich ist und der Schnecke ein Ansehen von Schwerfälligkeit ertheilt, welches bei den Muriciden nicht wahrgenommen wird. Die Form des Gehäuses ist im Allgemeinen wenig veränderlich, mehr oder wenig spindelförmig, das Gewinde mäfsig hoch oder niedrig. Die Basis läuft in einen, zuweilen sehr langen, offe- nen Canal aus. Mündung nicht sehr grofs, rundlich oder länglich; der Mundsaum ist entweder ganzrandig oder oben mehr oder weniger aus- geschnitten, der Innenrand häufig gekerbt oder gefurcht, auch die Spin- delsäule zeigt öfters einige starke Falten. Die Thiere sind grofs, dick, meist rundlich; die Fühler sind kurz, dick, nahe beisammen stehend und tragen die Augen auf kurzen Stielen oder an der Basis. Alle haben einen hornigen Deckel. Die Gattungen sind weit verbreitet, fast alle Meere beherbergen welche, doch ist besonders der indische Ocean reich an gröfseren und schöneren Arten. 1*# 4 Turbinella, Lamarck. Wirbelschnecke. Murex, Voluta, Linne, Gmelin, Chemnitz; Turbinella, Lamarck, Menke, Cuvier, Oken, Broderip; Turbinella, Cynodona, Polygona, Schu- macher; Turbinellus, Montfort. Gehäuse mäfsig oder ziemlich grofs, sehr diekwandig, zuweilen bunt gefärbt, glänzend, meist birn- oder kreiselförmig, indem der Basilartheil in eine ziemlich lange Rinne verlängert ist. Das Gewinde ist meist nie- drig, die Windungen sind wenig zahlreich und entweder alle gerippt und mit Reihen von Höckern versehen oder nur die ersten tragen Rippen oder knotige Erhöhungen, se dafs die flach aniiegende Naht wellig ge- bogen ist. Die Mündung ist schmal, länglich, unten in den Canal aus- iaufend, der Innenrand des Mundsaums ist zuweilen quer gefurcht, die concave Spindel ist mit 3 bis 5 starken, fast waagrechten Falten besetzt, welche nach unten an Gröfse abnehmen. Umschlag meist vorhanden, zu- weilen sehr grofs und theilweise lostretend, ohne jedoch immer einen Nabelritz zu bilden. Die Thiere haben keulenförmige Fühler, an deren Grunde oder Seite die Augen, und einen kleinen hornigen Deckel. Die Wirbelschnecken leben nur in den Meeren der wärmeren Zonen, die meisten im indischen Meer. Die Arten selbst sind bis jetzt wenig zahlreich. 1. Turbinella capitellum, Linne. Die Köpfchen-W irbel- schnecke. Taf. 1. Fig. 1.2. Taf. 2. Fig. 1. 2. T. testa ovato-subfusiformi, umbilicata, transversaliter costata, sulcis scaberri- mis eineta, tuberceulis acutis muricatissima, alba vel flava, anfractibus angulatis, ul- timo superne basique tubereulis longis armato; spira conica; columella triplicata. Bonnani, Recreat. 3. f. 270. Gualtieri, test. t. 37. f. A. D’Argenville, Conch. pl. 15. f. K. Seha, Museum 3. t. 49. f. 76. 3 Knorr, Vergn. d. Aug: 6. t.35. f.2. Martini, Conchyliencab. 3. t. 99. f. 947. 948. Murex capitellum. Linne, Mus. Lud. Ulr. p. 633 n. 306. Voluta Linne Gmelin, p. 3462. n. 100. _ — Chemnitz, Conchyliencab. 11. p. 25. n. 179, f. 1723. 1724. Turbinella muricata. Encycl. meth. pl. 431. bis f. 4. a. b. —_ capitellum. Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 106. n. 9. —_ = Cuvier, das Thierreich übers. v. Voigt 3. p. 395. n. 121. = _ Anton, Verzeichn. p. 70. n. 2443. Gehäuse tief genabelt, oval oder fast spindelförmig, vertieft querge- furcht, die Furchen dieht und durch zahlreiche Längskiele oder Rippen unterbrochen, die das Gehäuse eckig und uneben machen. Der Grund ist blafs röthlichgelb, die erhöhten Stellen weilslich. Das Gewinde ist niedriger als die Mündung, gethürmt, abgesetzt, stumpfspitzig; die ersten beiden Windungen sind glatt, die beiden folgenden faltig, die übrigen vier zeigen mehrere concentrische Rippen und jede eine Reihe von Sta- cheln, die nach unten immer grölser werden und an der Vorderseite meist ausgehöhlt sind. Die Naht ist wenig vertieft, ungleich wellenför- mig. Hauptwindung bauchig, vieleckig, am Oberrand etwas daehförmig verflacht, darunter eine Reihe breiter Knoten, die Rippen erheben sich in Zwischenräumen zu mehr oder weniger hohen Spitzen und Zacken, an der Basis steht noch eine Reihe starker Dornen. Die Mündung ist eng, braungelb, der Mundsaum dickrandig, innen stumpf gezahnt, er geht oben unmittelbar in den starken, freirandigen, dicken, rothgelben Um- schlag über, welcher gegen die Mitte breiter, nach unten schmäler wird. Spindelsäule convex, mit drei orangegelben Falten. Der Canal ist kurz, weit geöffnet, die Spindelwulst stark ausgeprägt, höckerig. Höhe 3— 3V2", Breite 112 — 1%. Aufenthalt: im indischen Ocean. 6 3, Turbinella cornigera, Lamarck, Die horntragende Wirbelschnecke. Taf. 1. Fig. 4. Taf. 2. Fig. 3. 4 T. testa ovato-turbinata, subtrigona, longitudinaliter sulcata, tubereulis albis undique muricata, tubereulorum interstitiis nigris, ultimo anfractu superne tuberculis elongatis crassis postice trifurcatis coronato et prope basin aliis simplieibus muri- cato; spira brevissima, acuminata; columella quinqueplicata. Bonanni, Recreat. 3. f. 373. Rumph, Mus. t. 24. f. B. Gualtieri, Test. t. 26. f. L. D’Argenville, Conch. pl. 4. £. P. Seba, Mus. 3. t. 60. f. 8. Knorr, Vergn. d. Aug. 2. t. 2. f. 3., t. 13. f. 2. 3. Martini, Conchyliencab, 3. t. 99. f. 944. Murex turbinellus. Linne, Mus. Lud. Ulr. p. 634. n. 307. Voluta _ Gmelin Linne, p. 3462. n. 99. Turbinella cornigera. Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 105. n. 7. _ — Cuvier, das Thierreich, übers. v. Voigt 3. p. 395. n. 119. _ _ Quoy, Voyag. de l’Astrol. Zoologie II. pl. 35. f. 241 — 26. —_ _ Anton, Verzeichnils p. 70. n. 2442, Gehäuse eiförmig, fast dreieckig, unregelmäfsig, diekwandig, längs- gefurcht, zwischen den Furchen höckerige Längskiele; Gewinde kurz, gedrückt, sehr breit kegelförmig, stumpfspitzig, die ersten Windungen sind glatt, glänzend, weifslich, die übrigen von der vierten a tragen eine Reihe von Höckern, die nach unten immer gröfser werden und Stacheln bilden. Alle diese Erhöhungen sind weifs, die tiefen Stellen dunkel ka- stanienbraun, welche Farbe sich auch an den Seiten der Höcker und Stacheln hinaufzieht. Die Ränder der Windungen liegen an den vorher- gehenden dicht an und treten zwischen die Höcker und Stacheln hinein, so dafs die Naht stark und regelmäfsig wellenförmig wird. Hauptwin- dung verkehrt kegelförmig, fast etwas bauchig, nach unten stark ver- schmälert, wenig verlängert, am Oberrand steht eine Reihe starker Hök- ker, welche vornen rinnenartig ausgehöblt sind, eine zweite Reihe kleine- 7 rer steht unmittelbar darunter, so dafs die Höcker die Endpunkte einer starken ausgehöhlten Leiste bilden, auch an der Basis ist eine Reihe von stachelförmigen Höckern. Mündung länglich, gleichbreit, innen bräun- lich; der Mundsaum ist fast gerade, innen mit braunem, tiefbraun ge- fiecktem Saum; Spindelsäule fast gerade, fünffaltig, der Umschlag ge- ring, nur in der Mitte etwas stärker; Spindelwulst wenig ausgebildet, höckrig, fast gerade absteigend. Höhe 2", Breite mit den Höckern 24“. Thier sehr grofs, oval, röthlich und grünlich gefleckt, der Fufs gelb- lich, mit grofsen grünen Flecken, die Fühlfäden sehr lang, die Augen fast an der Spitze. A. var. fasciata. (Taf. 2. Fig. 3. 4.) Voluta turbinellus. Chemnitz, Conchyliencab. 11. p. 26. t. 179. £. 1725. 1726. Grund weifs, das Gewinde sehr niedrig, die Windungen nur mit kleinen Knoten besetzt und mit einem unterbrochenen tiefbraunen Band neben der Naht; die Knoten der Hauptwindung, ebenfalls in drei Reihen stehend, sind sehr dick und kurz, unter den oberen Reihen zieht sich ein schwärzliches Band herum. Spindelsäule vierfaltig. Mündungstheile weifs. Höhe 19%, Breite 18% Aufenthalt: im indischen Meer, an den nicobarischen und molukki- schen Inseln. 3 Turbinella pugillaris, Lamarck. Die Faust- Wir- belschnecke, Taf. 1., Eie. 5. 6. T. testa turbinata, umbilicata, crassa, ponderosa, longitudinaliter sulcata, tuber- eulifera, alba, ultimo anfractu superne inferneque tuberculis conico-acutis muricato; columella quinqueplicata, plieis inaequalibus. Lister, Conch. t. 810. f. 19. Knorr, Vergu. d. Aug. 6. t. 35. f. I. Martini, Conchyliencab. 3. t. 99. f. 949. 950. Turbinella capitellum. Encyel. meth. pl. 431. f. 3. _ pugillaris. Lamarck, Hist,. nat. Tom VII. p. 104 n. 5, I) Turbinella pugillaris. Anton, Verzeichn. p. 70. n. 2440. _ _ Kiener, Coq. viv. genre Turbinelle. p. 17. n. Il, pl. 8. Gehäuse tiefgenabelt, fast verkehrt kegelförmig oder dreieckig, dick- wandig, mattglänzend, grünlichweifs, im frischen Zustande mit einer kalkigen Rinde bedeckt, die ganze Oberfläche ist mit feinen Längs- furchen umzogen. Das Gewinde ist niedrig, sehr breit kegelförmig , schnell zugespitzt, der Wirbel ist wenig erhöht; die sieben Wirdungen sind fast flach, niedrig, die ersten vier sind glatt, die übrigen mit einem Kranz von stumpfen, nach unten an Gröfse zunehmenden, Höckern um- seben. Die Naht ist durch die anliegenden Windungsränder nicht ver- tieft, aber gleichartig wellenförmig. Hauptwindung sehr grols, unten verschmälert, oben zuerst schief heraustretend, dachförmig abgeflacht, mit einer Reihe kegelförmiger Höcker, auch an der Basis sind zwei bis drei solcher Knotenreihen zu bemerken. Mündung lang, schmal, oben am weitesten, weifslich; Mundsaum ungleich, unten zackig, oben dicht anliegend und unmittelbar in den breiten, schwieligen, rosenrothen, weils gerandeten Umschlag übergehend, letzterer tritt unten los und bildet da- durch die Nabelöffnung. Spindelfalte flach convex, vier- bis fünffaltig, die Falten ungleich, meist die zweite oder dritte kleiner; Spindelwulst dick, stark ausgebildet, ziemlich steil absteigend. Höhe 3% 8%, Breite 26. Aufenthalt: an den Antillen. 4. Turbinella globulus, Chemnitz. Die kugliche Wir- belschnecke. Taf. 1. Fig. 7. 8. T. testa ventricoso-globosa, umbilicata, erassa, longitudinaliter striata et sul- cata; plicis transversalibus crassis; suleis erenato seabris; spira brevi; apertura ro- sea, columella triplicata. Voluta globulus. Chemnitz, Conchyliencab. 11. p. 22. t. 178% fı 1715 1716. Turbinella globulus, Encycl, meth. pl. 431 bis, f. 2. 9 Turbinella globulus. Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 107. n. 11. —_ _ Cuvier, das Thierreich, übers. v. Voigt 3. p. 39%. n. 122, _ — Kiener, Cogq. viv. genre Turbinelle. p. 16. n. 10. pl- 10. n. 2. Gehäuse ziemlich klein, genabelt, sehr diekwandig, schwer, im All- gemeinen plump, kurz und fast bauchig-kugelförmig, weifslich, mit zahl- reichen vertieften Längsstreifen und Furchen. Das Gewinde ist niedrig, sehr breit kegelförmig, der Wirbel abgerundet, die ersten Windungen sind glatt und fast eben, die übrigen mit einer Reihe von Höckern ge- krönt, zwischen welche die Ränder der folgenden Windungen lappen- förmig hineinragen, so dafs die Naht regelmäfsig wellenförmig wird. Hauptwindung kurz, bauchig, mit grofsen Querfurcben, welche die Längsstreifen durchkreuzen, die erhöhten Theile zwischen den Fur- chen sind durch Höcker uneben, vorzüglich unter dem Öberrand, wo die Höcker eine zusammenhängende Reihe bilden; an der Basis ist eine höckrige Wulst, unterhalb derselben einige Furchen. Mündung länglich, schmal, der Canal sehr kurz und gerade; Mundsaum anliegend, bogig absteigend, stumpfrandig. der Rand uneben; Spindelsäule concav, mit drei Falten; der Umschlag ziemlich breit, schwielig, unten lostretend und so die Oeffnung für den trichterförmigen Nabel bildend. Höhe 1” 6, Breite 14. Aufenthalt: im indischen Meer? Sehr selten in Sammlungen. 5. Turbinella ceramica, Linne. Die ceramische W irbel- schnecke. Taf. 1. Fig. 3. T. testa fusiformi, transversim sulcata, tuberculis muricata, albo et nigro varia; ultimo anfractu superne tuberculis longis postice furcatis echinato, medio basique al- bis simplic’bus armato, spira conica, superne mutica, columella quingueplicata; an- fractibus 9. Lister, Conch. t. 829. f. 51. Bonanni, Reer. 3. f. 286. Rumph, Mus. tı 24. f. A., t. 49. f. L. IIL 3. 2 10 Petiver, Amb. t. 11. f. 13. Gualtieri, Test. t. 55. f. D. D’Argenville, Conch. pl. 15. f. E. Favanne, Conch. pl. 24. f. C. 3. Knorr, Vergn. d. Aug. 2. t.2. f.2. Martini, Conchyliencab. 3. t. 99. f. 943. Murex ceramica. Linne, Mus. Lud. Ulr. p. 634. f. 286. Voluta = Gmelin Linne, p. 3462. n. 101. Turbinella ceramica. Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 106. n. 8. _ _ Cuvier, das Thierreich, übers. v. Voigt, 3. p. 395. n. 120. _ — Anton, Verzeichn. p. 70. n. 2444. — — Kiener, Cog. viv. genre Turbinelle. p. 10. n. 6. palm. Gehäuse mittelgrofs, bauchig spindelförmig; mattglänzend, uneben; das Gewinde ist hoch, breit kegelförmig, sumpf zugespitzt, die oberen Windungen sind einfach, niedrig, flach gewölbt, die unteren in der Mitte stumpf gekielt, mit Höckern besetzt, welche sich bei der letzten als Sta- cheln erheben; die Stacheln sind stark, kegelförmig und an der Vorder- seite rinnenartig ausgehöhlt.e. Die Hauptwindung ist durch starke Längs- furchen uneben, vom Oberrand an abgeflacht, heraustretend, mit einer Reihe starker, gegen den Nacken immer gröfser werdenden Stacheln be- setzt, welche sich unterwärts als starke Erhöhungen fortsetzen und sich noch einmal zu Stumpfen niedrigen Stacheln erheben. Auch die Basis trägt eine Reihe kleiner Stacheln. Die Grundfarbe ist weils, mit rostro- tben und tiefbraunen Flecken und Bändern, letztere Farbe ist besonders an den Stacheln, ven wo sie sich in Flammenflecken ausbreitet. Mün- dung länglich, ziemlich schmal, oben etwas erweitert, weifslich rostgelb; Mundsaum stumpfrandig, ungleich und wellig der ganzen Länge nach; Spindelsäule in der Mitte etwas convex, mit fünf ungleichen Falten; Um- schlag deutlich, fest anliegend, blafsrostfarben, unten weifslich. Höhe 3, Breite 214, Aufenthalt: an den Molukken, besonders an der Insel Ceram. 11 6. Turbinella eingulifera, Encyel. Die gürteltragende Wirbelschnecke, Taf. 3. Fig. 5—8. T. testa fusiformi-turrita, tuberculato-nodosa, laeviuscula, nitida, aurantia; an- fractibus 9 medio tuberculato nodosis, ultimo cingulo lato calloso, albo, notabili; aper- tura alba; collumella triplicata. Lister, Conch. t. 828. f. 50. Knorr, Vergn. d. Aug. 6. t. 20. f. 7. Chemnitz, Conchyliencab. 4. t. 122. f. 1131. 1132. t. 123. f. 1133. 34. Murex nassa. Gmelin p. 3551. n. 93. Fasciolaria cingulifera. Encycl. meth. pl. 429. f. 1. a. b. Turbinella —_ Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 108. n. 14, _ _ Anton, Verzeichnifs p. 71. n. 2447. _ Kiener, Cog. viv. genre Turbinelle. p. 33. n.23. plla.st.r. Gehäuse etwas klein, länglich, sehr bauchig spindelförmig, beider- seits stark verschmälert, etwas diekwandig, glänzend, orangegelb oder gelbröthlich; Gewinde etwas lang ausgezogen, stockwerkartig abgesetzt, zugespitzt, die Windungen treten vom Rand schief heraus und fallen dann nach unten gerade ab, wodurch in der Mitte ein Kiel gebildet wird, der mit Höckern besetzt ist, die nach unten immer gröfser werden. Un- terhalb dieses Mittelkiels umziehen die Windungen noch einige erhöhte Linien, welche nach unten ebenfalls stärker ausgebildet erscheinen. Der obere Theil der Windungen ist fein quer und concentrisch gestreift. Hauptwindung am Oberrand stark verschmälert unten in einen mälsig langen Canal auslaufend, die Kielhöcker sind stark und als faltenartige Erhöhungen nach unten fortgesetzt, welcher Theil der Windung noch mehrere kielartig erhöhte Streifen trägt. Am Anfang der Verschmäle- rung zieht sich eine breite wulstige, weiflsliche Erhöhung um die ganze Windung, der unterhalb befindliche schmale Theil ist längsgefurcht. Mün- dung weifs, in der Mitte stark erweitert, der Mundsaum stumpf zuge- schärft, mit zwei stumpf abgerundeten Ecken, innen furchenartig gestreift. Spindelsäule concav, mit vier kleinen Falten, an der Inseration des Mund- DES 12 saums ist eine starke weilse Schwiele, von der sich der schmale, anlie- gende weilse Umschlag herabzieht. Höhe 2%, Breite 1". A. Var. fusca. (Fig. 7. 8.). Gröfser als die Stammform, durchaus quergefurcht, tief kastanien- braun, die Hauptwindung fast verkehrt kegelförmig, die Wulst weils- bläulich. Aufenthalt: an den Antillen, nach Kiener auch an Grönland. 7. Turbinella amplustre, Martyn. Die Wimpel- Wir- belschnecke. Taf. 4. Fig. 3. 4 T. testa fusiformi-ovata, nitida, sulcata, alba, coeruleo-flavido fasciata; anfracti- bus 8 angulatis, supra planulatis, angulo tuberculis coronato,, apertura alba, peristo- mate cerenulato, intus albo et fusco punctata, columella triplicata. Buccinum amplustre. Martyn, Univers. Conch. 1. t. 3. _ Catal. Mus. Portland. n. 944. Murex — Chemnitz, Conchyliencab. 11. p. 119. t. 191. f. 1841.. 1842. Turbinella — Kiener, Cogq. viv. genre Turbinelle p. 37. n. 26. pl. 20. f. 2. Gehäuse spindelförmig-oval, längsgefurcht, glänzend, starkwandig; weils, mit ungleich breiten zahlreichen blauröthlichen Längsbinden um- zogen. Das Gewinde ist mälsig hoch, breit kegelförmig, etwas abge- setzt, die Windungen sind am Obertheil abgeplattet, in der Mitte stumpf gekieit, unten merklich eingezogen, der Mittelkiel ist der ganzen Länge nach mit, nach unten gröfser werdenden, Tuberkeln (sieben bis acht auf jeder Windung) besetzt. Naht einfach, fadenförmig. Hauptwindung fast verkehrt kegelförmig, die Basis in den kurzen Canal auslaufend; die Höcker sind hier grofs, stark hervorragend, abgerundet und nach unten als rundliche Erhöhungen fortlaufend. Mündung unregelmäfsig länglich eiförmig, nach oben und unten verschmälert, weifs; Mundsaum der gan- zen Länge nach gekerbt, oben in einen concaven Bogen nach aussen tretend, von dort gsschweift absteigend und am Innenrand braun und 13 weifs gefleckt, die Innenfläche sehr seieht gefurcht. Canal weit; Spin- delsäule convex, mit drei kleinen Falten; Umschlag gering, weils. Höhe 14“, Breite 14°. Aufenthait: an den Freundschaftsinseln und an den amerikanischen Küsten. Sehr selten. Ss. Turbinella filosa, Wagner. Die Faden- Wirbel- schnecke. Taf. 5. Fig. 2. 3. T. testa fusiformi turrita, transversaliter turgido-plieata, albida, costellis longi- tudinalibus, filiformivus, castaneis eincta; cauda perforata, recta, collumella plieis obsoletis. Wagner, Fortsetz. des Conchyliencab. 12. p. 100. t. 227. f. 4019. 4020. Kiener, Cogq. viv. genre Turbinelle p. 30. n. 20. pl. 14. f. 2. Anton, Verzeichn. p. 70. n. 2454. Das Gehäuse ist spindelförmig gethürmt und besteht aus zehn star- ken gewölbten Windungen, die in eine stumpfe Spitze auslaufen. Ueber alle Windungen laufen starke, aufgetriebene, gewölbte Querfalten, die von der Wirbelspitze an sich über das ganze Gehäuse erstrecken, aus- genommen den Schnabel, wo sie nicht mehr sichtbar sind. Der Länge nach legen sich über alle Windungen feine scharfe, vorspringende Rip- pen, wie zarte Drahtfäden herum, zwischen welchen jede Längsfalte aus- gehöhlt ist. Auf dem Schnabel laufen fünf solche fadenförmige Rippen, welche hier aber stärker und höher werden und dadurch tiefe Auskeh- lungen zwischen sich bilden. Ausserdem findet man weder Längs- noch QAuerstreifen. Der Schnabel, in welchen die Hauptwindung verläuft, macht aussen fast die Hälfte derselben aus. Die Mündung ist oval und verläuft im Schnabel in einen Canal; der Mundsaum ist innen gefurcht, die Spindellippe ist umgeschlagen, trägt fünf wenig merkbare Falten und ist unten durchbohrt. Das ganze Gehäuse ist weils, das in der Zwi- schenräumen der Falten ins Rostbraune fällt, die erhabenen Längsfäden sind kastanienbraun, die Mündung weils. Höhe 1” 11, Breite 10. Aufenthalt: an den Küsten der Prinzeninsel (@ceanien). 14 9 Turbinella recurvirostra, Wagner Die krumm- schnäbliche Wirbelschnecke. Taf. 5. Fig. 4. 5. T. testa fusiformi turrita, transversim plicata, longitudinaliter costata, fulvo-Iu- tescente; plieis rubro - ferrugineis, costellis alvis, cauda longa, depressa, tricarinata; recurva profunde umbilicata. Wagner, Fortsetz. d. Conchyliencab. 12. p. 100. t. 227. f. 4021. a. b. Das Gehäuse ist spindelförmig gethürmt, in der Mitte sehr erweitert und besteht aus 11 Windungen, von welchen die letzte mit ihrem langen Canal die eine Hälfte und das in eine Spitze allmählig auslaufende Ge- winde die andere Hälfte der Länge ausmacht. Alle Windungen bilden in der Mitte einen Winkel, indem sie sich von ihrem unteren Ende an et- was gegen die Mitte zu erweitern und dann schnell verschmälern. Der Quere nach laufen über dieselben starke abgerundete Wülste, die auf der untern Hälfte jeder Windung stark hervortreten, auf der obern sich verflachen und deren sich auf jeder Windung sieben finden. Der Länge nach legen sich über alle Windungen schmale, vorspringende Rippen, die auf den Querwülsten stärker hervortreten, stark zusammengedrückt und dadurch schneidend sind. Es finden sich von diesen Längsrippen auf je- der Windung drei und auf der letzten vier deutliche, und über diesen noch eine oder zwei minder sichtliche. Die obere Hälfte jeder Windung hat keine Längsrippen. Die letzte Windung verschmälert sich nach un- ten plötzlich und verläuft in einen langen Schwanz. Dieser ist von oben nach unten zusammengedrückt, an seinem Vorderrande in die Höhe und rechts gewendet, und schief abgeschnitten nnd von drei starken, schie- fen, oben schneidenden Rippen umwunden. Die Mündung ist rundlich oval und verläuft in einen glatten, tiefen und nach der Richtung des Schwanzes gekrümmten Canal. Der Mundsaum ist dünn, scharf und ge- kerbt; die Spindellippe umgeschlagen, glatt und glänzend, innen mit drei schwachen Querfalten und bildet in ihrem weiteren Verlauf die eine Wand des Canals. Charakteristisch ist der weite und tiefe Nabel, der sich un- ten an der linken Seite des Canals befindet. Die Farbe ist hell orange- 15 gelb, die Querwülste sind braunroth, die Längsrippen weifs. Die ganze Mündung ist schön orangegelb, der innere Rand des Mundraums röthlich gestrichelt. Höhe 2“ 5“, Breite 13. Aufenthalt: ? 10. Turbinella infundibulum, Gmelin. Die Trichter- Wirbelschnecke, Taf. 3. Fig. 6. 7. T. testa fusiformi-turrita, angusta, multicosta, transverse plicata, striis elevatis circumdata, fulva, rubrostriata, cauda umbilicata; apertura alba. Lister, Conch. t. 921. f. 14. Bonanni, Reecr. 3. f. 104. Seba, Mus. 3. t. 50. f. 54. Martini, Conchyliencab. 4. p. 143 Vig. 39. f. A. Murex infundibulum. Gmelin Linne, p 3554. n. 108. Fusus _ Encyel. meth. pl. 424. f. 2. Turbinella infundibulum. Lamarck, Bist. nat. Tom. Vil. p. 109. n. 17. _ —_ Wagner, Forts. des Conchyliencab. 12. p. 102. t. 227. f. 4022. a. b. —_ _ Anton, Verzeichn. p. 71. n. 2459. _ _ Kiener, Cog. viv. genre Turbinelle p. 27. n. 18. pl. 14. £. 1. _ _ Lamarck, Hist. nat. deux Ed. par Deshayes, Tom 1X. n. 17. Das Gehäuse ist spindelförmig, gethürmt, gestreckt, schmalbauchig und besteht aus neun Windungen, die letzte bildet mit dem Schwanze die Hälfte des ganzen Gehäuses. Ueber alle Windungen laufen starke abgerundete Querrippen, deren sich auf jeder sieben finden. Das ganze Gehäuse umziehen von einem Ende zum andern eine Menge schmaler, scharfer, erhabener Längsstreifen, welche ihm das Ansehen geben, als sey es mit Schnüren umwunden. Die letzte Windung ist nur wenig ge- wölbt und endigt in einen geraden, starken, schief abgestutzten Schwanz. Die Mündung ist schmal, länglich oval und verläuft in einen Canal, der etwas länger als dieselbe ist; der Mundsaum ist innen gestreift: die Spin- 16 dellippe hat zwei deutliche Falten und eine weniger ausgebildete, der Umschlag ist breit, deutlich und bildet in seinem weiteren Verlauf die eine Wand des glatten Canals. An der Seite zeigt dieser Canal einen grofsen weiten Nabel. Färbung röthlichgelb, mit braunrothen Längs- streifen; Mündung und Spindelsäule weils. Höhe 3, Breite 13. Aufenthalt: an den Antillen, besonders an Martinique. 11. Turbinella Wagneri, Anton. Wagners Wirbel- schnecke, Taf. 5. Fig. 8. 9. T. testa ovato-acuta, solida, transversim plicata, longitudinaliter sulcata, suleis linearibus, numerosis; alba, seriatim-castaneo maculata; apertura alba, peristomate incrassato, dentato, cauda brevi. Turbinella eraticulata. Wagner, Forts. des Conchyliencab. 12. p. 103. t. 227. f. 4023. 4024. _ Wagneri. Anton, Verzeichn. p. 71. n. 2449. Das Gehäuse ist kurz, spitz eiförmig, fast spindelförmig, diek und schwer und besteht aus acht gewölbten Windungen, die durch vertiefte Nähte verbunden sind und nur allmählig zunehmen. Ueber alle Windun- gen laufen erhabene, stumpfe, etwas schief gedrehte Auerfalten, welche von vielen Längsfurchen durschnitten werden. Die Mündung ist eiförmig und verläuft unten in einen kurzen, etwas schief nach hinten gerichteten Canal; der Mundsaum ist verdiekt und trägt einwärts mehrere starke Zähne, die sich schlundwärts als Falten fortsetzen. Spindelsäule convex, mit mehreren tief stehenden Falten, Umschlag dünn, blattförmig, unten einen schmalen Nabei bildend, nach aussen mit fünf bis sechs Längsrip- pen, die durch die vom Schwanz herlaufenden erhabenen Falten dem dünnen Umschlag eingedrückt sind. Der Grund des Gehäuses ist weils, auf der Hauptwindung finden sich in den Zwischenräumen der Querrip- pen drei Querreihen von viereckigen rothbraunen Flecken; auf den übri- gen Windungen zeigen sich nur zwei Reihen, die ebenfalls in den Zwi- schenräumen liegen und an die Ränder gestellt sind. Höhe 14, Breite 7“. Aufenthalt: ? 17 12, Turbinella nassatula, Lamarck. Die violettmün- dige Wirbelschnecke, Taf. 5. Fig. 10. 11. T. testa subturrita, longitudinaliter sulcata, transversim costata, alba, interstitiis fusco-luteis; cauda hbrevissima; peristomate intus striato, apertura roseo - violascente. Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 110. n. 20. Wagner, Fortsetz. des Conchyliencab. 12. p. 104. t. 227. f. 4025. 4026. Voyag. de l’Astrolabe. Zoologie 2. pl. 35. f. 17 — 19. Kiener, Cog. viv. genre Turbinelle p.42. n. 30. pl. 11. f. 2. Das Gehäuse ist kurz spindelförmig, dick, mit erhabenen, starken, stumpfen Querrippen, die nur durch schmale Zwischenräume getrennt sind und von einer Menge tiefer Längsfurchen durchschnitten werden. Die sieben bis acht Windungen sind gewölbt und nehmen nur sehr all- mählig an Gröfse zu, die Hauptwindung verläuft in einen sehr kurzen Schwanz. Die Mündung ist rundlich eiförmig, in den unten weiteren kurzen Canal übergehend; Mundsaum dick , innen gestreift, an der Ver- einigungsstelle mit dem übrigen Gehäuse sind zwei starke Falten; Spin- delsäule mit drei kleinen Falten, Umschlag unten breiter, ziemlich dick. Grund des Gehäuses weils, besonders die Querrippen, deren Zwischen- räume bräunlichgelb, ausserdem hat die letzte Windung nach drei gleich- farbige Längsbinden, von welchen die oberste auch noch auf einigen der übrigen Windungen sichtbar bleibt. Die ganze Mündung ist röthlich vio- lett. Höhe 12— 14, Breite 5% — 8. Aufenthalt: an den Sechellen- und Freundschafts-Inseln, an Neu- guinea im Hafen Dorey. 13. Turbinella Rhinoceros, Chemnitz. Die Nashorn- Wirbelschnecke., Taf. 6. Fig. 2. 3. T. testa ovato turbinata, subtrigona, perforata, crassa, transversim nodosa, tu- berculifera, alba, castaneo- venosa; ultimo anfractu tubereulis postice furcatis subge- IL 3. 3 18 minatis coronato et prope basin tubereculis simplicibus muricato; columella fulva, tri- plicata; peristomate erenulato, intus_sulcato. Voluta Rhinoceros. Chemnitz, Conchyliencab. 11. p. 157. t. 150. f. 1407. 1408. Di —_ Gmelin Linne p. 3458. n. 128. Turbinella — Lamarck, Hist. nat. Tom. VI. p. 105. n.6. sn _ Kiener, Cog. viv. genre Turbinelle p. 19. n. 12. pl. 10. £. 1. Gehäuse eiförmig, fast dreieckig, sehr diekwandig, schwer, tief ge- nabelt, wenig glänzend, aus sieben bis acht Windungen bestehend. Das Gewinde ist kurz, sehr breit kegelförmig, die Windungen sind etwas abgesetzt, niedrig, von oben herab verflacht, in der Mitte gekielt und mit einer Reihe von Höckern versehen, welche nach unten zu immer gröfser werden und zwischen welche sich die Naht wellenförmig hin- einlegt. Die Hauptwindung, fast das ganze Gehäuse bildend, trägt am Obertheil sechs bis sieben grofse stumpfe Höcker, welche sich nach un- ten als Erhöhungen fortsetzen und am Ende wieder höckerartig erheben, so dafs gleichsam eine doppelte, durch Erhöhungen verbundene, Höcker- reihe vorhanden ist. An der Basis sind zwei stumpfe, breite Längsrip- pen, welche mit einzelnen dornförmigen, ausgehöhlten Höckern besetzt sind. Die übrige Fläche zeigt parallele Längsfurchen von geringer Tiefe, die sich theilweise auch über die gröfseren Höcker wegziehen. Mündung lang, fast dreieckig, oben etwas erweitert, gegen die Basis fast gerade absteigend und in den sehr kurzen und weiten Canal über- gchend. Spindelsäule fast gerade, mit drei ziemlich grofsen Falten; Um- schlag sehr grofs, breit, oben schwielig. unten lostretend, dadurch den tiefen Nabel offen lassend, der von aussen durch eine breite dicke Spin- delwulst begrenzt wird; Mundsaum verdickt, seiner ganzen Länge nach eingekerbt. Grund weils, mit kastanienbraunen Flecken und Bändern; Mündung weifs; Umschlag der Spindel braun gelb; Mundsaum innen mit braunen Flecken. Höhe 2%”, Breite 1V4”. Aufenthalt: an den Küsten von Neuguinea. 14. Turbinella limneata, Lamarck. Die liniirte Wirbel- schnecke. Taf. 6. Fig. 4. 5. T. testa subturrita, aurantia, transversim obsolete plicata, longitudinaliter co- stellata, costellis filiformibus, castaneis, nitidis; apertura albida, columella triplicata, cauda brevissima; aufr. 9. Chemnitz, Conchyliencab. 4. p. 161. t. 141. f. 1317. 1318. Voluta turrita. Gmelin Linne p. 3456. n. 77. Fasciolaria lineata. Encyel. meth. pl. 429. f. 4. a. b. Turbinella — ° Lamareck, Bist. nat. Tom. VII. p. 109. n. 19. _ —_ Anton, Verzeichn. p. 71. n. 2457. _ taeniata. Deshayes. Voyag. de M. de Laborde dans l’Arab. petr. pl. LXV. f. 7. S. (junge Schnecke). 2 —_ Kiener, Cog. viv. genre Turbinelle. p. 31. n. 22. pl- 18. f. 2. Gehäuse fast gethürmt, spindelförmig, mäfsig bauchig, matt- glänzend, fein wachsthumsstreifig. Das Gewinde ist höher als die letzte oder Hauptwindung, etwas abgesetzt, zugespitzt; die ersten Windungen sind niedrig, glatt, weifslich, die übrigen orangeroth, mit kastanien- braunen glänzenden, parallelen fadenförmigen Längsstreifen und starken abgerundeten Querrippen. Die Längsstreifen sind auf der Höhe der @Querrippen breiter und höher, in den Vertiefungen zwischen ihnen befin- den sich dicht neben einander erhöhte Linien, welche ebenfalls das sanze Gehäuse umziehen. Auf den Windungen sind je drei solcher Längsstreifen, nur auf der Hauptwindung reichen sie bis zur Basis herab. Mündung eiförmig, oben rinnenartig verengt, unten in den schmalen nach hinten gerichteten sehr kurzen Canal übergehend. Mundsaum an- geheftet, an seiner Insertionsstelle ist eine faltenartige Schwiele, der Rand ist stark geschweift, etwas gekerbt und abwechselnd weils und kastanienbraun gefleckt, innen mit feinen Falten. Spindelsäule mit drei sehr schwachen Falten; Umschlag gering, am Rand schwielig, fest auf- liegend, orangegelb. Höhe 2”, Breite 8. Aufenthalt: im rothen Meer, im Hafen Doray an Neuguinea an den Freundschaftinseln. n ou" 20 15. Turbinella polygona, Gmelin. Die vieleckige Wirbelschnecke, Taf. 6. Fig. 6. 7. Taf. 7. Fig. 1. T. testa fusiformi, subpolygona, transversim plicata, longitudinaliter striata, fulvo rufescente; plicis distantibus nigris, albo sulcatis; anfractibus 10 medio angulatis, ul- tra angulum planulatis. Lister, Conch. t. 922. f. 15. Bonanni, Recr. 3. f. 75. D’Argenville, Conch. pl. 10. f. L. Favanne, Conch. pl. 34. f. L. 2. Seba, Mus. 3. t. 79. Knorr, Vergn. d. Aug. 6. t. 15. f. 5. t. 37. f. 1. Chemnitz, Conchyliencab. 4. p. 156. t. 140. f. 1306. 1307. t. 141. f. 1314. 1315. Murex pelygonus. Gmelin p. 3555. n. 109. Fusus — Encyel. meth. pl. 423. f. 1. Turbinella polygona. Lamarck, Hist. nat. Tom. VIl. p. 108. n. 15. _ — Wagner, Fortsetz. des Conchyliencab. 12. p. 157. t. 234. f. 4106. _ _ Anton, Verzeichnifs p. 71. n. 2446. Fusus polygonus. @Quoy, Voyag. de l’Astrol. Zool. 2. pl.35. f.12. 13. Turbinella polygona. Kiener, Cogq. viv. genre Turbinelle. p. 22. n. 14. pl. 13. f. 2. Gehäuse spindelförmig, vieleckig, vertieft längsstreifig und flachge- furcht, rostroth, mattglänzend; Gewinde sehr lang ausgezogen, ge- thürmt, zugespitzt, die neun bis zehn Windungen sind mäfsig hoch, neh- men langsam zu und sind am Obertheil eingedrückt, in der Mitte ist ein mit Höckern besetzte Kiel, die Höcker sind rippenartig nach unten fort- gesetzt und von zwei tiefen Furchen durchkreuzt. Die Naht ist ungleich wellenförmig und fein gefaltet. Hauptwindung in der Mitte bauchig, oben eingedrückt, dachförmig, unten stark verschmälert in den breiten, abgestutzt kegelförmigen Schwanz übergehend, die ganze Fläche ist tief längsgefurcht, wodurch die @uerrippen mehrfach getheilt erscheinen während die höheren Parthien als breite abgerundete Ecken erscheinen. Die Ecken sind weils, die Zwischenräume tiefbraun. Mündung eiförmig, = oben rinnenartig verschmälert, unten allmählig in den breiten geraden Canal übergehend, weifsgelblich; Mundsaum oben angeheftet, unter der Anheftungsstelle eine starke Schwiele, der Rand ist der ganzen Länge nach gekerbt, gelb gefleckt, die Innenfläche fein gefurcht. Spindelsäule flach-convex, mit drei oder vier kleinen Falten; Umschlag schmal, schwielig, röthlichweifs, gegen die Basis etwas lostretend und einen kleinen Nabelritz bildend, der von einer sehr schiefen flachen Spindel- wulst umgeben wird. Höhe 3, Breite 1Vs. Aufenthalt: im indischen und rothen Meer, an der Insel Tongo- Tabu. 16, Turbinella eraticulata, Gmelin. Die Rost- Wir- belschnecke. Taf. 6. Fig. 8. T. testa subturrita, erassa, transversim costulata, longitudinaliter sulcata, alba aut fulvo-rufescente; costellis obtusis obliquis, rubro-castaneis; cauda brevi. Lister, Conch. t. 919. f. 13. t. 967. f. 22. Seba, Mus. 3. t. 50. f. 55. 56. t. 51. f. 31. 32. Knorr, Vergn. d. Aug. 2. t. 3. f. 4. Chemnitz, Conchyliencab. 4. t. 149. f. 1332. 1383. Murex ceraticulatus. Gmel. Lin. p. 3554. n. 105. Voluta eraticulata. Gmelin p. 3464. n. 108. Fasciolaria — Eneyel. meth. p. 429. f.3. a. b. Turbinella — Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 109. n. 18. = = Anton, Verzeich. p.71. n. 2456. = = Kiener, Cog. viv. genre Turbinelle. p. 31. n. 21. pl.719.n. 2. Gehäuse länglich, fast gethürmt, etwas abgesetzt, wenig bauchig, dickwandig, mattglänzend, aus neun bis zehn Windungen bestehend. Das Gewinde ist langkegelförmig, höher als die Hauptwindung, mit ge- wölbten, oben schmalen, herabwärts ziemlich breit werdenden Windun- gen, welche fein quergestreift und von etwas stärkeren Längsstreifen umzogen sind, jede Windung wird noch von zwei oder drei starken, 22 wellenförmig gebogenen Längsrippen umgeben; die Naht ist etwas ein- gezogen, wenig ungleich und gekerbt. Hauptwindung bauchig, fast birnförmig durch den ziemlich schmalen kurzen Schwanz, oben ebenfalls etwas eingezogen, die ganze Fläche zeigt parallele, ziemlich viele, nach unten schwächer werdende Längsrippen, die Basis wird durch die breite fiache Spindelwulst eingeschlossen. Mündung schmal eiförmig, länglich, weifsgelblich, unten in den weiten kurzen Canal übergehend; Mund- saum anliegend, bogig absteigend, der ganzen Länge herab gekerbt, die innere Wand flach gefurcht. Unter der Insertion steht auf der Mün- dungswand eine flachrundliche Schwiele, die sich unmittelbar in den schmalen, weifslichen unten etwas lostretenden Umschlag fortsetzt und eine seichte Nabelspalte bildet; Spindelsäule flach convex, mit drei bis vier kleinen schiefen Falten. Höhe 12 — 1%“, Breite 8 — 9, Aufenthalt: im rothen Meer und im indischen Ocean, nicht selten. 17. Turbinella Scolymus, Gmelin. Die Artischokken- Wirbelschnecke, Taf. 6. Fig. 1. T. testa subfusiformi, medio ventricosa, tuberculata, pallide fulva; spira conica, tubereulato -nodosa; ultimo anfractu superne tuberculis magnis coronato; cauda trans- versim sulcata; columella aurantia, triplicata; anfr. 9, Chemnitz, Conchyliencab. 4. p. 174. t. 142. f. 1325. Murex scolymus. Gmelin Linne, p. 3553. n. 101. Turbinella — Eneyel. meth. pl. 431. bis f. 2. a. b. — — Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 103. n. 1. _ _ Anton, Verzeichn. p. 71. n. 2460. _ _ Kiener, Cog. viv. genre Turbinelle p.®. n. 5. pl.2. 3. Gehäuse bauchig spindelförmig, sehr grofs, diekwandig, schwer, gegen die beiden Endpunkte sehr verschmälert, mattglänzend, blafs bräunlichgeib. Das Gewinde ist ziemlich hoch, stockwerkartig, breit kegelförmig, stumpf zugespitzt; die Windungen mäfßsig hoch, die ersten 23 etwas querfaltig, fein längsstreifig, höckrig, die unteren ebenfalls con- centrisch gestreift, der Obertheil bis zur Mitte eingedrückt, der übrige Theil gerade absteigend, die Mitte stumpf erhöht und mit stumpfen Hök- kern gekrönt, welche sich als abgerundete Erhöhungen bis zur Naht fortsetzen. Die Naht selbst ist nur wenig ungleich, kaum merklich ge- kerbt. Hauptwinrdung oben ebenfalls tief eingedrückt, in der Mitte fast cylindrisch, nach unten schnell verschmälert in den ziemlich langen. breiten, mit schiefen Längsfurchen versehenen Schwanz übergehend, die sanze Oberfläche mit seiehten; schmalen Längsfurchen überzogen, welche von unregelmälsigen, mehr oder minder starken Querstrichen durch- kreuzt werden; die Grenze des eingedrückten Theils ist kielartig erhöht und mit einer Reihe von grofsen, abgerundeten, nach unten in rippen- förmige Erhöhungen auslaufenden Höckern besetzt. Mündung gelbröth- lich, sehr grofs, länglich, oben durch den geschweift heraustretenden Mundsaum quer abgeschnitten, unten allmählig verschmälert in den brei- ten, langen Canal auslaufend. Mundsaum stumpf zugeschärft, etwas . ungleich, oben umgebogen und so unmittelbar in den blafs orangerothen, breiten, unten verschmälerten .Umschlag übergehend, letzterer ist unten etwas los und bildet dadurch eine breite tiefe Nabelritze; Spindelsäuie fast gerade, mit drei grofsen Falten. Höhe 9— 12”, Breite 3%a4 —4”. Aufenthalt: im indischen-Oeean. ’Ü 15. Turbineila rapa, Lamarck, Die Rüben - Wirbel- schnecke. Taf. 8. Fig. 1. Taf. 4 Fig. 5. 6. T. testa subfusiformi, medio ventricosa, crassa, ponderosissima, mutica, alba, anfraetibus superne basin praecedentis obtegentibus; cauda breviuscula; columella sub- quadriplicata. Knorr, Vergn. d. Aug. 6. t. 39. f. 1. Encyel. meth. pl. 431. bis f. 1. Lamarck, Bist. nat. Tom. VII. p. 103. n. 2. Kiener, Cog. viv. genre Turbinella p.3. n. 1. pl.4. 5. Anton, Verzeichn. p. 71. n. 2461. 24 Gehäuse grols, sehr dick und vollkommen undurchsichtig, bauchig spindelförmig, gegen die beiden Endpunkte stark veıschmälert, blafs- gelblich, aus acht bis neun Windungen bestehend; Gewinde niedrig, breit kegelförmig, zugespitzt, die Windungen kaum abgesetzt, gewölbt, am Oberrand etwas eingedrückt, der Rand selbst über den Grund der vori- gen Windung hinaufragend, aber nicht dicht anliegend, wodurch eine seichte Rinne entsteht, die Fläche der Windungen ist fein gestreift und mit’ zwei flachen, sehr niedrige stumpfe Höcker tragenden, Rippen um- zogen, welche vollkommen parallei laufen. Die Hauptwindung ist sehr grofs, bauchig, oben dachförmig verflacht, unten schnell verschmälert und in den breiten mäfsig langen Schwanz fortgesetzt, welcher seicht längsgefurcht ist, die übrige Fläche ist unregelmäfsig querstreifig, welche Striche theilweise bis zum Schwanzende fortlaufen, über den Rücken laufen fünf bis sechs flache, in höckerartige Erhöhungen sich erhebende Rippen. Mündung grofs, länglich eiförmig, oben in eine tiefe Rinne verlängert, unten verschmälert in den breiten Canal übergehend, blafs- fleischfarben; Mundsaum dick, der Rand abgerundet, einfach, innen glatt; Mündungswand unter der Insertion des Mundsaums mit rundlicher star- ker Schwiele; Spindelfalte concav, vierfaltig, die beiden oberen Falten sehr grofs, die dritte kleiner, die vierte, am Anfang des Canals, ist sehr klein und undeutlich; Umschlag grofs, breit, fleischfarben, sehr glatt, fast den ganzen Umfang nach etwas lostretend, unten einen tiefen Nabelritz frei lassend. Höhe 6—6"»”, Breite 212 — 3% Im lebenden Zustand ist die ganze Schnecke mit einer grünlichbrau- nen Epidermis bedeckt, welche leicht abspringt, daher bei Sammlungs- stücken nur selten noch getroffen wird. A. var. sinistrorsa. (Taf. 4 Fig. 5. 6.) Chemnitz, Conchyliencab. 9. t. 104. f. 886. 887. Linksgewunden, das Gehäuse bauchiger, die Hauptwindung fast birnförmig; Mündung weifs, Spindelumschlag weils oder hell orangegelb, die Oberhaut kastanienbraun. Sehr selten. Aufenthalt: im indischen Ocean. 25 19, Turbinella clavata, Wagner Die Keulen - Wirbel- schnecke. Taf. 5. Fig. 1. T. testa elavata, ponderosa, albo-rosea; ultimo anfractu superne angulato, no- duloso; spira brevi, muerone parvo terminata; cauda longiuscula; columella quadri- plicata. Wagner, Fortsetz d. Conchyliencab. 12. p. 99. t. 227. f. 4018. Das Gehäuse hat eine bauchig keulenförmige Gestalt und ist sehr dick und schwer. Die Hauptwindung ist sehr glatt, mit zahlreichen @uerstrichen, die von den neuen Ansätzen herrühren, unten verläuft sie in einen ziemlich langen starken Schwanz, oben ist sie umgebogen und die Kante trägt kleine stumpfe Knoten. Das Gewinde ist sehr niedrig, flach, nur in der Mitte in einen sogenannten Zopf ausgezogen, die sieben Windungen sind niedrig, die beiden äussersten sind convex, in die Höhe gerichtet und bedecken, wie dies auch bei der Hauptwindung der Fall ist, mit ihrem oberen Ende die Basis der vorhergehenden. Unten sind die Windungen knotig, und die Nähte sind wellenförmig ausgebogen. Die Mündung ist länglich, schmal, oben rinnenartig verengt, unten all- mählig in den ziemlich langen, geraden, weiten Canal übergehend; die Mündungswand ist oben schwielig, von dem breiten, dicken, unten weit lostretenden Umschlag bedeckt, der am Canal sich nach unten verschmä- lert und einen tiefen engen Nabel offen läfst, der von einer flachen, schnell abwärtsgehenden Spindelwulst eingeschlossen ist. Der ganze Umschlag ist orangeroth, stark glänzend, die Innenseite der Mündung fleischfarben; der Mundsaum einfach, stumpfrandig; die Spindelsäule ist concav und trägt drei sehr grofse waagrechte und eine kleinere mehr schiefe Falte. Aussen ist das Gehäuse mit einer dicken schieferigen Oberhaut be- deckt, nach deren Wegnahme die helle Fleischfarbe desselben zum Vor- schein kommt. Höhe 3", Breite 24”. Diese Art steht unter den birnförmigen Wirbelschnecken der T. na- pus am nächsten, unterscheidet sich aber von ihr durch gestrecktere III. 3. A 26 Gestalt, geradem Schnabel, verschiedene Richtung des Mundsaums, brei- teren Umsehlag und durch die vier grofsen fast waagrechten Falten, in- dem napus nur drei, mehr schief gestellte und von minderer Gröfse hat. 20. Turbinella napus, Lamarck. Die Steckrüben-Wir- belschnecke, Taf. 3. Fig. 1.2. Taf. 4. Fig. 1. 2. Taf. 7. Fig. 3. T. abbreviato-clavata, ventricosissima, erassa, ponderosa, mutica, subecaudata, albido-fulva; spira brevi, mucrone parvo terminata; cauda lata, abbreviata; columella triplicata. h Martini, Conchyliencab. 3. p. 206. t. 95. f. 916. 917. Chemnitz, ebend. 9. p. 37. t. 104. f. 884. 885. Lamarck, Bist. nat. Tom. VII. p. 104. n.3. Kiener, Coq. viv. genre Turbinelle p.4. n. 2. pl. 6. Gehäuse grofs, sehr diekwandig, abgestutzt keulenförmig oder breit birnförmig, unbewehrt, weilslich gelbbraun, das Gewinde ist sehr breit, kurz, flach ansteigend, in einem rundlichen schmalen Wirbel endigend, die sechs bis sieben Windungen sind niedrig, flach gewölbt, fein quer- streifig, durch eine einfache, etwas rinnenartig ausgehöhlte Naht verei- nist. Nur die oberen sind röthlichbraun gefleckt, die übrigen einfarbig. Hauptwindung sehr grofs, fast das ganze Gehäuse bildend, stark bauchig, vorzüglich am Obertheil, auf der stärksten Wölbung zieht sich eine stumpfe Kante herum, welche aus sehr flachen höckerartigen Erhöhun- gen besteht; die ganze Fläche ist unregelmäfsig querstreifig, nach unten zeigen sich flache, dicht neben einander verlaufende Längsfurchen, wel- che auf den breiten, sehr kurzen, schief abgestutzten Schwanz allmählig verschwinden. Der Rücken hat zahlreiche grofse Anwuchsfurchen, wel- che sich unten umbiegen und auf der undeutlichen Spindelwulst starke Furchen bilden. Mündung länglich, unregelmäfsig eiförmig, ziemlich weit, oben rinnenartig verengert, unten sich verschmälernd in den weiten, kur- zen Canal übergehend; Mundsaum stark gebogen, angeheftet, der Rand einfach, stumpf zugeschärft. Spindelsäule sehr concav, mit drei schief- laufenden Falten; Umschlag breit, orangegelb, unten immer schmäler 1 7 werdend, etwas lostretend und eine sehr enge Nabelritze bildend. Höhe 4 — 7", Breite 212 — 5. A. var. sinistrorsa. (Taf. 4. Fig. 1. 2.) Chemnitz, Conchyliencab. 9. p. 37. t. 104. f. 884. 885. Linksgewunden, sonst im Allgemeinen wie die Normalform, Mündung tief gelblichrosenroth, über die Hauptwindung eine Reihe von kleinen rothen Flecken. Die Normalform dieser Art war sonst in Ostindien ein bedeutender Handelsarti- kel und wurde in Menge durch Taucher vom Grunde des Meeres heraufgeholt. Die Erlaubnifs, sie zu fischen, wurde an Privatleute verpachtet, welche zuweilen Jähr- lich 400 Menschen beschäftigten. Die Schnecken sind besonders häufig an der Küste von Malabar und Coromandel, doch wurde die Fischerei von der Küste von Cudulur bis zum Cap Comorin ausgedehnt, ja selbst zuerst bis Madras, wo aber dieZahl viel zu gering für einen ergiebigen Ertrag war und die Fischerei bald wieder aufgegeben wurde. Die Zeit der Gewinnung dauerte vom Januar bis October und war besonders von August bis October am besten. Die Schnecken, von denen oft in einem Jahre 600,000 bis 1,000,000 gefunden wurden, sind gewöhnlich in gröfserer Menge beisammen (oft meh- rere Hundert) in einer Tiefe von 5- 6 Faden, und nach Beschaffenheit des Grundes bis auf 2 Meilen vom Ufer. Die Anwendung bestand darin, dafs aus der Schnecke Ringe für die Arme und Finger geschnitten wurden, welche die Indier, besonders die ärmere Classe, theils als Zierde, theils als Amulete gegen schädliche Einflüsse, Krank- heiten etc. trugen, auch wurde die Substanz geschaht und innerlich als Arzneimittel genommen. Da es Sitte war, diese Ringe von Verstorbenen nicht zu behalten, son- dern sie in einen Flufs, Teich oder in das Meer zu werfen, und sie von Niemanden, der dergleichen fand, aufgenommen wurden, so erklärt sich leicht die ungeheure Menge der Schnecken, welche jährlich für diesen Zweck verbraucht wurde. Von den gröfs- ten Stücken wurde der Wirbel abgeschnitten und sie so als Blaseinstrumente ge- braucht. Besonders geachtet war die linksgewundene Varietät dieser Tsjanko-Schnecken (wie sie in Indien genannt werden). Diese Linksschnecken sind eine grofse Selten- heit, so dafs öfters unter Millionen rechtsgewundener nur einige dergleichen getroffen wurden. Sie sollen mitten unter den gewöhnlichen Schnecken vorkommen und wur- den deswegen Königsschnecken genannt, da man erzählte, dafs diesen Linksschnecken die übrigen alle folgten und sich um sie herumlagerten. Die linken Tsjankos mufsten bei Vermeidung der Todesstrafe dem Nahob von Carnatic abgegeben werden, der sie theils als Auszeichnung an verschiedene Personen verschenkte, theils an die Pagoden aA*F 28 oder Tempel abgab, wo sie bei religiösen Ceremonien gebraucht wurden. Je gröfser sie waren, desto höher wurden sie geschätzt; es lälst sich daher wohl denken, dafs der Preis solcher Linksschnecken für Sammlungen sonst Hunderte von Thalern betrug. Der Deckel der Tsjanko-Schnecken ist länglich, schmal, knorplich und so klein, dafs er bei weitem nicht zureicht, um die Mündung des Gehäuses auszufüllen; sie werden in Ostindien mit andern Sachen zum Räuchern gebraucht. Die Eierstöcke sind faltige Schläuche, zuweilen über 1‘ lang und enthalten oft mehrere Hunderte von Eiern. Eigenthümlich ist, dafs in den Schnecken öfters Perlen, zuweilen von bedeu- tender Gröfse gefunden werden, die zum Theil oder ganz durchscheinend und röthlich, orange- oder fleischfarben sind. Es scheint jedoch, dafs diese Perlen in neuerer Zeit, wo durch so bedeutende Verminderung des Bedarfs dieser Schnecken nur eine geringe Zahl lebend aufgesucht wird, nicht so häufig mehr gefunden werden, um bekannter zu seyn und zum Schmnck dienen zu können. Aufenthalt: im indischen Ocean, besonders an den Küsten von Malakka. 21, Turbinella pyrum, Linne. Die Birn-Wirbelschnecke. Taf. 2. Fig. 5. 6. Taf. 3. Fig. 3. 4. Taf. 7. Fig. 5. T. superne ventricoso-clavata, pyriformi, caudata, albido-fulva, maculis spadi- ceis punctiformibus picta; spira parva, mucrone tenui terminata, apice mamillato; eauda longiuscula, striata, columella quadriplicata. Lister, Conch. t. S16. f. 26. 27. Rumph, Mus. t. 36. £. 7. Knorr, Vergn. d. Aug. 6. t.27. f.2. Martini, Conchyliencab. 3. t. 95. f. 918. 919. Voluta pyrum. Linne, Syst. nat. 2. p. 1195. n. 433. _ _ Gmelin Linne p. 3463. n. 102. _ — Chemnitz, Conchyliencab. 11. p. 12. t. 176. f. 1697. 1698. Turbinella pyrum. Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 104. n. 4. — — Kiener, Cogq. viv. genre Turbinelle. p. 6. n. 3. pl. VII. 1:51.02: Gehäuse grols, sehr dick, birnförmig, bauchig g, nach unten plötzlich verschmälert und in einen langen Canal ‚auslaufend. Das Gewinde ist sehr breit, niedrig, in einen schmalen, abgerundeten Wirbel endigend, die sechs oder sieben Windungen sind erst sehr klein, glatt, die andern nehmen schnell an Breite zu, sind abgeflacht und mit sehr feinen Linien umzogen, die Naht ist einfach, etwas unregelmäfsig wellenförmig. Haupt- 29 windung sehr bauchig, oben dachförmig abgeflacht, fast stumpfkantig und fast unmerklich knotig auf den kantigen Theil, der Obertheil ist con- centrisch gestreift, auch die übrige Fläche zeigt undeutliche Längsfurchen, welche unten an dem verschmälerten Theil stärker aber zugleich schie- fer werden; die Furchen sind von unregelmäfsigen, von den neuen An- sätzen herrührenden Querstreifen und Furchen durchkreuzt. Die Farbe ist ein helles Rothgelb, am Obertheil der Hauptwindung elfenbeingelb, unten dunkler, über den gewölbten Theil ziehen sich eine oder mehrere Reihen von kleinen, öfters nur punktförmigen, meist aber gröfseren fast viereckigen rothbraunen Flecken, welche in seltneren Fällen über die ganze Windung sich erstreeken. Mündung länglich, gelblich-fleischfarben, nach innen weils; Mundsaum geschweift, im Alter diek, abgerundet, Spindelsäule concav, mit vier etwas schiefen Falten; Umschlag im Alter sehr breit, an den Rändern lostretend, bei jüngeren Individuen nur unten dicker, lostretend und eine Nabelritze von ziemlicher Länge offen las- send. Der Canal ist wenig kürzer als die übrige Mündung, ziemlich weit offen. Höhe 4—5”, Breite 21% — 3. Aufenthalt: im indischen Ocean. 22. Turbinella ovoidea, Kiener. Die eiförmige Wir- belschnecke. Taf. 7. Fig. 6. T. testa oblonga, ovoidea, utrinque attenuata, obsolete longitudinaliter sulcata et minutissime striata, albida, epidermide fusco-subviridi; anfraetibus convexiuseulis, ultimo anfractu in medio sublaevigato, basi sulcato; spira conico-acuminata; apertura elongata, columella triplicata. Kiener, Cog. viv. genre Turbinelle. p. 7. n. 4. pl. XV. f. 1. Gehäuse grols, länglich eiförmig, beiderseits stark verschmälert, weilslich, mit braungrüner Epiderm bedeckt; das Gewinde ist ziemlich hoch, breit kegelförmig, mit fein zugespitztem Wirbel, die neun bis zehn Windungen sind sehr flach gewölbt, kaum abgesetzt, durch eine regel- mälsige, etwas vertiefte Naht verbunden, die oberen sind sehr fein quer- 30 gefurcht und wie die übrigen mit regelmälsigen parallelen Längsfurchen umzogen und fein schief querstreifig. Hauptwindung bauchig, unten stark eingezogen, in einen breiten kurzen Schwanz auslaufend, die ganze Fläche ist flach längsgefurcht, die Furchen auf dem Basilartheil zahlrei- cher und schief, auf dem Obertheil entfernt stehend, in jedem Zwischen- raum eine feine Längslinie.e. Mündung weils, länglich, breit, oben ver- schmälert; Mundsaum vor der Insertion tief ausgerandet, übrigens ge- schweift, verdickt, weils, mit orangegelbem Randstrich. Spindelsäule concav, mit drei ungleichen Falten; Umschlag breit, der Rand ungleich, nicht anliegend, unter der Insertion des Mundsaums eine starke Schwiele:; Canal kurz, weit offen. Höhe 4“, Breite 1%. | Aufenthalt: im atlantischen Ocean an den brasilianischen Küsten. 23. Turbinella lecozonalis, Lamarck. Die weilsge- gürtete Wirbelschnecke, Taf. 7 Fig. 7. T. testa ovato- acuta, ventricosa, mutica, laevigata, rufa aut fusca; anfractibus convexis; ultimo infra medium fascia alba cincto, apertura alba, columella triplicata. ?Favanne, Conch. pl.33. f. H 2. Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 107. n. 12. Kiener, Cogq. viv. genre Turbinelle. p. 35. n. 24. pl. 21. f.2. Gehäuse länglich-eiförmig, unten stark verschmälert, wenig glän- zend, etwas dünnwandig; gelbbraun bis tief kastanienbraun. Gewinde ziemlich hoch, breit kegelförmig, aus neun flachconvexen, ziemlich hohen, schwach abgesetzten Windungen bestehend: die Naht ist schwach ge- kerbt, etwas ungleich, anliegend, die ganze Fläche ist mit sehr feinen concentrischen Linien umzogen. Hauptwindung bauchig, unten gekielt, von diesem Kiel aus schnell verschmälert und in einen sehr kurzen Ca- nal verlängert, die ganze Fläche ist fein vertieft gestreift, die Streifen von feinen, von den neuen Ansätzen herrührenden gebogenen Linien durchkreuzt; die Längsstreifen werden am Basilartheil stärker, dichter und furchenartig; der Kiel ist abgerundet, weifs oder gelblich. Mündung 31 eiförmig, gelblichweifs; Spindelsäule verdickt, rundlich, mit drei bis vier kleinen schiefen Falten; der Umschlag ist schmal, weifs, unten lostretend und einen kleinen Nabelritz bildend; Mundsaum geschweift, oben mit verdicktem gekerbtem Innenrand, der Kiel steht als rundlich - zahnför- mige Erhöhung über den Rand heraus; Gaumen seicht gefurcht. Höhe 20%, Breite 11. Aufenthalt: im indischen Ocean. 24. Turbinella eingulata, Kiener. Die gegürtete Wir- belschnecke, Taf. 7. Fig. 8. T. testa ovato-oblonga, contabulata, eingulifera, longitudinaliter tenuissimeque striata, fulvo rufescente; cingulis laevibus nigris; anfractibus superne angulatis, aper- tura candidissima; columella triplicata. Kiener, Cog. viv. genre Turbinelle. p. 36. n. 25. pl. XX. f. 1. Das Gehäuse dieser Art hat grofse Aehnlichkeit mit mehreren Arten von Purpura, es ist bauchig eiförmig, etwas verbreitert, sehr fein längsgestreift, aus wenig Windungen bestehend. Das Gewinde ist mäs- sig hoch, kegelförmig, stockwerkartig abgesetzt, die sechs Windungen sind gewölbt, mäfsig hoch, allmählig zunehmend, in der Mitte kielförmig heraustretend, oben eingezogen, mit einigen flachen und glatten Kielen umzogen. Wirbel stumpflich; Hauptwindung am Oberrand waagrecht heraustretend, übrigens flachgewölbt, unten stark eingezogen, fein con- eentrisch gestreift, die Streifen bräunlich, das übrige dunkel ockergelb, mit schnurartigen, glatten Erhöhungen umzogen, deren erstere die Grenze zwischen den oberen abgeplatteten und dem absteigenden Theil der Win- dung bildet. Mehrfach sind die Längsstreifen und Erhöhungen von feinen Anwuchsfurchen durchkreuzt, besonders am Nacken. Mündung grols, reinweils, eiförmig, der Canal ist ausserordentlich kurz, breit, offen, die Spindelsäule ist concav, verdickt, hat einen schmalen weifsen, un- ten einen Nabelritz offen lassenden Umschlag und vier bis fünf flache schiefe Falten; Mundsaum stumpf zugeschärft. mit erhöhten, den Er- 32 höhungen der Aussenfläche entsprechenden, Randstellen, welche schwärz- lich gefleckt sind, der Untertheil trägt eine gekrünmte, schmal dreieckige zahnförmige Hervorragung; Gaumen fein längsgestreift. Höhe 22, Breite 16. Aufenthalt: an der Westküste von Mexico und an Californien. 25, Turbinella incarnata, Deshayes. Die rothmündige Wirbelschnecke, Taf. 7. Fig. 2. T. testa elongato fusiformi, utrinque attenuata, flavida; anfractibus subeonvexis, transversim costatis, longitudinaliter striatis, regularibus; ultimo anfractu costis di- stantibus; peristomate intus obsolete striato; columella triplicata. Deshayes. Voyag. in Arabie de M. Laborde pl. LXV. f. 20 — 22. Kiener, Cog. viv. genre Turbinelle. p. 45. n. 32. pl. 18. f. 3. Eine sehr kleine zierliche Art, besonders bemerkenswerth wegen der eigenthümlichen Skulptur und schönen Färbung. Das Gehäuse ist im Allgemeinen etwas länglich eiförmig, fast bauchig spindelförmig, etwas dickwandig, glänzend. Das Gewinde ist so lang als die Hauptwindung, breit kegelförmig, stumpflich, und besteht aus sechs, anfänglich glatten, niedrigen, rosenrothen, dann quergefurchten gelben Windungen, welche etwas abgesetzt und durch eine etwas vertiefte Naht verbunden sind. Die Querfurchen sind dunkler, fast gelbroth und erhöht quergestreift, die Streifen setzen sich auch über die Zwischenräume fort, sind jedoch dort ziemlich verwischt. Hauptwindung bauchig, orangegelb, unten stark ver- schmälert, an der Basis längsgefurcht, übrigens tief längsfurchig, die Furchen fast purpurroth, mit erhöhten, über die Zwischenräume fortlau- fenden erhöhten Streifen. Mündung klein, rundlich, blafsviolett, fast ro- senroth, unten in den sehr kurzen, weit offenen, etwas schiefen Canal übergehend; Spindelsäule abgerundet, concav, mit drei sehr kleinen schiefen Falten; Umschlag gering, dicht anliegend, Mundsaum geradeaus, dicht anliegend. unter der Insertion eine schwielige Erhöhung; der Rand fein gekerbt, der Gaumen bei alten Individuen fein längsgestreift. Höhe 10 — 12, Breite 6 — 7. 33 Aufenthalt: im rothen Meer, im indischen Occan, an den Küsten von Manila und China. 26. Turbinella elegans, Dunker, Die zierliche Wirbel- schnecke. Taf. 7. Fig. 4. P. testa minima, ovato-fusiformi, saturate aurantia, transversim costata, longi- tudinaliter striata, striis distantibus, parallelis, profundis; apertura alba, oblonga, sub- angusta, columella biplicata; peristomate roseo, intus albo-granoso. Eine fast eben so kleine Art wie die vorige, aber eben so zierlich und besonders durch die parallelen Längsstreifen und durch die eigen- thümliche Bildung der Mündung kenntlich. Das Gehäuse ist fast dünnwan- dig zu nennen, mattglänzend, schmutzig orangegelb. Das breit kegelför- mige, stumpf endigende Gewinde ist fast so lang als die Hauptwindung, die ersten Windungen sind röthlich, glatt, die übrigen sind gewölbt, schwach abgesetzt, durch eine etwas wellige Naht verbunden, biafs orange, die untere dunkler, sämmtlich durch Querrippen uneben, welche von drei vertieften Längsstreifen durchkreuzt werden, auf dem Grund dieser Strei- fen läuft ein feiner braunrother Faden herum. Hauptwindung bauchig, unten stark und schnell verschmälert, bogig quergerippt, die Rippen nach unten abgeflacht, die vertieften Längslinien sind zahlreich, etwas wellig, unten schief, jede Linie mit braunrothem Faden; der Basilartheil ist kurz, fast zugespitzt. Mündung weils, länglich, ziemlich eng, unten in einen sehr kurzen, ziemlich weit offenen Canal übergehend, der am Endrand eine sehr seichte Ausrandung hat. Mundsaum verdickt, ge- schweift, der Aussenrand flach gekerbt:; Innenrand dunkelrosenroth, oben schwielig, der Länge nach herabwärts mit mehreren weilsen perlförmi- gen Körnern besetzt, wovon das zweite am gröfsten. Spindelsäule con- ‘cav, mit zwei schiefen Falten; Umschlag rosenroth, schmal, oben fast durchsichtig, dicht anliegend, unten erhöht, kaum eine Spur von Nabel- ritze offen lassend. Höhe 11, Breite 6. Aufenthalt: ? (Mitgetheilt von Dr. v. d. Busch.) III. 3. 5 34 27. Turbinella acuminata, Wood, Die zugespitzte Wirbelschnecke. Taf. 8. Fig. 2. 3. T. testa fusiformi, utringue attenuata, in medio subventricosa, fulva aut rufa; anfractibus convexiusculis, costis septem crassis, latis; basi caudata, subelongata; aper- tura ovata, columella triplicata; peristomate tenui, simplici. Murex acuminatus. Wood, Catal. of Shells, suppl. t. 5. f. 12. Turbinella acuminata. Kiener, Cogq. viv. genre Turbinelle p. 28. n. 19. pl. 15. f. 2. Gehäuse klein, länglich spindelförmig, einer Fasciolaria ähnlich, gegen beide Enden verschmälert, in der Mitte bauchig, wenig glänzend, ziemlich dünnwandig, rothbraun. Gewinde ziemlich hoch, kegelförmig, sehr spitzig, aus zehn bis zwölf Windungen bestehend, diese sind ziem- lich gewölbt, etwas abgesetzt, mäfsig hoch, durch eine einfache etwas vertiefte Naht vereinigt, jede Windung trägt sieben in der Mitte höhere Querrippen, die mit der Basis je auf denen der nächstfolgenden Win- dung aufsitzen. Hauptwindung von der Höhe des Gewindes, bauchig, unten stark verschmälert, mit zahlreichen Längslinien umzogen, die sich auch auf dem Üntertheil des Gewindes zeigen, die Rippen verflachen sich schon von der Mitte der Höhe an; die Basis ist in einen etwas lan- gen Canal von fast gleicher Breite verlängert. Mündung länglich, schmal, weils; Spindelsäule gerade, cylindrisch, mit vier kleinen Falten verse- hen, wovon die mittleren etwas gröfser sind; der Umschlag ist schmal, so lang als die Spindel, dicht anliegend, weils; Mundsaum gebogen, we- nig verdickt, einfach. Höhe 1% 8, Breite 7%. Aufenthalt: im indischen Ocean. 25. Turbinella mitis, Lamarcek. Die sanfte Wirbel- schnecke. Taf. 8. Fig. 4. 5. T. testa umbilicata, ovoidea, transversim costata, longitudinaliter sulcata, nodosa, fulvo-rufescens; tubereulis breviusceulis, obtusissimis, nodiformibus; praeeipuis in an- fractuum summitatibus; suleis nodisque albis; apertura oblonga, columella triplicata. 39 Turbinella mitis. Lamarek, Hist. nat. Tom. VII. p. 106. n. 10., deux Edit. par. Deshayes. Tom. IX. p. 382. n. 10. _ capitellum var. Kiener, Cogq. viy. genre Turbinelle. p. 16. pel2rR 2: Zunächst verwandt mit T. capitellum, unterschieden durch den Mangel der Zacken, mindere Grölse, weiterem Nabel und andere Mün- dung. Das Gehäuse ist eiförmig, gestreckt, etwas diekwandig, wenig durchscheinend, mattglänzend, blafs rostbräunlich; mit weifsen Rippen. Der Wirbel ist ziemlich spitzig, das Gewinde ist ziemlich hoch, Kegel- förmig, stockwerkartig abgesetzt, die sieben Windungen sind etwas niedrig, oben verflacht, quergerippt, jede mit drei wellenförmigen Rip- pen, die von grolsen flachgm QAuerfurchen durchkreuzt werden. Haupt- windung bauchig dreieckig, unten verschmälert, oben dachförmig ver- flacht, mit starken Querfurchen und feinen Querrippen, über die ganze Fläche ziehen sich S—9 wellenförmig erhöhte, fast höckerartig heraus- tretende Längsrippen, nur an der Basis ist eine Längsreihe von erhöhten dornförmigen Höckern. Der weite Nabel ist von einer wulstförmigen Erhöhung eingeschlossen. Mündung länglich, fast birnförmig, innen blals- fleischfarben; die Spindelsäule sehr flach ausgebuchtet, mit drei kleinen Falten; Mundsaum verdickt, gekerbt, weils, Spindelumschlag schmal, gelblich. Höhe 21°, Breite 13. Aufenthalt: im indischen Ocean. 29, Turbinella triserialis, Lamarck. Die dreireihige Wirbelschnecke, Taf. S. Fig. 7. T. testa ovato-acuta, transversim plicata, longitudinaliter striata, fulvo-rufes- cente, tubereulis albis subacutis seriatis, seriis tribus in ultimo anfractu; cauda bre- vissima; apertura alba. Lister, Conch. t. 924. f. 16. Lawarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 110. n. 21., deux Edit. par. Deshayes. Tom. IX. p. 388. n. 21. Anton, Verzeichn. p. 71. n. 2452. Kiener, Cogq. viv. genre Turbinelle. p. 40. n. 28. pl. 17. f. 2. 7 5* 36 Ziemlich klein, eiförmig, beiderseits verschmälert, etwas bauchig, dünnwandig, durchscheinend,, rostroth, mattglänzend. Das Gewinde ist hoch, abgesetzt kegelförmig, zugespitzt, die sechs Windungen sind nied- rie, in der Mitte kantig heraustretend,, längsstreifig, querfaltig, die Mit- telkante trägt eine Reihe von weilsen, verlängerten Höckern; Naht et- was wellenförmig, wenig vertieft. Hauptwindung bauchig, oben dach- förmig abgeflacht, unten verschmälert, längsstreifig, flach quergefurcht, mit drei Reihen von weifslichen Höckern, die erste an der Kante unter dem Oberrand, die zweite etwas unter der Mitte, die dritte an der Grenze des Basilartheiles, der durch eine rasch abwärts steigende mit Querfur- chen versehenen Schwiele gebildet wird. Die Mündung ist unregelmäfsig eiförmig, weifslich, glänzend, der Mundsaum mit drei höckerartigen Vor- sprüngen an der Stelle der Höckerreihen; Spindelsäule concav, mit drei sehr kleinen Falten; der Umschlag ist breit, oben schwielig, die Schwiele plötzlich abgebrochen, so dafs dadurch eine Rinne unter der Insertions- stelle des Mundsaums gebildet wird. Kanal sehr kurz, weit offen, et- was zurückgebeugt. Höhe 15, Breite 9. Aufenthalt: wahrscheinlich im indischen Meer. 30. Turbinella iostoma, Nuttal. Die violettmündige W irbelschnecke. Taf. 9. Fig. 1. 2. T. rimata, ovato-acuta, subventricosa, transversim plicata, longitudinaliter striata, flavido-carnea, tubereulis subacutis seriatis, seriis duabus in ultimo anfractu; cauda brevissima; apertura violacea, peristomate intus striato; columella triplicata, plieis obsoletis. Turbinella iostoma. Nuttal. Der vorigen Art in der Gröfse und Bildung sehr ähnlich, leicht zu unterscheiden aber durch die zwei Höckerreihen der Hauptwindung, die violette Mündung und die gestreifte Innenseite des Mundsaums. Das Ge- häuse ist eiförmig, etwas bauchig, fast glanzlos, gelblich - fleischfarben. Das Gewinde ist fast so hoch als die Hauptwindung, die sechs Windun- 37 gen sind gewölbt, oben eingedrückt, längsstreifig, quergefurcht, mit einer Reihe von rundlichen ziemlich starken Höckern, die vorletzte Windung zeigt an der Basis eine zweite Reihe etwas flacher Höcker; die Naht ist wenig vertieft, wellenförmig. Hauptwindung bauchig, unten stark verschmälert, oben stark eingedrückt, wellig linirt, die übrige Fläche mit welligen schmalen Furchen, stark querfaltig, die Falten auf der vorra- gendsten Stelle unter dem Oberrand mit zwei zusammengedrückten stumpf- spitzigen Höckern. Mündung röthlich-violett, rundlich, fast eiförmig, un- ten in den kurzen, weit offenen, etwas zurückgebeugten Kanal überge- hend; Mundsaum zugeschärft, gekerbt, innen faltenartig gestreift; Spin- delsäule corvex; Umschlag gering, unten lostretend, eine schmale Na- belritze offen lassend; Spindelwulst höckrig, steil absteigend. Höhe 13, Breite 10. Aufenthalt: an den Küsten von Caiifornien. (Mitgetheilt von Dr. v. d. Busch.) 31. Turbinella ocellata, Gmelin. Die geäugelte Wir- belschnecke. Taf. 10. Fig: 8. 9. T. testa ovato-acuta, nodulifera, rufa aut nigrieante; ultimo anfractu superne nodis remotis albo coronato; columella triplicata. Chemnitz, Conchyliencab. 4. t. 124. f. 1160. 1161. Buccinum ocellatum. Gmelin Linne, 1V. p. 3488. n. 73. FT 7 Schröter, Einl. 1. p. 367. n. 41. Mir Zr Dillwyn, Cat. 2. p. 624. n. SS. Turbinella ocellata. Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 110. p. 23., deux Edit. par. Deshayes. Tom. IX. p. 388. n. 23. == = Kiener, Cogq. viv. genre Turbinelle. p. 41. n. 29. pl. 21. f. 4. Eine der kleineren Arten; das Gehäuse ist unregelmäfsig eiförmig, zugespitzt, mäfsig dick, rothbraun oder schwarzbraun. Das Gewinde ist kegelförmig, niedriger als die Hauptwindung, die sechs Windungen sind gewölbt, in der Mitte stumpf kielartig heraustretend, auf dieser Erhö- 38 hung stehen weifse knotenförmige, bis an den Rand der nächstfolgenden Windung herabgehende Höcker, die Naht ist leicht wellenförmig, kaum vertieft. Hauptwindung grofs, bauehig, unten stark verschmälert, mit kurzem Schwanz, die Fläche ist fein längsstreifig und trägt fünf Reihen von weilsen Höckern, die der ersten Reihe sind sehr grofs, die der übri- gen Reihen nehmen nach unten immer mehr an Gröfse ab, die Basis zeigt einige grofse flache Furchen. Mündung etwas grofs, länglich, fast eiförmig, unten in den weiten kurzen Kanal übergehend; Mundsaum oben stumpfwinklich, stumpf zugeschärft, unten abgerundet, der Innenrand schwarzbraun gefleckt, der Gaumen längsfaltig. Spindelsäule fast gerade, mit geringem weilsen Umschlag und drei fast gleichgrofsen Falten. Höhe 12’, Breite 8. | Aufenthalt: ? I 32. Turbinella variolaris, Lamarck. Die blatterige W irbeischnecke. Taf. 9. Fig. 4. T. testa ovata, abbreviata, tubereulato-nodosa, nigricante; ultimo anfractu su- perne tuberculis crassis obtusis confertis nodiformibus albis coronato; spira conoidea, nodulosa, obtusa; columella quadriplicata. Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 110. n. 22., deux Edit. par. Deshayes, Tom. IX. p. 388. n. 22. Kiener, Cogq. viv. genre Turbinelle. p. 13. n. &. pl. 21. f. 1. Anton, Verzeichn. p. 71. n. 2448. Gehäuse klein, diekwandig, fast verkehrt kegelförmig, bauchig; das Gewinde ist sehr kurz, breit kegelförmig, stumpfspitzig, die sieben Win- dungen sind gewölbt, in der Mitte kielförmig erhöht, braun, fein längs- streifig, mit einer Reihe von weilsen, rundlichen, blatterartigen Höckern, welche unten den Rand der nächsten Windung berühren. Naht etwas wellig, kaum vertieft. Hauptwindung grofs, verkehrt kegelförmig, unten sehr schmal, mit sechs bis acht Querrippen, die mit grofsen, nach unten abnehmenden, runden, fast zusammenstofsenden weilsen Höckern reihen- 39 weise besetzt sind; die zwei obern Reihen, so wie die zunächst der Spindelwulst, tragen die gröfsten Höcker. Mündung länglich, blafsroth, unten unmittelbar in den sehr kurzen Kanal übergehend; Mundsaum dünn, stumpf zugeschärft, oben winklich, fast gerade heraustretend, dann schief absteigend mit einigen Einkerbungen; Spindelsäule fast gerade, sehr lang, etwas zurücktretend, mit in der Mitte breiterem, weilsen Um- schlag und vier Falten, wovon die beiden oberen weit gröfser. Spin- delwulst gefurcht, sehr steil absteigend. Höhe 11, Breite 8. Aufenthalt: ? 35. Turbinella spinosa, Martyn. Die stachliche Wirbel- schnecke. Taf 10.200 REieIaN 3. T. testa ovato-turbinata, transversim plieata, longitudinaliter striata, castanea, albo-unifasciata; anfractibus angustis in medio carinato-spinosis, ultimo basi carinato; cauda brevi, basi perforata; apertura violacea, columella quadriplicata. Buceinum spinosum. Martyn, Univ. Conch. t. 4. Murex colombarium. Chemnitz, Conchyliencab. 10. p.284. t. 169. f. 1637. 1638. _ _ Gmelin Linne, IV. p. 3559. — — Dillwyn, Cat 2. p. 738. n. 114. Turbinella spinosa. Deshayes, Lamarck Hist. nat. deux Edit. Tom. IX. p: 392. n. 29. Gehäuse ziemlich robust, auffallend verkürzt in der Unterhälfte, ei- förmig, beiderseits verschmälert, querfurchig. Das Gewinde ist fast so hoch als die Hauptwindung, stockwerkartig abgesetzt, stumpflich; die sieben Windungen sind niedrig, die Oberhälfte dachförmig, schief ver- flacht, kastanienbraun, die untere fast senkrecht, weils, die ganze Fläche derselben ist mit parallelen, durch die Querrippen welligen, vertieften Längslinien belegt, die Mitte der Windungen ist kielförmig stark erhöht, die Erhöhungen durch die Querrippen getheilt und dadurch fast zahnför- mig. Hauptwindung bauchig, unten stark verschmälert, längsstreifig, die Basis durch die Querfurchen und Längsstreifen fast warzenförmig gra- 40 nulirt, der Obertheil ist dachförmig, kastanienbraun, darunter zieht sich ein weilses Längsband weg, welches beiderseits durch zahnförmige Er- höhungen begrenzt wird, der übrige Raum ist tiefbraun, mit einer oder zwei weifsen Linien, auch die Basis ist weils, der Schwanz abgerundet und sehr kurz. Mündung länglich eiförmig, etwas klein, violett; Mund- . saum oben schief heraustretend, eckig, nach unten etwas gekerbt; Spin- delsäule concav, mit vier kleinen Falten, Umschlag hellviolett, schmal, dicht anliegend. Höhe 19“, Breite 12. Aufenthalt: an den Küsten der Freundschafts - Inseln. 34, Turbineila carinifera, Enceyelop. Die kieltragende Wirbelschnecke. Taf. 9 Fig. 7% T. testa fusiformi-turrita, carinato-muricata, transverse costata, longitudinaliter suleata, luteo-rufescente; anfractibus medio augulato-carinatis, tubereulatis; cauda perforata, sulcato-scabra; spira breviore. Fusus cariniferus. Encyel. meth. pl 423. f. 3. Turbinella carinifera. Lamarck, Hist. nat. Tom. VII. p. 108. n. 16., deux Edit. par Deshayes. Tom. IX. p. 385. n. 16. _ _ Anton, Verzeichn. p. 71. n. 2445. —_ _ Kiener, Cog- viv. genre Turbinelle. p. 23. n. 15. pl. 13.8 1. Gehäuse länglich, spindelförmig, bauchig, gethürmt, beiderseits ver- schmälert, gelbroth oder kastanienbraun, wenig glänzend. Das Gewinde ist niedriger als die Hauptwindung , kegelförmig, zugespitzt, der Wirbel abgerundet; die neun Windungen sind etwas abgesetzt, flachgewölbt, der obere Theil ist dachförmig abgeflacht, fein längsstreifig, die Streifen genähert, von feinen Querstreifen durchkreuzt, der untere Theil einer jeden Windung ist gewölbt und trägt zwei, durch die rippenartigen Quer- wülste wellenförmige Längskiele, welche durch tiefe Furchen getrennt sind. Die Hauptwindung ist länglich, bauchig, unten plötzlich verschmä- lert, oben breit dachförmig abgeflacht, der unten angrenzende Theil trägt drei Kiele, von denen der untere höher und durch eine tiefere Furche 41 getrennt ist. Der Basilartheil ist schief Jängsgefurcht und fein gestreift, die Spindel- wulst ist flach und schliesst einen tiefen Nabel ein. Mündung eiförmig, weisslich, der Canal lang, weit offen; der Mundsaum ist oben stumpfeckig, unten flach ge- kerbt, die Spindelsäule ist concav, oben schwielig, mit drei breiten Falten, der Um- schlag ‚ist schmal, dicht anliegend, unten lostretend. Höhe 2‘ 5‘, Breite 14°. Aufenthalt: im indischen Meer. Kiener und Deshayes ziehen zu dieser Art T. recurvirostra Wagner, aber wohl mit Unrecht. Recurvirostra ist schlanker, viel undeutlicher gestreift, die Längskiele sind we- niger deutlich, der Basilartheil hat statt der Falten drei starke Längsrippen, der Schwanz ist verschmälert und nach rechts gekrümmt. Bevor genauere Untersuchungen stattgefunden haben und Uebergänge zwischen beiden Formen aufgefunden wurden, wird recurvirostra wohl als Art bestehen müssen. 35. Turbinella clathrata, Valenciennes. Die gegitterte Wirbel- schnecke. Tat. 9. Fig. 5. T. testa perforala, oblonga, buceiniformi, cancellata, albida, apice acuminata, transversim tenue plicata, longiludinaliter regulariter siriato-rugosa; anfractibus convexiusculis, cauda brevi; apertura ovala, perisioinate intus sulcato, columella quadriplicala. Kiener, Coq. viv. genre Turbinella p. 46. nr. 33. pl. 18. fl. 4. Eine kleine, mit incarnata und elegans verwandte Art. Das Gehäuse ist Anm. Bei der Uebernahme der Fortsetzung der Galtung Turbinella sehe ich mich, da schon der grössere Theil erschienen ist, genöthigt, die Gatlung im allen Sinne beizubehalten, obschon dieselbe sehr Verschiedenartiges umfasst und Troschel durch die Untersuchung des Gebisses ihre Unhaltbarkeit nachgewiesen hat. Es haben nämlich die Arten mit schwachen, schrägverlaufenden Falten die Zungenzähne wie die Fasciolarien und müssen die Arten (von den neueren Autoren als Lathyrus, Peristernia, von Swainson als Plicatella abgetrennt) zu Fasciolaria herübergenommen werden. Es verbleiben somit in der Gattung Turbinella nur noch die Arten mit starken horizontalen Falten, und auch hier trennt man vielleicht besser noch die Gruppe der T. cornigera von der von pyrum. Ich werde am Schlusse ‘der Gattung eine syste- matische Uebersicht geben. — Da die Figuren beim Stich nicht immer ganz treu wiederge- geben werden, habe ich die Verlagshandlung veranlasst, in Zukunft lithographische Tafeln zu geben und sind die folgenden von mir oder meiner Frau direct auf den Stein gezeichnet. Fehlt denselben auch die künstlerische Vollendung, so hoffe ich diesen Mangel wenigstens theilweise durch den erhöhten wissenschaftlichen Werth zu decken und werde mich :bemühen, mit zunehmender Uebung immer bessere Figuren zu liefern. Sept. 1373. Kobelt. IN. 3. © 42 länglich eiförmig, diekwandig, mattglänzend, milchweisslich, röthlich angeflogen. Das Gewinde ist hoch, kegelförmig zugespitzt, die sieben Windungen sind mässig hoch, flach gewölbt, quergerippt, die Rippen von erhöhten Längsstreifen durchkreuzt, welche auch über die Rippen weglaufen. Die Hauptwindung ist bauchig, länger als das Gewinde, in einen sehr kurzen, schmalen Schnabel auslaufend, die Fläche zeigt ebenfalls die Querrippen und Längsstreifen; die Spindelwulst ist etwas undeutlich und schliesst eine tiefe Nabelöffnung ein. Mündung länglich, fast schmal eiförmig, unten in den kurzen Canal übergehend; Mundsaum innen faltig, der Rand verdickt, an der Innenseite tief gekerbt. Spindelsäule concav, mit schmalem Umschlag und vier kleinen ungleichen Falten. Höhe 1‘, Breite '.‘. Aufenthalt: ? Anm. Die Abbildung ist nicht sehr gelungen un! zeigt die Querrippen zu breit und stumpf; man sieht in Wirklichkeit auf jedem Umgang 6 Querrippen (Küster). 36. Turbinella smaragdulus, Linne. Taf. 10. Fig. 6.7. Testa globoso-ovata, crassa, solida, laevigata aut obsolete creberrime planilirata, in fundo albo lineis spadiceis aut nigris vel in fundo fusco lineis albis conferlissimis spiraliter picla, transversim subtilissime striata; anfractus septem convexi, spira brevis, basis leviter recurva, apertura intus eburnea, columella arcuata, superne obtuse dentala, subquadriplicata. Long. 42 Mm., lat. 24 Mm., long. apert. 26 Mm. Buccinum smaragdulus Linne Mus. Lud. Ulr. p. 610. nr. 264. — _ Syst. nat. ed. XII. p. 1203. nr. 468. — rusticum Gmelin p. 3486. nr. 69. Turbinella rustica Lamarck nr. 13. —_ smaragdulus Deshayes-Lamarck ed. Il. p. 383 note. — —_ Reeve Conch. icon. Turb. pl. I. nr. 18. = rustica Kiener Coq. viv. genre Turb. nr. 27. pl. 19. fig. 1. Lagena crassa Schumacher Nouv. syst. p. 240. Gehäuse aufgetrieben eiförmig bis fast kugelig, mit kurzem, scharf zugespitz- tem Gewinde. Die sieben gewölbten Umgänge sind durch eine einfache Naht ver- einigt; der letzte nimmt reichlich zwei Drittel des Gehäuses ein und setzt sich nach unten in einen kurzen, leicht rückwärts gebogenen Stiel for. Die Umgänge sind der Länge nach mit feinen, dichtstehenden Streifen gezeichnet, die mitunter, beson- ders nach der Basis hin, leicht erhaben sind; dieselben sind dunkel auf weisslichem 43 Grund oder häufiger gelblich braun oder weisslich mit breiteren dunklen Zwischen- räumen. Die Oberfläche zeigt eine feine Strichelung in der Richtung der Anwachs- streifen, fühlt sich aber trotzdem glatt an. Die Mündung ist ziemlich klein, oval, nach oben und unten verschmälert, rein elfenbeinweiss; nur das Ende des kurzen Canals ist dunkel gefärbt, mitunter steht auch auf der Spindel ein dunkler Fleck. Der äussere Mundrand ist schneidend, den Streifen der Oberfläche entsprechend ge- zackt und gelärbt; er verdickt sich nach innen zu rasch und an dieser Lippe enden die zahlreichen feinen Gaumenstreifen. Die Spindel ist stark gebogen, unten abge- flacht; sie trägt oben nahe der Eirfügung des Aussenrandes einen stumpfen Zahn, der sich nach innen als schwache Leiste fortsetzt, und unten vier Falten, von denen indess eine nicht selten undeutlich ist. Das Spindelblatt liegt in seiner ganzen Länge fest an und lässt gewöhnlich nicht einmal einen Nabelspalt frei. Aufenthalt: im indischen Ocean, von Neu-Guinea bis zu den Seychellen; Cu- ming fand sie an der Küste von Mindanao unter Steinen in der Tiefwasserlinie. Anm. Dass die bekannte Turbinella rustica Lam. identisch mit dem Buceinum smarag- dulus Linue sei, hat bereits Dillwyn erkannt-und später Deshayes in einer Anmerkung zur zweiten Ausgabe von Lamarck ausgesprochen. Die Figur, welche Linne in der zehnten Aus- gabe cilirt (d’Arge..viile pl. IX. fig. P.) ist freilich ein schlecht gezeichneter Turbo, deren grüne Färbung auf unsere Art durchaus nicht passt, und ich habe die ed. X. gar nicht cilirt; die Beschreibung im Museum Ludovicae Ulricae lässt aber keinen Zweifel übrig und Hanley (Ipsa Linnaei Conchylia S. 253) hat auch wirklich Turbinella rustica Gmelin in der Linne’schen Sammlung als Buccinum smaragdulus vorgefunden. Die Art steht unter den Turbinellen durch ihren vollständigen Mangel an Sculptur ganz isolirt; am nächsten steht sie noch der leucozonalis und ihren Verwandten, die man in neuerer Zeit wieder als Leucozonia abgelrennt hat. Schumacher hatte für diese Gruppe den Namen Lagena vorgeschlagen. Nach Quoy und Gaymard ist jedoch das Thier von dem der T. corni- gera äusserlich nicht verschieden. 37. Turbinella imperialis, Reeve. Tat. 9: Bio. Do. Testa ovato-turbinata, spiraliter sulcata, late umbilicata, fusca, spira conica, anfraclibus angustis tuberculis longiusculis in medio coronalis, ultimo superne basique tuberculis spinifor- mibus muricalo; aperlura angusta, intus alba; columella plieis 4—5 inaequalibus praedita. Long. usque ad 75 Mm., lata ad 50 Mm. Turbinella imperialis Reeve Conch. syst. t. 2. p. 181. pl. 229. fig. 4. — _ Deshayes-Lamarck ed. II. p. 396. nr. 35. — _ Reeve Conch. icon. Pl. V. nr. 28. 6 * 44 Gehäuse weit genabelt, fast dreieckig-eiförmig, aus sechs Umgängen bestehend, die auf der Mitte eine Reihe ziemlich langer, dicker, stumpfer Höcker tragen. Der letzte Umgang trägt ausser dieser Reihe noch an der Basis eine Reihe grosser, schuppenförmiger Knötchen, ähnlich wie T. ceramica. Zwischen den beiden Reihen verlaufen in ziemlich gleichen Abständen fünf, bisweilen auch nur vier starke Spi- ralfurchen. Farbe bräunlich, hie und da mit weisslichen Zeichnungen, nach der Spitze hin meistens abgerieben. Mündung schmal, unregelmässig geformt; Aussen- rand dick; die Spindel ist wenig gebogen, mit vier oder fünf querlaufenden, un- gleichen Falten. Die Mündung ist fast rein weiss, nur auf der Spindelplatte ist ein grosser, brauner Flecken. Diese schöne Art hat viel Aehnlichkeit mit Turbinella cornigera Lamarck, doch ist eine Verwechslung nicht leicht möglich. Aufenthalt: auf dem Korallenriff von Kagayen an der philippinischen Insel Mindanao (Cuming). \ 38. Turbinella cassidiformis, Kiener. Die helmförmige Wirbel- schnecke. Taf. 9. Fig. 10. Testa ovato-turbinata, crassa, ponderosa, ventricosa, suleis squamosis spiraliter cincta, albo - grisea, epidermide fusco - brunnea; spira brevis, conica; aniraclus seplem supra plani, carinali, tuberculis elongalis, spiniformibus, muricatis; labro dextro plicato, superne subdilatato; columella crassa, triplicata. Long. 75 Mm., lat. max. 55 Mm., long. apert. 6& Mm. Turbinella cassiformis Kiener Coq. viv. genre Turbinelle nr. 13. pag. 20. pl. IX. fig. 1. E cassidiformis Deshayes-Lamarck ed. II. p. 39. _ — Reeve Conch. icon. Turb. pl. VI. nr. 32. Gehäuse manchen Arten von Cassis oder von Strombus im Gesammthabitus ähnlich, schwer und solide; der letzte Umgang nimmt */, des Gehäuses ein und die grösste Breite liegt in Folge davon weit oben. Die fünf ersten Umgänge bilden ein spitzes, kegelförmiges Gewinde und tragen auf der Mitte eine Reihe spilzer, schuppenartiger Höcker. Auf dem letzten Umgange werden dieselben förmliche Stacheln; derselbe trägt ausserdem eine Anzahl ebenfalls schuppenbedeckter Spiral- rippen, von denen die untersten durch stärkere Entwicklung der Schuppen ausge- 45 zeichnet sind. Die Mündung ist lang und schmal, im Inneren braun gefärbt; in dem oberen Winkel zieht sich eine tiefe Furche bis an den Rand. Die Columella trägt etwa in der Mitte drei starke Falten: sie ist unten stark abgeplattet, wie bei man- chen Purpura-Arten. Der Mundrand ist sehr dick abgeplattet, selbst etwas nach aussen umgeschlagen, und unregelmässig gefurcht. Deshayes erwähnt eine Varietät mit weisslicher Mündung. Aufenthalt: der atlantische Ocean an den Küsten von Brasilien, speciell Bahia; nach Reeve auch Westindien. 39. Turbinella cerata, Gray. Tafe9sa.) Eigs 12. Testa oblonga, utrinque conica, rubro-fusca, apice acuminalo, siriis Iransversim lenuissimis et lineis spiralibus elevatis regulariter ornata; anfractibus 9 in medio angulato - tuberculatis, supra subplanulatis, tuberculis sulcis regularibus separatis; anfraclus ultimus infra carina co- stulis 6—7 tuberculatis ornatus; apertura angulato-ovata, alba, in fauce lineis elevatis subaequa- libus munita; columella subquadriplicata. Long. 65, lat. max. 35 Mm., long. aperturae (canali incluso) 35 Mm., canalis 16 Mm. Turbinella cerata Gray in Griffith, the animal kingdom pl. 41. fig. 5. — — Kiener Cog. viv. genre Turbin. pag. 25. pl. XV. fig. 1. — — Reeve Conch. icon. Turbinella nr. 37. Gehäuse lang-eiförmig, in der Mitte gekielt und nach beiden Seiten kegelför- mig abfallend, mit sehr scharfer Spitze. Neun durch eine flache, wenig bezeichnete Naht vereinigte Umgänge, in der Mitte mit einer Reihe von. oben nach unten zu- sammengedrückter Knoten versehen, deren Spitzen meistens weiss erscheinen; der letzte Umgang trägt unterhalb dieser Reihe noch 5—6 erhabene Furchen, die eben- falls mehr oder minder deutliche Knötchen tragen; selbst an den untersten sind dieselben noch, wenn auch in geringerem Grade, wahrnehmbar. Der letzte Umgang ist länger als das Gewinde. Ueber der Knötchenreihe sind die Umgänge einge- drückt und abgeplatte. Das ganze Gehäuse, besonders deutlich der leizte Um- gang, zeigt sehr regelmässige, feine Spiralfurchen; ausserdem ist dasselbe mit sehr feinen Linien in der Richtung der Zuwachsstreifen gezeichnet: Die Mündung ist eiförmig mit winkligem Aussenrand und setzt sich nach unten in einen ziemlich langen Canal fort; in ihrem Grunde stehen nicht ganz regelmässige erhabene Leist- chen, die nicht weit nach vornen gehen. Die Spindel ist ziemlich gebogen, oben 46 mit einer kleinen Schwiele, unten mit drei stärkeren unteren und einer schwächeren obersten Falte; der Umschlag ist dünn und in seiner ganzen Länge fest angedrückt. Der Mundrand ist schneidend, der Knotenreihe entsprechend winklig gebogen. — Farbe der Muschel hellbraun, in den Furchen zwischen den Knötchen und in dem Eindruck über denselben dunkler, die Spitzen der Knötchen meist weiss; Mündung und Spindel rein weiss. Aufenthalt: an der Westküste von Centralamerika, durch Dupetit- Thouars bei Mazatlan, durch Cuming und Andere bei Panama gesammelt. 40. Turbinella triserialis, Lam. var. Taf. 9a. Fig. 3. 4. Im Journal de Conchyliologie (1865. XIII. p. 316. 414. pl. XIV. fig. 1.) hat Crosse eine Turbinella unbekannten Fundortes abgebildet, die sich von T. triserialis Lam. durch schlankere Figur und den Besitz von vier Knötchenreihen auf dem letzten Umgang auszeichnet; er nennt sie T.Hidalgoi. Das abgebildete Exemplar, der Lischke’schen Sammlung angehörend, entspricht in der Rückenansicht vollkom- men der cilirten Figur, aber von vornen gesehen trägt es nur die normalen drei Reihen. Da es auch in der Form sich zwischen die bauchigere Normalform und die Crosse’sche Art stellt, wird diese unhaltbar und muss als Varietät zu der La- marck’schen Art gestelli werden. Ein anderes Exemplar, der Sammlung des Herrn H. Arnold in Nordhausen angehörig, hat ebenso vier Knötchenreihen, wie T. Hi- dalgoi, aber ganz die bauchigere Gestalt der ächten triserialis und ein auffallend dickes Gewinde. Ich bemerke bei dieser Gelegenheit, dass Herr Geheimrath Lischke die T. tri- serialis, deren Vaterland weder Lamarck, noch Kiener, noch Reeve kennen, direct von den Inseln des grünen Vorgebirgs erhalten hat. Somit wird Menke’s Angabe (Zeitschr. f. Malac. 1853 p. 78), dass sie an der Insel St. Vincent vorkomme, be- stätigt. 41. Turbinella subnassatula, Souverbie. Taf. 9a. Fig. 7. 8. „Testa subventroso-fusiformis, solida, utrinque attenuata, sordide alba, in ultimo anfractu subinconspicue rufulo-tribalteata, intus subrosaceo-violacea; anfr. 9, sutura profunda discreli, 47 spiraliter rude costulati, costula minore interjacente; superi suhconvexi, transversim obluse subcostati; ultimus convexus, in caudam brevem, sublatam, postice subrecurvam desinens et canalem aperturalem formans. Apertura ovato-oblonga, fauce sulcata; margine dextro acuto, denticulato, columellari exacte appresso, inlus prope canalem 2—3 plicis transversis, minutis munito. Long. 40 Mm., lat. 21 Mm., apertura (canali excluso) 12 Mm. longa, 8 lata.“ Journ. Conch. XX. 1872. p. 50. pl. I. fig. 2. Gehäuse bauchig - spindelförmig, fest, nach oben und unten verschmälert, schmutzig weiss mit drei undeutlichen röthlichen Binden auf dem letzten Umgang, in der Mündung violett mit röthlichem Schein. Neun Windungen, durch eine tiefe Naht geirennt, mit zahlreichen vorspringenden Spiralrippen, zwischen denen immer kleinere liegen; sie werden von sehr deutlichen Zuwachsstreifen gekreuzt. Die oberen Windungen sind schwach convex, mit stumpfen Querrippen, die auf dem vorletzten Umgang undeutlich werden und auf dem letzten ganz verschwinden. Der letzte Umgang ist gewölbt und endigt in einen kurzen, ziemlich weiten, schwach nach hinten gekrümmten Stiel. Mündung länglich-eiförmig, im Inneren gefurcht bis an den schneidenden, durch die Spiralrippen leicht gezahnten Mundrand. Spindel- blatt fest anliegend mit zwei bis drei Querfalten. Aufenthalt: an der Insel Art, im neucaledonischen Archipel von Montrouzier gesammelt. Da es mir nicht gelungen ist, ein Exemplar zur Ansicht zu erhalten, copire ich Beschreibung und Figur aus dem Journal de Conchyliologie 1. c. 42. Turbinella nodata, Martyn. Taf. 9. Fig. 9. Testa elongato-fusilormis, spira turrita, laevigala, canali spiraliter lirato, liris distantibus, umbilicata; anfractus angusti, superne impressi, medio tuberculis grandibus, laevibus, tumidis, obtusis cingulati, ullimus canali longo terminatus; aperlura ovalo -oblonga, columella crassa, eylindrica, triplicata; fulvo-rosea, epidermide tenui cornea induta, intus pulcherrime rosea. Long. 65 Mm., lata 25 Mm. Buccinum nodatum Martyn univ. Conch. pl. 51. Turbinella rigida Gray in Wood ind. N suppl. pl. 5. fig. 3 — Reeve Conch. syst. t. 2. p. 180. pl. 229. fe. 3. — nodata Deshayes-Lamarck ed. a p- 389. nr. 25. _ — Reeve Conch. icon. pl. V. nr. 27. Diese schöne Art, obwohl bereits von Martyn ausgezeichnet abgebildet, wurde 48 lange von den Conchyliologen übersehen und sogar von Gray neu benannt, bis Deshayes den älteren Namen wieder einführte. Sie steht in Form und allgemeinem Habitus der Turbinella infundibulum am nächsten, ist aber gut von ihr verschieden. Das Gehäuse ist lang-spindelförmig und zum grösseren Theile ganz glatt, nur der Stiel zeigt kleine, entfernt stehende Rippen. Die neun langsam zunehmenden Um- gänge sind unter der deutlichen Naht etwas eingedrückt und tragen dann eine Reihe grosser, glatter, stumpfer Höcker. Die Farbe ist ein gelbliches Rosa, die der Epi- dermis hornbraun. Die ziemlich enge Mündung setzt sich nach unten in einen lan- gen, engen Canal fort; sie ist wie dieser im Inneren schön rosenroth; der Mund- rand ist scharf und schneidend, die Columella dick, cylindrisch, mit drei kleinen Querfalten. Aufenthalt: Panama ia Felslöchern an der Tiefwasserlinie (Cuming); Deshayes gibt, wohl irrthümlich, Neuholland an. Anm. Unsere Figur lässt manches zu wünschen übrig, namentlich sind Spirallinien ge- zeichnet, die nicht existiren, und sind auch die Rippen des Stiels zu stark ausgefallen. 43. Turbinella castanea, Reeve, Taf. 9 a. Fig. 5. 6. Testa elongato-fusiformis, solida, spira acuminala, basi in canalem leviter recurvum elon- gata; leviter costala, vel obsolele striata, basi lirata; anfractus novem parum convexi trans- versim minutissime striati et peculiariter rude plicato-costali; apertura ovata, intus alba, regu- lariter granulato-striata; columella triplicata; rufescente-aurantia, epidermide cornea vivide castanea polita induta. Long. 55 Mm., lat. 20 Mm., long. aperturae (canali incluso) 30 Mm,, canalis 18 Mm. Turbinella acuminata Gray in Wood Ind. testac. (non Kiener). —_ castanea Reeve Conch. icon. Turb. pl. V. nr. 26. Eine eigenthümliche Art, die sich von allen anderen Turbinellen leicht durch die eigenthüwlichen Längsfalten und die Farbe unterscheidet; im Habitus erinnert sie an die vorige Art, mit der sie auch den Fundort theilt, sowie an die ebenfalls centralamericanische T. spadicea Reeve. Das sehr solide Gehäuse ist lang-spindel- förmig, mit neun kaum gewölbten und nur schwach von einander abgesetzten Win- dungen, die in eine scharfe Spitze auslaufen. Sie sind in höchst eigenthümlicher Weise quergefaltet; die Rippen sind nur sehr wenig gebogen; sie flachen sich nach der Nabt hin ab, so dass die Furchen dazwischen hier. fast ganz verschwinden, und 49 schwellen dann über der Naht wieder plötzlich an. Die Spiralsculptur ist nur wenig entwickelt; eine stärkere Rippe läuft dicht unter der Naht her, dann folgen eine Anzahl kaum erhabener, die über die Querrippen hinlaufen, und erst beim Beginn der Verschmälerung treten stärkere scharfkantige Spiralrippen auf, zwischen denen feinere Linien laufen. Die Farbe ist orangeroth, aber durch die ungewöhnlich fest aufsitzende Epidermis erscheint sie meistens glänzend kastanienbraun. Die Mündung ist ziemlich klein, rein weiss, im Inneren mit einer Anzahl erhabener Rippen, die durch Querfurchen in lauter kleine Knötchen zerfallen. Der Mundrand ist scharf, leicht gekerbt; die Spindel ist gebogen, oben mit einem stumpfen Zahn, unten mit 2—3 starken Falten, das Spindelblatt in der ganzen Länge festanliegend. Canal eng und gerade, unten nach hinten gebogen, im Inneren rein weiss. Aufenthalt: in Felslöchern bei Panama, entdeckt von Cuming (Lischke’s Sammlung). Anm. Gray und ihm folgend Reeve in der Conchologia systematica nehmen unsere Art für die in der Form allerdings ähnliche T. acuminata Kiener,. die sich aber durch andere Stellung der Falten und schärlere Spiralsculptur sowie in der Färbung genügend unterscheidet. Reeve hat übrigen; diesen Irrihum in der Conchoiogia iconica selbst verbessert. 44. Turbinella stigmataria, A. Adams. Mabı 9la. "Bis. 11512. „I. testa ovato-fusiformi, albida, serie macularum castanearum ad suluras et in medio an- fractus ullimi cingulata, spiraliler lirata, transversim fortiter plicata, plicis rolundis; spira ‘ acuminala, apice atro-purpureo; anfraclibus novem convexiusculis, leniter accrescenlibus, ultimo testae dimidiam vix superante; apertura ovali, columella anlice plicis qualuor parvulis instrucla; canali brevi; labro intus lirato.“ Long. testae 22, latit. 10 Mm., long. aperlurae (canali incluso) 10 Mm. Peristernia stigmataria A. Adams in Proceed. zool. Soc. 1854. p. 313. Gehäuse ei-spindelförmig, ziemlich dünnschalig, weisslich, mit einem Gürtel dunklerer Flecken oberhalb der Naht und längs der Mitte des lelzten Umganges; auch die Spitze und der unterste Theil des Schnabels nebst dem Ende des Canals sind dunkel purpurfarbig. Die neun Windungen sind der Länge nach ziemlich dicht gerippt, ich zähle auf dem letzten Umgang etwa 18 Rippen, und tragen starke, runde Querfalten, die in der Mitte am höchsten sind. Die Spiralrippen sind der Länge nach fein gekörnt; zwischen zwei stärkeren liegt immer noch eine schwächere, 1173: 7 50 ebenfalls gekörnte.e Die Naht ist deutlich und durch die Querrippen crenulirt. — Mündurg klein, eiförmig; Spindel oben mit einem stumpfen Zähnchen, unten mit vier schwachen Falten; Mundrand scharf, den Rippen entsprechend crenulirt und inwendig mit Rippen versehen, die bis an den Rand laufen. Canal kurz, ziemlich eng und tief; das Spindelblatt liest fest an und lässt nur einen schmalen Nabelritz offen. Aufenthalt an den Sandwichs-Inseln, entdeckt von Dr. Newcomb. Das abge- bildete Exemplar gehört der Dohrn’schen Sammlung an und stimmt genau mit der Adams’schen Diagnose, so dass hier einmal, eine Ausnahme bei den unzähligen Arten dieses Autors, eine sichere Identification möglich war, ohne Vergleichung mit dem Typus in dem British Museum. 45. Turbinella Carolinae, Kiener. Taf. 9. a. Fig. 9. 10. Testa ovala, subventricosa, buccinilormis, spira acuminata, longitudinaliter coslata, spiraliter sulcata, nodosa, rosea, lasciis brunneis cincta, nodulis albis ornata; anflraclus octo, ultimus spiram vix aequans, basi canali brevi recurvo terminatus; apertura augusta, alba; labrum tenue, intus sulcatum, columella biplicata. Long. 19, lat. 10 Mm., long. apert. 10 Mm. Turbinella Carolinae Kiener Coq. viv, genre Turbinelle nr. 34. pl. XVII, fig. 1. Von dieser schönen Art, die weder Deshayes in der zweiten Ausgabe des Lamarck, noch Reeve erwähnen, erhielt ich ein sehr schönes Exemplar von Lischke; dasselbe ist zwar etwas kleiner, als die Kiener’sche Abbildung, stimmt aber so vollkommen mit ihr und mit der Beschreibung, dass ich nicht daran zweifeln kann, dieselbe Art vor mir zu haben, obschon Herr Lischke sie für die ähnliche aber weit weniger schlanke und oben stumpfe T. lauta Reeve hielt. Dieselbe ist klein, nur 19 Mm. lang, aber solide, mässig bauchig, nach oben in eine scharfe Spitze, nach unten in einen kurzen, engen, rückwärts gekrümmten Canal auslaufend. Die Sculptur ist höchst eigenthümlich. Tiefe Spiralfurchen bilden eine Anzahl von Rippen, vier auf den oberen, eiwa zehn auf dem letzien Umgang; sie stehen nicht sehr dicht bei einander und werden durch Querfurchen, die wie bei elegans schräg über das ganze Gehäuse laufen, in lauter quergerichtete ovale Perlen zer- schnitten. An den oberen Umgängen sind immer die beiden ersten Furchen über 51 der Naht dunkelbraun gefärbt, auf dem letzten die zweite, dritte und vierte, dann folgt eine breitere weisse Furche, und dann wieder drei braune schmälere; auch die Querfurchen sind innerhalb dieser Bänder braun und es entstehen so zwei intensiv braune Binden, aus denen sich die weissen oder röthlichen Perlen reizend abheben. Die Mündung ist eng, unregelmässig geformt, innen weiss; der Mundsaum ist scharf, verdickt sich aber dann zu einer gezahnten Lippe, von der aus starke Furchen nach dem Inneren laufen. Die Spindel ist stark, die beiden Falten seizen sich in die Rippen des Stiels fort; der Umschlag lässt unten eine schwache Nabelritze frei. Fundort unbekannt. (Aus Lischke’s Sammlung). Anm. Diese Art scheint ziemlich verschollen, obwohl Kiener’s Abbildung wirklich gut ist und schon die eigenthümlichen länglichen Perlen zum Erkennen hinreichen. Was die eng- lischen Händler unter dem Namen T. Carolinae verschicken, ist eine ganz andere Art, meist T. lauta Reeve, die im Habitus viel Aehnlichkeit hat, aber gedrungener gebaut ist und eine weit weniger ausgeprägte Sculptur zeigt. Lischke’s Exemplar ist das einzige mir bis jetzt zu Gesicht gekommene. 46. Turbinella lauta, Reeve. Taf. 9a. Fig. 13. 14. Testa ovala, subobesa, solida; canali brevi, leviter recurvo; anfractus septem, sutura parum eonspicua juncti, ultimus dimidiam teslae fere aequans, transversim subobsolete plicato- rostati, spiraliter undique sulcati; apertura parva, canalis angustus, recurvus, longitudinem aperturae aequans, columella arcuata, obsolete biplicata; coccineo-rufa, suleis fuscis, coslis transversis hic illic albis, apertura auranlia. Long. 17, lat. 9 Mm.,, long. apert. 8,5 Mm. Turbinella lauta Reeve Conch. icon. nr. 73. Gehäuse klein, eiförmig, von ziemlich gedrungenem Habitus, mit wenig deut- licher Naht, sich in einen kurzen, etwas rückwärts gebogenen Stiel forisetzend; Spitze ziemlich stumpf. Die Umgänge sind dicht mit Spiralfurchen umzogen und ziemlich deutlich quergerippt, so dass eine ähnliche Sculptur, wie bei T. Carolinae entsteht, Sie bleibt aber immer weniger scharf ausgeprägt, besonders nicht so scharf in Perlen gesondert, die Furchen sind breiter und auch die Rippen stehen nicht so dicht. Die Mündung ist klein, in einen engen, gebogenen Canal verlängert, der ihr an Länge gleichkommt. Spindelrand stark gebogen, mit zwei ganz undeut- lichen Falten. Die Färbung ist röthlich, die Spiralfurchen sind tief braunroth ge- 7* 52 färbt, die Querrippen weiss, so dass das Gehäuse einen recht hübschen Anblick gewährt. Aufenthalt unbekannt; das abgebildete Exemplar gehört mit noch zwei ganz gleichen der nun im von Maltzan’schen Museum befindlichen Gruner’schen Sammlung an. Es ist kleiner, als die (vielleicht vergrösserte) Figur bei Reeve, stimmt aber sonst sehr gul. 47. Turbinella candelabrum, Reeve. Taf. 9 b. Bio. 1. 2. Testa fusiformi-ovaia, spira subturrita, solida, umbilicata; aufractus novem, sutura plana juneti, superne concavi, medio luberculis compressis prominentibus, ultimus biserialim, armali, transversim plicato-costali, spiraliter liris angusüis subacutis eingulali; fusco stirigata, liris al- bidis; apertura ovala, margo exiernus aculus, crenulatus, subangulatus, columella obsolete biplicata. Long. 78, lat. max. 38 Mm., long. aperturae (canali excluso) 22, canalis 20 Mm, Knorr, Vergnügen der Augen VI. Taf. 15. fig. 5 teste Reeve. Turbinella candelabrum Reeve Conch. Icon. Turbinella nr. 9. pl. Il. (auf der Tafel irrthümlich ais Fig. 3 bezeichnet). Diese schöne Art wurde bis zum Erscheinen der Conchologia iconica mit T. polygona verwechselt, mit der sie in der Form und Zeichnung auch ziemlich über- einstimmt. Der Hauptunterschied liegt in der weit schärfer ausgeprägten Sculptur; während bei polygona die Ecken der Querrippen nur breit abgerundet erscheinen, tragen sie bei candelabrum spitze, zusammengedrückte Höcker am oberen und un- teren Ende. Ebenso laufen spiralig um die Windungen erhabene Rippen mit unge- fähr eben so breiten Zwischenräumen, die durch helle gelbliche oder ganz weisse Färbung noch mehr hervorgehoben sind. Das Gehäuse würde mit noch mehr Recht den Namen polygona tragen, als die jelzt so genannte Art. Ein fernerer Unterschied liegt in dem viel weiteren Nabel; freilich scheint hier Variabilität stalt- zufinden, denn von drei mir vorliegenden Exemplaren ist nur das abgebildete so weit genabelt, während die beiden anderen enger, doch immer noch weiter als bei T. polygona erscheinen. Die Spindelfalten sind namentlich an alten Exemplaren nur sehr undeutlich, auch haben meine drei Exemplare nicht mehr als zwei, während sechs Exemplare der ächten polygona, von Jickeli aus dem rothen Meer mitgebracht, drei haben. 93 Die Färbung meiner Exemplare weicht von der des Reeve’schen Typus darin ab, dass die dunklen. Siriemen sich auf die Querrippen beschränken, während die Vertiefungen davon freibleiben, so dass vollständige weisse oder gelbliche Quer- streifen entstehen, die über die ganze Länge der Schnecke hinlaufen. Eine Vereinigung beider Arten geht auch schon wegen des Fundortes nicht: unsere Art wurde von Cuming an der Insei Santa Elena an der Küste von West- columbien in sieben Faden Tiefe in sandigem Schlamm gefunden, während die ächte polygona dem indischen und rotken Meere angehört. Fig. 1 ist nach einem Exem- plar des Senckenberg’schen Museums unbekannten Fundortes, Fig. 2 nach einem Cuming’schen Exemplar aus Lischke’s Sammlung. 48. Turbinella varicosa, Reeve. Taf. 9 b. Fig. 3. 4. Testa elongato- fusiformis, canali breviusculo, anfractus novem, sutura subirregulari separali, parum convexi, spiraliter tenuilirali, costis transversis confertis concenlrice decussatis; apertura oblongo-ovala, columella subquadriplicala; auranlio-albida, costis conspieue caslaneo- fuscis, columella alba, apertura intus aurantio-albida. Long. 60 Mm., lat. 24 Mm., long. aperturae cum canali 30 Mm. Turbinella varicosa Reeve Conch. icon. Turb. pl. Il. nr. 6. Gehäuse langspindelförmig, wenig bauchig, solid, nach unten in einem ziemlich kurzen Stiel verlängert. Neun wenig convexe Umgänge, durch eine deutliche, un- regelmässige Naht getrennt, der obere Theil etwas eingedrückt, so dass die grösste Dicke unter der Mitte liegt. Sie sind der Länge nach von feinen, wenig erhabenen Spiralreifen umzogen und tragen auf jedem Umgang 11—12 starke, concentrisch gebogene, varixartige Querrippen, die durch ihre dunkelkastanienbraune Färbung auf dem hellgelblichen Grunde sehr schön abstechen und der Schnecke ein ganz eigenthümliches, charakteristisches Ansehen geben; sie sind ungefähr eben so breit, als die Zwischenräume. Der letzte Umgang seizt sich in einen kurzen, ziemlich breiten Stiel fort. Die Mündung ist verhältnissmässig klein, länglich-eiförmig, im Inneren roth angehaucht, das Spindelblatt gelblichweiss, mit drei deutlichen und einer schwächeren Falle, fest angedrückt, nur unten eine ganz schwache Nabelritze freilassend, die aber von einer deutlichen Schwiele umgeben ist. Der äussere Mundrand ist den Spiralreifen entsprechend leicht gekerbt. 54 Aufenthalt: In Felsspalten an den Gallopagos - Inseln von Cuming entdeckt. Die Art ist durch ihre charakteristischen dunklen Rippen mit keiner anderen zu, verwechseln; sie ist übrigens keine der häufigsten in den Sammlungen und scheint auf das angegebene Vaterland beschränkt. Das abgebildete Exemplar gehört dem Senckenberg’schen Museum in Frankfurt an. 49. Turbinella gibbula, Gmelin. Tal. 9 Fig. 5. 6. Testa lusiformi-turrita, solida, crassa, laevigata; anfracius oclo, superne concavi, tuber- culis rolundatis obtusis ad angulum, inferne altera serie minore munili; aperlura parva, fauce punctato-striata, columella cylindrica, vix plicala; canali brevi, angusto; ‚lutescens, fasciis au- rantio-rufis vel castaneis angusüs, geminalis cincta. Long. 75 Mm,, lat. max. 37 Mm., long. apert. cum canali 40 Mm. Murex gibbulus Gmelin p. 3557. nr. 125. Fusus filosus Schubert und Wagner p. 156. pl. 234. fig. 4105. _—.— Lam. Encycl. tab. 429. fig. 5. — Hisf. nat. VII. p. 129. ed. Des- hayes p. 454. nr. 21. - — Kiener Coq. viv. Fusus p. 454. nr. 21. Turbinella gibbula Reeve Conch. icon. Turb. nr. 36. pl. VII. Gehäuse plump - spindelförmig, etwas gethürmt, fest und solide gebaut, mit weit offenem Nabel, glatt, nur in der Richtung der Anwachsstreifen fein- gestreif. Die acht Windungen sind durch eine deutliche wenig tiefe Naht ge- trennt, oberher etwas concav eingedrückt und dann von einer Reihe stumpfer, runder Knoten umgeben, die sich nach unten in stumpfe Querrippen fortsetzen, die wieder mit einer Knötchenreihe endigen; sie werden an meinen Exem- plaren gegen die Mündung hin undeutlicher.. Der Stiel ist nur wenig ver- schmälert, durch einen weit offenen Nabel ausgehöhlt. Die Mündung ist lang, aber schmal, im Inneren fein punktirt gestreift, wie bei vielen Fasciolarien, der Aussen- rand einfach, winklig gebogen, der Canal kurz und eng; das Spindelblatt schwach und nur bisweilen kaum erkennbar gefaltet; doch werden die Falten im Inneren deutlicher. Die Färbung ist lebhaft gelb, mit zahlreichen schmalen rothen Binden, die an meinen Exemplaren immer paarweise geordnet sind, wie bei den Fasciolarien; unter der Naht hören sie eine Strecke weit auf und sind durch schwach vertiefte Linien sp) ersetzt. Das Linienpaar zunächst über den Höckern, sowie die beiden unmittelbar darunter liegenden sind verschmolzen und bilden breitere Bänder; auch zwischen den anderen Linienpaaren ist oft die Färbung dunkler. Junge Exemplare zeigen den charakteristischen Nabel nicht, doch ist er mit- unter auch bei ganz grossen weniger entwickelt. Es scheint diese Art nicht unbedeutend abzuändern; Reeve’s Figur ist viel mehr gethürmt, als gewöhnlich, in Folge dessen auch die Mündung verhältniss- mässig kleiner, die Bänder sird kastanienbraun, nicht paarweise geordnet und lassen auch den concaven Theil unter der Naht nicht frei, was bei meinen sämmtlichen Exemplaren der Fall ist. — Ein mir vorliegendes Exemplar aus dem Senckenberg’- schen Museum hat auf dem Stiel drei scharfrückige Rippen, B Aufenthalt: Neuholland, entdeckt von der Baudin’schen Expedition. Diese eigenthümliche Art, im Habitus der Fasciolaria lignaria des Mittelmeeres einiger- massen ähnlich, zeigt für gewöhnlich im ausgewachsenen Zustande keine Spindelfalten, und wurde deshalb von Lamarck zu Fusus gestellt. Bei jüngeren Exemplaren sind aber meistens zwei schwache Falten deutlich erkennbar nnd Deshayes ;hat dieselben durch Aufbrechen des Gehäuses auch bei erwachsenen nachgewiesen. Es muss deshalb die Art bei Turbinella stehen. 50. Turbinella prismatica, Martyn. Taf. 9 b. Fig. 7. 8. Testa ovato-turrila, crassa, basi in canalem brevem, subrecurvum terminata; anfractibus octo parum convexis, sulura parum conspicua sejunclis, transversim plicalo-costalis, spiraliter tenuissime strialis et liralis, liris subinterruptis, super costas magis conspicuis, nigricantibus, inaequalibus; apertura parva, supra lamella conspicua, infra plicis tribus munila; albida, liris nigris, apertura hepalica, plicis albis, in aqua magnifice iridescens. Long. 50 Mm., lat. max. 20 Mm., long. anfr. ultim. 23 Mm., lat. apert. 11 Mm, Buccinum prismaticum Martyn Univ. Conch. vol. II. pl. 2. Turbinella prismatica Reeve Conch. icon. Turb. nr. 25. Martini-Chemnitz Bd. X. p. 284. tab. 169. nr. 1635. 1636. Diese ausgezeichnete Art, bis in die neueste Zeit so selten in den Sammlun- gen, dass Kiener und Deshayes sie ganz übersehen haben und Reeve ein unausge- wachsenes Exemplar, das nicht einmal der Sammlung Cuming’s angehörte, abbilden musste, ist jetzt durch den leider verstorbenen Harper Pease häufiger geworden und es war mir möglich, aus einer grösseren Reihe von Exemplaren das grösste, der Dohrn’schen Sammlung angehörig, abzubilden. 56 Das Gehäuse ist gethürmt eiförmig, schwer und solide, an der Basis in einen kurzen, schwach rückwärts gekrümmten Stiel verlängert; die acht wenig gewölbten Umgänge sind durch eine sehr schwache Naht bezeichnet und nehmen langsam zu, so dass der letzte nicht viel mehr als die Hälfte des ganzen Gehäuses einnimmt. Sie tragen deutliche, besonders auf den letzten Umgängen scharf ausgeprägte Quer- rippen, die nicht regelmässig concentrisch angeordnet sind und mitunter spilzrückig erscheinen. Die Spiralsculptur besteht aus erhabenen Rippen von wechselnder Breite, namentlich scharf auf den Rippen ausgeprägt und an den oberen Umgängen in den Zwischenräumen vollständig unterbrochen, dazwischen laufen noch sehr feine Streifen, 4—6 in jedem Zwischenraum. Die Mündung ist relativ klein, durch die“ stark gebogene *Spindel fast viereckig, in der Tiefe schwach gefurcht; sie setzt sich in einen engen, tiefen Canal fort; der Aussenrand ist den Rippen entsprechend ge- färbt. Die Spindel ist stark gebogen, die Platte sehr dick, fest anliegend, doch bleibt ein Nabelritz, von einem starken Wulst umgeben, frei; oben steht ein starker faltenartiger Höcker, unten drei deutliche, quere Falten. Die Färbung dieser Conchylie ist in trockenem Zustand weisslichgrau, nur hier und da mit einem bläulichen Schimmer; die Spiralrippen sind schwärzlich, die Mündung leberfarben mit weissen Falten, der Aussenrand schwärzlich und weiss gefleckt. Legt man aber die Schnecke für einen Augenblick in’s Wasser, so tritt ein Farbenspiel auf, das schwer zu beschreiben ist; seine Darstellung bei Martyn wird sogar noch von Reeve übertrieben genannt. Zuerst beginnen die Spiralrippen in den prachtvollsten Regenbogenfarben zu schillern, dann auch der Stiel und zu- letzt auch die Zwischenräume, namentlich die zunächst der Naht; vorherrschend ist ein prachtvolles Blau. Ihren Höhepunkt erreicht die Erscheinung, wenn man nach einigen Minuten die Schnecke aus dem Wasser nimmt, das Farbenspiel ist dann wirklich reizend. — Bekanntlich zeigt ausser T. prismalica auch noch T. gemmata Reeve diese Erscheinung, wenn auch in geringerem Grade, von anderen Conchylien ist sie mir nicht bekannt, und nur die Eigenschaft mancher Philippinischen Cochlo- stylen, im Wasser dunklere, gesälligtere Farben anzunehmen, liesse sich damit ver- gleichen. Turbinella prismatica ist zunächst mit T. turrita, craticulata und sanguiflua verwandt und bildet mit denselben eine eigene Gruppe unter den Lathyrusarten. Aufenthalt: an den Freundschaftsinseln; für das abgebildete Exemplar war speciell die Kingsmill-Insel angegeben. — 57 51. Turbinella muricata Born. Taf. 14. Fig. 1. Da die Figuren 5 und 6, auf Tafel I, die aus der ersten Auflage des Conchy- liencabinets zu Turbinella pugillaris Lam. wieder abgedruckt sind, nur wenig cha- rakteristisch sind, habe ich hier zur Vergleichung mit der folgenden Art noch ein sehr schönes Exemplar, dem von Maltzan’schen Museum angehörig, abgebildet, das durch die Entwicklung des Mundrandes der Turbinella caestus sehr nahe tritt, aber auch gleichzeitig den Beweis liefert, dass beide Arten gut unterschieden sind. La- marck sowohl wie Küster nennen die Art genabelt, aber sowohl die Figur 5 auf Tafel I, als das hier abgebildete Exemplar zeigen kaum noch eine seichte Nabel- spalte. Reeve und Kiener bilden genabelte Exemplare ab. Es ist das wieder ein Beweis, welchen geringen diagnostischen Werth die Beschaffenheit des Nabels bei den Turbinellen hat. Dass der Born’sche Name statt des lange Zeit gebräuchlichen Namens T. pugillaris Lam. angenommen werden muss, bemerkt schon Deshayes in der zweiten Ausgabe des Lamarck pag. 379 Note. 52. Turbinella caestus, Broderip. Taf. 14. Fig. 2. Testa turbinata, crassa, ponderosa, spira brevi, acute acuminata, anfractibus iransversim subplicatis, spiraliter profunde sulcatis, superne angulatis, ad angulum fortiter tuberculatis, tu- bereculis rudis, obtusis, tuberculorum seriebus duabus prope basin; plus minusve umbilicata, umbilico crista valde conspicua eircumdato; columella parum arcuata, plicis quatuor inae- qualibus munita; albida, epidermide fusca, crassa, fibrosa, regulariter striata induta. Aper- tura alba vel rufescente-albida. Long. 114, lat. max. 98, long. aperturae (canali incluso) 100 Mm. Turbinella caestus Broderip, Proc. Zool. Soc. 1833. p. 8. — Reeve Conch. Icon. Turb. Nr. 34. Diese stattliche Art hat eine sehr grosse Aehnlichkeit mit der westindischen Tur- binella muricata Born (pugillaris Lam.), als deren pacifisches Analogon sie wohl anzusehen ist, und man könnte sich geneigt fühlen, sie für eine monströse Form derselben zu halten. Doch bleiben die Unterschiede in allen Altersstufen sich voll- kommen gleich und ist somit die Selbstständigkeit der Art ausser allem Zweifel. I. 3. 8 58 Von den fünf Falten von muricata fehlt die zweitoberste, die freilich auch nur klein ist, immer bei unserer Art, die Falten nehmen von oben nach unten regelmässig an Grösse ab. Ein fernerer Hauptunterschied liegt in den Spiralfurchen: bei muri- cata sind sie flach und sehr zahlreich, gegen 20 zwischen beiden Höckerreihen, caesius hat nur fünf breite, tiefe Furchen, die auch durch die Epidermis deutlich sichtbar sind. Ein dritter durchgreifender Unterschied liegt endlich in der Epider- mis: die von caestus ist dicker als die von muricata, sitzt viel fester auf, als bei dieser, so dass sie an sämmtlichen mir voliegenden Exemplaren vollkommen erhal- ten ist, und zeigt unzählige, regelmässige, dichtstehende Zuwachsstreifen, welche der ganzen Conchylie ein eigenthümliches Ansehen geben. Die Spitze ist bei sämmtlichen mir zu Gesicht gekommenen Exemplaren durch Auflagerung von Spon- gien entstellt oder zerfressen. Menke erwähnt in der Zeitschrift für Malakozoologie VII. 1851 p. 17 zwei Varietäten dieser Art, eine kleinere, nur geritzte, mit weissem Spindelrand, und eine grössere, weilgenabelte mit rother Columelle; der Unterschied ist nicht halt- bar, denn man findet sehr häufig weitgenabelte Exemplare mit weisser Spindel, wie das auch bei dem abgebildeten der Fall ist. Aufenthalt: nach Cuming die Bay von Caracas, nach Menke dagegen Mazat- lan; ich möchte den Irrthum auf Seite Cumings suchen; auch Reigen sammelte die Art in Mazatlan; Carpenter führt sie im Catalog der Reigen’schen Sammlung auf und erwähnt auch Cuming’s Angabe, sie fehlt aber in dem Verzeichniss der für Westindien und den stillen Ocean gemeinsamen Arten. — Das abgebildele Exemplar, zu der nun im von Maltzan’schen Museum befindlichen Gruner’schen Sammlung ge- hörig und wahrscheinlich auch aus Cuming’s Hand stammend, trägt den Fundort West-Columbia. Cuming führt noch mehr pacifische Arten mit „Caracas“ auf, viel- leicht liegt an der mexicanischen Westküste auch ein kleiner Ort dieses Namens und wir haben denselben Fall wie mit St. Elena, der auch zu so vielen Verwirrun- gen Anlass gegeben hat. 53. Turbinella Belcheri, Reeve. Taf. 14. Fig. 3. 4. Testa ovato-fusiformis, spira subturrita; anfractus octo, spiraliter subtiliter striati, superne concavi, medio ventricosi, costis transversis et serie duplici tuberculorum cincti, ultimus spira 59 duplice major; apertura ovata, margine externo angulato, acuto, fauce fortiter siriata, colu- mella triplicata, canali apertura breviore. — Alba, Imaculis flammisque vel fasciis interruptis nigris conspicue picta, epidermide lutea induta; apertura alba. Long. 40 Mm., Jat. max. 24 Mm., long. apert. 24 Mm. Turbinella Belcheri Reeve Conch. icon. Turb. Nr. 22. Gehäuse oval-spindelförmig, solid, mit gethürmtem Gewinde und ziemlich scharfer Spitze; acht Umgänge, fein spiralgestreift, durch eine schwache Naht ver- bunden, unter derselben eingedrückt; die oberen tragen eine Reihe spitzer Höcker, deren Spitzen durch eine Furche mehr oder minder deutlich in zwei geschieden sind; der letzte Umgang hat ausserdem noch eine Reihe zusammengedrückter Kno- ten, die an meinen Exemplaren durch schwache Rippen mit den entsprechenden der oberen Reihe verbunden sind, was Reeve in der Diagnose nicht erwähnt. Mündung oval, der Mundrand den Knotenreihen entsprechend kantig gebogen, scharf, der Gaumen und die Innenseite des Mundrandes mit starken, unlerbrochenen Sitrei- fen; Spindel stark gebogen mit drei deutlichen Falten; Umschlag den Nabel voll- ständig schliessend und nur eine flache Vertiefung übrig lassend, die von einem starken Wulst umgeben wird. Färbung weiss mit schwarzen Flecken und Flam- men, die in Binden angeordnet sind; die Knötchen sind weiss; eine schmale unun- terbrochene Binde läuft durch die Furche der oberen Höcker. Mündung weiss, nur der Aussenrand den Fleckenbinden entsprechend gefärbt und das Ende des Ca- nals und des Spindelumschlags schwarz. Epidermis, wenn erhalten, gelblich, dünn. Aufenthalt: auf Riffen an der Coralleninsel Cargados Garajos im indischen Ocean; das abgebildete Exemplar der Lischke’schen Sammlung trägt die Vaterlands- angabe: Liukiu - Inseln. Anm. Diese in ihrer Färbung an Conus marmoreus erinnernde Art ist zunächst ver- wandt mit T. Philberti Recluz und bildet mit dieser, T. picta, angularis, tuberculata, australiensis eine eigene Gruppe. 54. Turbinella lanceolata, Reeve. Taf. 9c. Fig. 5. 6. Testa lanceolata-fusiformis, laevigata, basin versus rude lirata, anfractibus decem, tu- berculis grandis costaeformibus munitis, ad suturam impressis; sutura conspicua, irregularis; anfractus ultimus dimidiam testae superans; apertura parva, fauce tenuistriata, canali longitu- 8*+ 60 dinem aperturae superante; columella plicis duabus subobsoletis munita. — Luteo-albida, fasciis duabus fuscescentibus, interstitiis tuberculorum violacescentibus; apertura vivide violacea. Long. 48 Mm., latit. max. 17 Mm., long. aperlurae, canali incluso, 22 Mm., long. canalis 12 Mm. Turbinella lanceolata Reeve Conch. Icon. Turb. Nr. 12. Gehäuse lang-spindelförmig, glatt, kaum mit feinen Anwachsstreifen versehen, nur auf der unteren Hälfte des letzten Umganges mit rauhen Spiralrippen versehen, zehn Umgänge, durch eine flache, aber deutliche, den Knoten entsprechend gebo- gene Naht vereinigt; die neun ersten bilden ein spitzes Gewinde, das über die Hälfte des Gehäuses einnimmt; sie tragen rippenförmige, starke Höcker, die in der Längsrichtung der Conchylie fortlaufende, etwas gebogene Rippen bilden; doch sind dieselben nicht so regelmässig, um Reeve’s Bezeichnung „continuis* zu rechtferti- gen. Nach unten setzt sich der letzte Umgang in einen ziemlich langen Stiel fort. Die Mündung ist verhältnissmässig klein, nach unten in einen Canal fortgesetzt, der die eigentliche Mündung an Länge übertrifft. Der Gaumen ist gestreift, die Spindel trägt zwei schwache, mitunter kaum sichtbare Falten, Mundrand scharf. — Färbung gelblich weiss mit einem undeutlichen braungelblichen Bande unter der Naht und einem breiteren auf dem letzten Umgang unterhalb der Höcker. Die Zwischenräume der Höcker zeigen einen violetten Anflug, die ganze Mündung ist lebhaft violett gefärbt. Aufenthalt: an den Philippinen auf sandigem Boden (Cuming) das abgebildete Exemplar mit mehreren ganz gleichen gehört in das von Maltzan’sche Museum. Anm. Reeve nennt unsere Art hexagonalis, und bildet auch ein Exemplar mit sehr kan- tigen Umgängen ab; die uns vorliegenden sind sämmtlich gerundet. Sie ist zunächst mit T. nodata verwandt, doch nicht damit zu verwechseln, und bleibt immer viel kleiner. 55. Turbinella fusus, Sowerby. Taf. 15. Fig. 1. „Testa oblongo-fusiformis, crassa, ponderosa, laevigata, anfractibus superne concavo- angulatis, ad angulum subobsolete nodosis; columella quinqueplicata; alba, epidermide crassa, firosa, seriatim cristata induta.* (Reeve). Long. 180, lat. max. 80 Mm., long. apertur 120 Mm. (ex icone). Turbinella fusus Sowerby Tankerville Catal. Append. p. 15. — — Reeve Conch. icon. Turb. Nr. 54. „Gehäuse länglich - spindelförmig, dick, schwer, glatt, die Windungen oben 61 concav eingebogen und schwach knotig an der Kanle; die Spindel mit fünf Falten. Meist mit einer dicken, faserigen, längsgefalteten Epidermis (Reeve).“ Bei der Unmöglichkeit, mir diese auf einem einzigen Exemplare des British Museum beruhende Art zu verschaffen, sehe ich mich genöthigt, Figur und Be- schreibung aus Reeve zu copiren. Die Art gehört zu der kleinen Gruppe der äch- ten Turbinellen und verbindet durch die auftretenden, wenn auch schwachen Höcker die ganz glatten Arten mit scolymus, die jedenfalls eher hierher ge- hört, als zu den stacheligen Arten (cornigera, ceramica etc). Sie mit einer der bekannten Arten zu vereinigen, geht nicht wohl an, obschon die Anzahl der Falten vielleicht auf einer individuellen Ueberbildung beruhen könnte. Ich mache übrigens darauf aufmerksam, dass Reeve die Art „laevigata“ nennt, wäh- rend die Figur auf dem letzten Umgang vier Spiralrippen zeigt, die auch am Rande im Profil sichtbar sind; die kurze Beschreibung sagt leider Nichts darüber. Aufenthalt unbekannt. 56. Turbinella lyrata, Reeve., Taf. 15. Fig. 2. 3. Testa fusiformi-turrita, rufo-fusca, in canalem longum recurvum terminata, solida; an- fractus novem sat convexi, sub sulura undulata impressi, costis transversis regularibus et liris spiralibus elevatis sublilibus confertim cingulati. Apertura parva, in canalem angustum, recur- vum, apertura longiorem elongata; columella obsolete biplicata; labrumn simplex, intus striatum. Long. 58, latit. max. 22. long. aperturae (canali incluso) 30, canalis 17 Mm. Turbinella Iyrata Reeve Conch. icon. Turb. Nr. 13. Gehäuse gethürmt spindelförmig mit langem, gekrümmtem Stiel, ziemlich so- lid; von den vier mir vorliegenden Exemplaren sind drei weit trichterförmig ge- nabelt, das vierte kaum geritzt. Die neun Umgänze sind stark gewölbt, aber zu- nächst unter der Naht concav eingedrückt, die Naht ist deutlich bezeichnet und wellen- förmig gebogen. Die Windungen tragen starke runde Querfalten, durch eben so breite Zwischenräume getrennt, über sie hinweg laufen feine erhabene, sehr dicht stehende Spiralrippen, meistens eine stärkere und eine schwächere wechselnd; auf dem letzten Umgang sind auch die Anwachsstreifen sehr deutlich, so dass eine sehr hübsche Sculptur entsteht. Die Mündung ist klein, gerundet, in einen engen, gekrümmten Canal fortgesetzt, der die Mündung an Länge übertrifft; Mundrand ein- 62 fach, die Innenwand gestreift; die Spindelfalten sind kaum sichtbar. — Die Färbung ist ein einfarbiges helles Rothbraun. Aufenthalt an den Philippinen auf sandigem Grund, von Cuming entdeckt. (Coll. Gruner). Anm. Diese Art wurde von Reeve nach einem unausgebildeten Exemplare beschrieben und nur von der Rückseite abgebildet; ausgewachsene Exemplare haben, wie unsere Fig. 3 zeigt, den eigenthümlich rückwärtsgebogenen Stiel, wie er für T. recurvirostra charakteristisch ist, sich aber auch bei infundibulum findet. Die Verwandtschaft mit diesen Arten veranlasst mich hauptsächlich, unsere Art bei Latyrus zu lassen; die Spindelfalten sind an meinen ausge- wachsenen Exemplaren kaum noch zu erkennen, an einem jüngeren etwas deutlicher. 57. Turbinella sanguiflua, Reeve. Taf. 15. Fig. 4. 5. Testa elongato-ovata, solidiuscula; anfractus octo leniter accrescentes, transversim plicato- costati, costis latis, subdistantibus, spiraliter costati, interstitiis serratim spiraliter strialis, su- tura parum conspicua, subirregulari juncti; ultimus dimidiam testae superans; apertura ovata, canali angusto, recurvo, fauce siriata, columella arcuata, triplicata, margine dexiro simplice. Long. 54, lat. 25 Mm., Long. apert. (canali incluso) 25, canalis 10 Mm. Turbinella sanguiflua Reeve Conch. icon. Turb. Nr. 58. Gehäuse verlängert eiförmig, fast spindelförmig, solid, aus acht wenig abge- setzten, langsam zunehmenden Windungen bestehend, die durch eine flache, aber deutliche, etwas unregelmässige Naht verbunden sind. Sie sind breit quergefaltet, man sieht fünf Falten auf jedem Umgang, die Zwischenräumen sind ziemlich breit, doch schmaler als die Falten. Darüber hinweg laufen gleichweit von einander ent- fernt scharfe Spiralrippen, auf dem vorletzten Umgang vier, auf dem letzten, den Stiel mitgerechnet, gewöhnlich zehn, mit 2—3 scharfen Linien in den Zwischen- räumen. Die Mündung ist ziemlick klein, oval, durch die stark gebogene Columelle fast viereckig, in einen schmalen, gekrümmten Canal fortgesetzt, im Grunde ge- streift; der Mundrand einfach, scharf, die Spindelplatte fest anliegend, so dass kaum ein Nabelspalt bleibt, mit drei oder vier schwachen querverlaufenden Fältchen. Sehr eigenthümlich und charakteristisch ist die Färbung. Die Grundfarbe ist weisslich oder hellgelb, die Zwischenräume zwischen den Falten und zum Theil auch die zwischen den Spiralrippen sind orange- oder blutroth, so dass es aussieht, als sei die Farbe herumgeflossen. Daher der bezeichnende Reeve’sche Name. 63 Aufenthalt unbekannt, jedenfalls innerhalb der Indo -Pacifischen Provinz, wie der ihrer nächsten Verwandten, der T. prismatica Martyn. 58. Turbinella rhinoceros, Chemnitz var. Taf. 16. Fig. 1. — Cfr. Taf. 6. Fig. 2. 3. Die aus der ersten Ausgabe des Conchyliencabinets copirten Chemnitz’schen Originalfiguren 2 und 3 auf Tafel VI sind nach einem kleinen und wenig charak- teristischen Exemplar gemacht, das keinen rechten Begriff von dieser schönen Art gibt. Ich bilde deshalb hier noch einmal ein Prachtexemplar aus von Maltzan’s reicher Sammlung ab, das schönste mir bis jetzt zu Gesicht gekommene. Die Höcker laufen nach unten nicht nur in eine kleine Anschwellung aus, wie gewöhnlich, sondern haben eine förmliche zweite Spitze, eine Erscheinung, die sich auch an mehreren kleineren mir vorliegenden Exemplaren wiederholt. Der Nabel ist durch den Umschlag bis auf einen schmalen Ritz verdeckt. Die Epidermis ist ähnlich der von T. caestus, doch weniger festsitzend. Die Dimensionen unseres Exemplares sind: Länge 82 Mm., grösste Breite 64 Mm. 59. Turbinella armata, Broderip. Taf. 16. Fig. 2. Testa oblongo-ovala, crassa, ponderosa, spira subexserta, tertiam testae partem aequans; anfractibus octo, medio irregulariter liratis et sirialis, superne concavo-impressis, tuberculis fortibus squamatis coronalis, anfractu ultimo tuberculorum serie duplici supra et infra; sutura irregularis, parum conspicua; columella quinqueplicata, plicis alternatim majoribus; margo ex- ternus incrassalus, luberculis nigris geminatis munita; albida, nigro fasciata et maculata, caeru- leoque peculiariter tincta, intus albida. Long. 70 Mm., lat. max. 42, long. aperturae 45 Mm. Turbinella armata Broderip Proc. zool. soc. 1833 p. 8. — —_ Reeve Conch. icon. Turbin. Nr. 29. Gehäuse länglich-oval, solid gebaut, mit ziemlich hohem, ungefähr ein Drittel des Gehäuses einnehmendem Gewinde. Die sieben oberen Umgänge sind mit einer Reihe spitzer Knoten besetzt, die nach unten an Grösse zunehmen, sie sind durch eine flache, unregelmässige Naht verbunden. Der letzte Umgang macht eiwa zwei 64 Drittel des Gehäuses aus, er zeigt zahlreiche ungleiche, scharfe Spiralrippen und irägt oben und unten je zwei Reihen spitzer Höcker, die obere Reihe ist die stär- kere und die Höcker sind schuppenförmig. Die Mündung ist ziemlich klein, oben nur wenig breiter als unten; die Spindel ist nur in ihrem obersten Theile gebogen, sonst gerade oder selbst gegen die Mündung schwach convex; sie trägt fünf stark vorspringende Falten, von denen die zweite und vierte bedeutend kleiner sind, als die anderen, mitunter findet sich noch die Andeutung einer sechsten. Das Spindel- blatt liegt ganz fest auf und schlägt sich namentlich unten weit um, ein Nabelritz ist nicht sichtbar. Der Mundsaum ist von dem der obersten Höckerreihe entspre- chenden Winkel an verdickt und mit fünf Paaren dunkle Höcker verziert, zwischen denen jedesmal eine tiefere Kerbe ist. Die Färbung ist weiss, mit unregelmässigen schwarzen Binden, namentlich einer unter der Naht und einer breiten über der Mitte des letzten Umgangs, sowie mit mehr oder weniger unregelmässigen schwarzen Flecken, zwischen denen hier und da eine eigenthümliche bläuliche Färbung auftritt, die für die Conchylie charak- teristisch ist. Mündung innen gelblich weiss, die Höckerpaare am Mundsaum schwarz, auch am unteren Theile der Spindel ein schwarzer Fleck. Aufenthalt: an der Elizabeth-Insel im stillen Ocean auf Korallenriffen von Cu- ming gefunden (Mus. Senckenbergianum). Anm. Diese schöne Art ist zunächt mit T. ceramica verwandt, bei der sich auch die fünf ungleichen Spindelfalten finden, doch ist sie schon durch die Färbung leicht zu unterschei- den. Alle mir bekannten Exemplare sind ohne Epidermis, haben also nicht die filzige, fest- sitzende Oberhaut, wie T. caestus, muricata, rhinoceros, ein Umstand, der bei der Eintheilung der Turbinellen in natürliche Gruppen von Wichtigkeit sein dürfte. 60. Turbinella tuberculata Broderip. Taf. 16. Fig. 7. 8. Testa fusiformi-turrita, solida; anfractus septem, superne concavo-angulati, spiraliter sub- tililer striati, liris compresso-tuberculatis cingulati; aperlura ovata, labro acuto, lamella colu- mellari appressa, triplicata. Alba, liris et tuberculis caeruleo-nigricantibus, apertura eburnea. Long. 50, lat. max. 28, long. apert. 28 Mm. Turbinella tuberculata Broderip Proc. zool. soc. 1833 p. 7. —_ _ Reeve Conch. icon. Turb. Nr. 42. 65 Gehäuse gethürmt spindelförmig, junge Exemplare im Profil rautenförmig, so- lide und ziemlich schwer; die sieben Umgänge sind unter der Naht concav einge- bogen und bilden dann eine scharfe Kante, die mit zahlreichen, von oben nach un- ten stumpf zusammengedrückten Höckern besetzt ist. Gleiche zusammenhängende Höckerreihen ziehen sich noch in ziemlich gleichen Abständen um die letzie Win- dung, gewöhnlich fünf, doch schieben sich oft noch kleinere dazwischen; eine sie- bente läuft in geringem Abstand unter der Naht. Die Zwischenräume sind von feinen, aber deutlichen Spiralstreifen durchzogen. — Mündung langeiförmig, nach aussen eckig, in einen kurzen weiten Canal auslaufend, im Grunde mit einigen schwachen Streifen. Mundsaum scharf, schneidend, den Höckerreihen entsprechend ausgebogen; Spindelblatt in seiner ganzen Länge fest anliegend, mit drei starken Falten, mitunter ist dicht an der untersten noch eine vierte angedeutet, Grundfarbe weiss, die Höckerreihen und stellenweise auch die feineren Spiral- reifchen sind schwärzlichblau in verschiedenen Nüancen; Mündung elfenbeinweiss. Aufenthalt: an den Gallopagos-Inseln unter Steinen in der Tiefwasserlinie (Cuming). Anm. Das abgebildete, der Gruner’schen Sammlung im von Maltzan’schen Museum an- gehörige Exemplar ist zwar grösser und schöner, als das von Reeve abgebildete, ich bin aber doch nicht sicher, ob es als ausgewachsen anzusehen, da der Mundrand noch ganz dünn und scharf ist. 61. Turbinella agrestis Anton. Taf. 16. Fig. 3. 4. Testa irregulariter ovata, solida, ponderosa; anfractus 6, superi planulati, spiraliter di- stincte lirati, ad suturam serie tuberculorum muniti, tuberculis parvis, compressis; anfractus ul- limus tertiam testae partem bis aequans, striis spiralibus levibus, in cauda brevi distinctioribus eingulatus, tuberculis destitutus. Sulura suberenulata. Apertura ovato-rotundata, margine ex- terno intus striato; columella adnata, quadriplicata. — Rufo-brunnea, lineis obscurioribus spi- raliter cincta; apertura luteo-albida. Long. 28 Mm., lat. max. 18 Mm. Turbinella agrestis Anton Verz. p. 71. No. 2466. Gehäuse unregelmässig eiförmig, schwer und solide gebaut, aus 6 durch eine erenulirte Naht vereinigten Windungen bestehend. Die oberen sind flach, fein aber sehr deutlich spiral gestreift und dicht über der Naht mit einer Reihe kleiner, flach- gedrückter Höcker versehen, welche mit dem Aufhören der Naht verschwinden. m. 3. ; 9 66 Der letzte Umgang macht zwei Drittel des Gehäuses aus; er ist aufgetrieben, aber nicht regelmässig gerundet, vielmehr nach unten gedrückt, und nur an dem kurzen Stiele deutlich spiralgestreift, während auf der Wölbung die Streifung nur undeut- lich ist. Die Mündung ist klein, gerundet eiförmig, nach unten in einen nicht sehr weiten, aber offenen Canal fortgesetzt. Mundrand einfach, aber dick, innen deut- lich gestreift und mit einer gekerbten Lippe belegt. Spindelblatt fest anliegend, der Nabel nur durch eine seichle, von einem Wulst umgebene Furche angedeutet; vier kleine gleiche Falten. Die Färbung ist ein helles Rothbraun mit wenig deutlichen schmalen Spiral- bändern; der letzte Umgang ist viel heller als das Gewinde. Die Mündung ist gelblichweiss. Aufenthalt: unbekannt, wahrscheinlich an der amerikanischen Ostküste. (Coll. Paetel). Anm. Diese Art steht der T. smaragdulus L. (rustica Lam.) nahe und erhielt auch dieser Aehnlichkeit wegen den Namen. Sie ist indess durch die unregelmässige Gestalt, die Höcker längs der Naht und die andere Zeichnung genügend verschieden. — Nicht zu ver- kennen ist auch die Aehnlichkeit mit Pyrula subrostrata Wood. Reeve Nr. 11, und nachdem ich zwei schöne Exemplare derselben aus der von Malizan’schen Sammlung erhalten, kann ich ausser der ganz glatten Spindel, der viel bedeutenderen Grösse und der regelmässigeren Rund- ung keinen Unterschied finden. Es scheint mir deshalb gerathen, auch P. subrostrata, welche bei Pyrula ohnehin fremd erscheint, auch noch hierher zu ziehen und dann dürfte sich die Un- tergattung Lagena doch zur Annahme empfehlen. 62. Turbinella spadicea Reeve. Taf. 16. Fig. 5. 6. Testa fusiformis, solida, spira acuminata, anfractus 9 subangulati, transversim latecostati, spiraliter lirati interstitiis inciso-striatis, ullimus dimidiam testae paullo superans; apertura ob- longo-ovata, in canalem profundum recurvum terminata, intus striata; columella subtriplicata. — Lutescens, in anfraclibus superioribis liris obscurioribus ornala; apertura albida. Long. 55 Mm., aperturae cum canali 29, latitut. max. 22 Mm. Turbinella spadicea Reeve Conch. Icon. Turb. spec. 44. Gehäuse lang-spindelförmig, fest, aus neun ziemlich langsam zunehmenden Windungen bestehend, die ein spitzes Gewinde bilden. Dieselben sind durch eine scharfbezeichnete wellenförmige Naht vereinigt und tragen breite ziemlich dicht ste- 67 hende — es sind sechs auf einmal sichtbar — Querrippen, die nach oben und un- ten rasch abfallen und so den sonst schön gerundeten Umgängen ein eiwas kanliges Aussehen verleihen; sie erreichen indess die Naht nicht vollständig. Die Spiral- sculptur besteht in gleichweit von einander abstehenden, namentlich auf den oberen Windungen scharfen Rippenlinien und dazwischen je 3—4 scharf eingeschnittenen Linien; beide setzen über die Querrippen fort, die Spiralrippen bilden am unteren Abfall der Rippen auf dem letzten Umgang förmliche Knötchen. Mündung länglichrund, Mundrand dünn, den Spiralstreifen entsprechend gekerbt, Gaumen gestreift, am Eingange des Canals wit einem deutlichen Knötchen. Spin- delblatt oben mit einem Zähnchen, unten mit zwei starken und einer schwächeren Falte; Canal gekrümmt, halbbedeckt. Das Reeve’sche Original ist nur wenig ge- nabelt, das meinige zeig! einen weit offenen, fast trichterförmigen Nabel, wie bei Iyrata und recurvirosira; andere jüngere Exemplare dagegen sird kaum geritzt; ich habe deshalb den Nabel in der Diagnose gar nicht erwähnt. Die Farbe ist ein lichtes gleichmässiges Hellgelb mit einem Stich ins Orange; auf den oberen Umgängen laufen auf den Spiralreifen dunkle Linien, wie bei T. filosa, mit der unsere Art überhaupt viel Verwandtschaft hat. Mündung weisslich. Aufenthalt: unbekannt. (Aus der Gruner’schen Sammlung im von Maltzan’schen Museum). 63. Turbinella polygona Gmelin. Tal. 17. Fig. 1—7. Diese Art ist zwar schon von Küster unter Nr. 15 beschrieben und Taf. VI, Fig. 6. 7., sowie Taf. VI, Fig. 1. abgebildet worden, die Figuren sind aber kaum kenntlich ausgefallen und Angesichts der Wandelbarkeit der Art glaube ich ihr und einigen ihrer Varietäten noch eine Tafel widmen zu dürfen. Fig. 1. stellt ein ziemlich schlankes Exemplar der Stammiorm mit der Färbung vor, welche ich für die typische halte. Es ist von Jickeli auf den Dahlakinseln im rothen Meere gesammelt worden und misst 2 Mm. Länge und 35 Mm. grösste Breite; ein anderes von ebendort ist 81 Mm. lang und 40 Mm. breit. Die Rippen- höcker sind nur ganz flach, die Spiralrippen ziemlich dicht und in der Stärke alter- nirend, die zweite unter der oberen Höckerreihe besonders stark. Die Farbe ist 9# 68 lebhaft braunroth, die Rippenhöcker sind schwarz und die schwarze Färbung setzt sich nach oben bis zur Naht, nach unten bis ans Ende des Stiels fort, immer die Spiralrippen freilassend. Fig. 2. 3. nach einem Exemplar unbekannten Fundortes in von Maltzan’s Sammlung zeigt bedeutend stärkere Rippenfalten, aber schwächere in den Zwischen- räumen kaum sichtbare Spiralrippen und in Folge davon gerundete, wenig zusam- mengedrückte Höcker. Die Farbe ist nur in den Zwischenräumen der Rippenfalten in dem Raum zwischen der Naht und dem oberen Ende der Höcker und am Stiele braunroth, die Spiralrippen auf den Rückenhöckern sind weissgelb, die schwarzen Flecken sind fast nur auf die Rippenhöcker beschränkt. Die Färbung erinnert in vieler Beziehung an T. candelabrum, die ich, wie schon oben bemerkt, ohne Be- denken zu polygona ziehen würde, wenn nicht der Fundort entgegenstünde. So mag sie einstweilen noch als analoge Form gelten. Das Citat Knorr, Vergn. d. Aug. 6 t. 15 Fig. 5 bezieht sich auf sie und ist bei polygona zu streichen. In der Form recht ähnlich ist unsere Fig.4,5, ebenfalls nach einem Exemplare unbekannten Fundortes in der von Maltzan’schen Sammlung gezeichnet; die Spiral- seulptur ist schärfer, die Zwischenräume der Rippenfalten sind enger; auch hier heben sich die Rippenfalten auf dunklerem Grunde ab, als sei die Farbe nur in den tieferen Partien herum geflossen, aber die schwarzen Flecken fehlen ganz und ge- winnt die Schnecke dadurch ein ganz anderes Ansehen. Noch eigenthümlicher ist die Färbung bei Fig. 7, nach einem Exemplare der Paetel’schen Sammlung, das wahrscheinlich von den Philippinen stammt, von wo Reeve Fig. 1c. ein ganz ähnliches Exemplar ahbildet. Die Sculptur ist sehr scharf ausgeprägt, die Rippenfalten sind hoch und die Spiralreifen scharf ausgeprägt, die zweite unter den oberen Höckern so stark, dass sie eine förmliche Höckerreihe bildet. Auch hier ist eine dunklere Färbung der tieferliegenden Theile erkennbar, characteristisch sind aber kleine, meist quadratische, rothbraune Flecken, die zwi- schen den Spiralrippen in der Richtung der Anwachsstreifen liegen und gleichzeitig so geordnet sind, dass sie auf dem letzten Umgang drei Spiralbänder bilden, eins unter der Naht, das zweite zwischen den Höckern, das dritte am Beginn des Stiels. Diese ganz eigenthümliche Form verdient wohl einen eigenen Namen; ich nenne sie var. tesselata. Am weitesten ab steht die Form, auf welche Reeve seine Turbinella_Barclayi, (Conch. icon. Turb. Nr. 20) gegründet hat. Während man bei der Stammform von 69 polygona am letzten Umgang mit einem Blick mindestens fünf Rippenfalten sieht, haben dieselben bei Barclayi eine solche Breite gewonnen, dass nur vier sichtbar sind. Da gleichzeitig die Spiralsculptur wenig entwickelt und das unter Fig. 6 abgebildete Exemplar — der Sammlung des Herrn Arnold in Nordhausen angehörig — einfarbig weissgelb ist, glaubte ich lange, die Trennung aufrecht erhalten zu können; doch liegen mir nun sowohl für die Spiralsculptur als die Zahl der Rippenfalten und die Färbung wenigstens zu Fig. 4 hinüber die Uebergänge in einer Weise vor, dass ich gezwungen bin, T. Barclayi als Art einzuziehen. Eine ganz ähnliche, nur in der Färbung sich noch enger an Fig. 4 anschliessende Form erhielt ich vom Museum Godeffroy als T. subpolygona. Die 3—4 kleinen Spindelfalten bleiben sich bei allen Varietäten ziemlich gleich. Turbinella polygona scheint weit über den indischen Ocean verbreitet zu sein; dis Stammform kenne ich aus dem rothen Meer (Rüppel, Jickeli), von den Philip- pinen (Riff von Ticao, Cuming) und von den Mascarenen (Lamarck, Robillard), die var. Barclayi bis jetzt nur von Mauritius. 64. Turbinella filamentosa Koch, Taf. 9. Fig. 8. Testa turbinata, spira elongata, obtusiuscula, anfractibus 8 (?) plicato-nodatis, liris [spira- libus parum elevatis cingulatis, stria unica elevata interveniente; apertura terliam testae partem vix aequans, fauce interrupte lirato, columella quadriplicata. Fusco-lulea, interstitiis et cauda obscurioribus, liris striisque spiralibus castaneis. Long. 40, lat. max. 23, long. apert. 21 Mm. Turbinella filamentosa Koch mss. Ich war lange der Ansicht, die Figur 8 auf der schon 1845 publicirten Tafel 9, welcher auf dem Umschlag der obenstehende Name beigelegt ist, stelle die folgende Art vor, bis mir durch Herrn Th. Lappe in Neudietendorf eine Anzahl ihr voll- kommen entsprechender Turbinellen zukam, die zwar mit brevicaudata eine sehr bedeutende Aehnlichkeit haben, aber doch genügend abweichen, um sie für eine eigene, analoge Art zu halten. Der Habitus ist ein ganz anderer, viel plumperer, die Einschnürung an den Näthen viel geringer, das Gewinde weniger spitz, die Sculptur weit weniger entwickelt, die Höcker flacher und kürzer, die Spiralrippen flacher und weniger vorspringend, auf den Höckern meistens abgerieben. Dagegen ist der Färbungscharacter ganz gleich, beide haben den dunkleren Stiel, die kasta- 70 nienbraunen Spiralrippen mit feinen braunen Zwischenlinien. Auf den Unterschied in den Falten ist kein Gewicht zu legen und ich würde nicht anstehen, unsere Art als eine plumpere Varie!ät der brevicaudala anzusehen, wenn nicht der Fundort entgegenstünde. Uebergänge in der Form sind vorhanden. Varietät: Ein mir vorliegendes Exemplar hat die Spiralrippen kaum dunk- ler, als die Grundfarbe, ein anderes dagegen ist einfarbig dunkelbraun und gleicht, die Sculptur abgerechnet, in der Form ganz der T. angularis var. Rüseana Dkr. Aufenthalt: Westindien, speciell die Insel St. Jan (Th. Lappe). 65. Turbinella brevicaudata Reeve. Taf. 18. Fig.’ 4. 5. Testa elongato-turbinata, spira elongata, canali brevi, aniraclibus 9 convexis, forliter pli- cato-nodalis, plicis ad angulum superiorem subtubereulatis, Iris spiralibus conspicuis regularibus cingulatis, stria unica elevata intervenienle; suiura undulala, parum conspicua; apertura lertiam testae partem vix superans, fauce interrupte lirato, columella triplicata. Fusco-lutea, cauda brunnea, liris striisque vivide castaneis, aperlura alba. Long. 40 Mm., lat. 18, long. apert. 19 Mm. Turbinella brevicaudata Reeve Conch. Icon. Turb. Nr. 50. „Gehäuse lang-kreiselförmig, fast spindelförmig, Kanal kurz, Gewinde verlän- gert, die Windungen gerundet, mit starken Rippenhöckern, unter der Naht eigen- thümlich faltenstreifig, mit starken, regelmässigen Spiralrippen, zwischen welchen immer eine erhabene Linie läuft; weisslich, bräunlich gefärbt (?), Spiralrippen und Linien lebhaft kastanienbraun.“ Ich copire hier wörtlich die Reeve’sche Beschreibung, da das abgebildete Exem- plar in manchen Punkten davon abweicht, wie ein Vergleich meiner Diagnose mit die Windungen sind stärker gewölbt und am oberen Ende der Rippenfalten scharf ge- der Reeve’schen ergibt. Der Canal ist etwas länger, als auf der Abbildung, kielt, nicht gerundet, wie bei Reeve, die Sirichelung unter der Naht ist nicht so auffallend, dass ich diesen Umstand in der Diagnose hätte erwähnen mögen, obschon sie vorhanden ist. Trotzdem glaube ich die Schnecke zu der Reeve’schen Art bringen zu müssen. Die Zeichnung hat manche Aehnlichkeit mit T. filosa. Aufenthalt: Neu-Irland (Coll. Dohrn); bei Reeve unbekannt. 71 66. Turbinella Thersites Reeve. Taf. 18. Fig. 1. Testa fusiformis, basi gracili, elongata; anfraclus 6 spiraliter subtilissime et creberrime corrugato-striali, tuberculis prominentibus peculiariter elongalis concentrice armati; eburnea, epidermide tenui flavicante induta. (Reeve). Long. 50, lat. 22 Mm. (ex icone). Turbinella Thersites Reeve Conch. Icon. Turb. Nr. 21. „Gehäuse spindelförmig, schlank und lang ausgezogen an der Basis, die (sechs) Umgänge mit sehr feinen und dichtstehenden Spiralrunzeln und vorspringenden eigenthümlich verlängerten concenirischen Rippenhöckern sculptirt. Elfenbeiweiss, mit einer dünnen, gelblichen Epidermis.“ (Reeve). Aufenthalt: China (Capitain Belcher). Anm, Von dieser eigenthümlichen Art, welche von Reeve auf ein unausgewachsenes Exem- plar gegründet wurde, ist seildem, soviel mir bekannt, kein Stück wieder nach Europa gekommen, ich muss mich daher zur Vergleichung mit der folgenden Art auf eine Copie ‘von Reeve’s Fi- gur und kurzer Diagnose begnügen. Dieselbe sagt durchaus nichts über die Spindelfalten oder die Mündung überhaupt, und es scheint mir noch nicht einmal ausgemacht, dass die Art über- haupt eine Turbinella ist; die rasche Zunahme der vorhandenen sechs Windungen beweist, dass sie eine viel bedeutendere Grösse erreichen muss, als die verwandten Arten von Lathyrus; doch ist die Sculptur nicht der Art, dass man der Vermuthung Reeve’s beitreten könnte, sie möge eine unausgewachsene Fasciolaria sein. 67%. Turbinella Paetelianan. sp. Taf. 18. Fig. 2. 3. Testa elongato-fusiformis, basi gracili, anfractus 9 rolundali, sulura undulata suberenu- lata divisi, spiraliter creberrime corrugato-striali, coslis concentricis subobliquis, suluram non altingentibus armati; apertura ovato-rotundala, in canalem angusium elongata, intus forliter li- rala, margine dextro simplici, crenulato, cum lamina columellari elevata peristoma quasi con- tinuum formante, Columella obsolete biplicata, superne et ad introilum canalis tuberculata. Cinereo-fulva, interstitiis obscurioribus, apertura albida. Long. 46, lat. 20, long. aperiurae (canali excl.) 12, canalis 13 Mm. Diese meines Wissens noch nicht beschriebene sehr eigenthümliche Art erhielt ich von Herrn Paetel in Berlin als T. thersites Reeve. Die Diagnose könnte freilich passen bis auf die tuberculi prominentes peculiariter elongati, aber Reeve’s 12 Figur ist trotz ihrer Jugend — sie hat nur sechs Umgänge — schon bedeu- tend grösser, als die vorliegende Art und kann also unmöglich mit ihr identifieirt werden. | Unsere Art ist lang spindelförmig, aus neun stark sewölbten Umgängen be- stehend, nach unten in einen schlanken langen Stiel fortgesetzt. Sie ist dicht von runzlichen Spiralrippen umgeben und mit ziemlich schmalen, etwas schräg verlau- fenden concentrischen Rippenhöckern versehen, welche schon etwas unter der Naht enden und durch etwa gleichbreite Zwischenräume getrennt sind. Die Mündung ist kurz eiförmig, in einen kaum kürzeren engen Canal fortgesetzt, im Schlunde stark gerippt, der Mundrand gezähnelt, die Spindelplatte steht fast senkrecht und hebt sich ein wenig vom Gehäuse ab, so dass ein förmlicher zusammenhängender Mundsaum entsteht, welcher der Schnecke ein eigenthümliches Ansehen gibt; ausser den beiden undeutlichen Falten trägt die Spindel noch oben, sowie unten, wo sie in scharfem Winkel in den Canal übergeht, je ein Knötchen. Die Färbung ist ein ziemlich gleichmässiges gelbliches Grau, nur in den Zwischenräumen der concentrischen Rippen dunkler, die Mündung innen gelblichweiss. Aufenthalt: China? (Coll. Paetel). Anm. Die nächste Verwandte unserer Art dürfte Turbinella Iyrata Reeve sein, doch ist eine Verwechslung damit nicht leicht möglich. T. Iyrata ist übrigens allem Anschein nach identisch mit Fusus constrictus Koch in Philippi, Abb. neuer Conchylien, Fusus t. II. fig. 5. 68. Turbinella Philberti Recluz. Taf. 18. Fig. 6. 7. Testa ovato-fusiformis, solida, spira acuta; anfractus octo, superne plano-declives, spira- liter distinclissime lirali et siriali, transversim plicato-costati, costis ad angulum plicato-tuber- culalis; sutura parum conspicua; anfracius ullimus dimidiam testae superans. Aperiura angu- lato-ovala, columella plicis duabus vix conspicuis munita. Alba, liris et costarum interstitiis rufo-fuseis pulcherime ornata, aperlura roseo-violacea. Long. 30, lat. 16 Mm., long, apert. canali incluso 18 Mm. Turbinella Philberti Recluz, Revue Zool. Soc. Cuv. 1844. p. 40. _ _ Reeve Conch. icon. Turb. Nr. 63. Eine der schönsten Arten aus der Verwandtschaft von T. nassatula und spi- nosa, gleich sehr durch Sculptur wie durch Färbung ausgezeichnet. Die Wind- ungen fallen oben flach ab und bilden dadurch eine scharfe, aber durch die Quer- 73 sculptur unterbrochene Kante. Sie sind scharf quergefaltet; die Rippen, sechs auf einem halben Umgang, sind ungefähr ebenso breit, als die Zwischenräume; sie laufen, ohne viel an Höhe abzunehmen, bis wider die Naht und auf dem letzten Um- gang bis zum Ende des Stiels. Die Spiralseulptur besteht in scharfen, dichtgedrängten Rippen von verschiedener Stärke, auf der Kante besonders stark, über ihr am schwächsten, nach dem Stiel hin aus Perlenreihen bestehend. An der Kante und an der zweiten Reihe unterhalb bilden sie auf der Höhe der Querfalten scharfe Faltenhöcker. — Mündung verhältnissmässig klein, eckig-eiförmig, mit ziemlich engem, gekrümmtem Kanal; Spindel mit zwei kaum sichtbaren Fältchen. Färbung sehr eigenthümlich und elegant. Man muss zwei Varietäten unter- scheiden. Bei der einen herrscht die weisse Grundfarbe vor, die Zwischenräume zwischen den Querfalten sind braunroth, aber durch die durchgehenden stärkeren Spiralrippen unterbrochen, die weiss bleiben, so dass würfelförmige oder langdrei- eckige Flecken entstehen, welche drei unterbrochene breite Gürtel bilden; die Fär- bung dringt auch in die Furchen zwischen den Spiralrippen ein, aber nur dicht unterhalb der Kante finden sich zwei schmale zusammenhängende Bänder. — Bei der andere.u Varietät herrscht die braunroihe Färbung vor, die Flecken fliessen der Länge und Quere nach zusammen, auch die Rippen und Falten färben sich röthlich und nur die stärkeren Spiralrippen bleiben auf der Höhe der Querfalten noch weiss. Die Mündung ist schön röthlich-violelt. Auf die hellere Varietfät gründete sehr wahrscheinlich Recluz seine Turbinella tessellala; Reeve nimmt die dunkle Färbung sonderbarer Weise für die Grundfarbe und deshalb die dunkle Varielät für die Stammform, nimmt daher den Namen Phil- berti an. Ich folge ihm, da der Name nun einmal in den Sammlungen verbreitet ist und der andere doch nicht immer zutrifft. Aufenthalt: an den Philippinen (Cuming). Die abgebildelen Exemplare sind aus der Gruner’schen Sammlung im von Mallzan’schen Museum. 69. Turbinella picta Reeve. Mars tösrBio, 10. 11% Testa ovalo-fusiformis, spira conica, acuminata, aperturae longitudinem non aequanle; anlraclus septem sulura vix conspicua juncli, superi spiraliter lirali, plani, penullimus et ultimus angulati, superne concavi, ad angulum serie Luberculorum compressorum, inferne inlerdum serie RR 10 74 altera minorum vel lira elevatiore cingulati, ullimus transversim obluse plicato-costatus. Aper- tura angulata, fauce striata; columella triplicata.. Albida, lineis spiralibus rufis et maculis nigricante-iuscis regulariter ordinatis picta, aperlura ad marginem dextrum et i canaliem, colu- mellaque rosaceae. Long. 26. lat. 16 Mm. Turbinella picta Reeve Conch. Icon. Turb. Nr. 19. Gehäuse ei-spindelförmig, das Gewinde rein kegelförmig mit kaum sichtbarer Naht, scharf zugespilzt und bedeutend kürzer als die Mündung; die fünf oberen Umgänge zeigen nur wenig tiefe Spiralrippen; am vorletzten Umgange aber biegt sich die Naht stärker nach unten und lässt die Kante hervortreten, welche von da an mit einer Reihe scharfer, zusammengedrückter Höcker geschmückt ist. Eine ähn- liche Reihe oder doch eine stärker vorspringende Spiralrippe bezeichnet den Beginn der Verschmälerung. Der. letzte Umgang ist unter der Naht concav eingedrückt und zeigt auch undeutliche, von den Höckern ausgehende Querfalten. Die Mündung ist relativ klein, eckig, die Spindel stark gebogen und am Uebergang in den kurzen Canal mit drei deutlichen kleinen Falten versehen; der Gaumen ist stark gestreift. Die Färbung ist sehr eigenthümlich und characteristisch: auf weisslichem Grunde laufen rothe und gelbliche Spirallinien und dazwischen stehen kurze schwarzbraune Striche, welche namentlich über der Höckerreihe sehr regelmässig den Anwachs- streifen entsprechend geordnet sind. Spindelpiatte, Canal und ein Theil des Gaumens zunächst dem Mundrand sind lebhaft braunroth. Aufenthalt: an den Fidschi-Inseln. 70. Turbinella australiensis Reeve. ‘ Taf. 18. Fig. 12. 13. Testa angulato-ovata, apice obtuso, solida; anfractus 6 angulati, transversim plicato-costati, costis subdistantibus, ad angulum tumidis, liris spiralibus conspicuis acutis creberrime cingulati; aperlura subquadrata, canali mediocri, columella plicis duabus minutis munita. Alba, maculis tribus grandibus purpureo-nigris in interstitiis costarum ornata; aperiura rosaceo-fuscescens. Long. 25, latit. 15, long. apert. 14 Mm. Turbinella australiensis Reeve Conch. Icon. Turb. Nr. 56. Gehäuse eckig-eiförmig, ohne scharfe Spitze, solid, aus neun winkligen Um- gängen bestehend, von denen der letzte drei Fünftel des Gehäuses ausmacht. Die Windungen sind unter der Naht flach abfallend, bilden dann eine stumpfe Kante; 75 die letzte hat auch nach unten eine stumpfe Kante. Sie sind stark quergefaltet; die Falten sind durch breite Zwischenräume gelrennt und schwellen an der Kante knötchenförmig an; sie werden von zahlreichen scharfen dichtstehenden Spiralrippen gekreuzt. Mündung fast viereckig, in einen kurzen Canal verlängert, Mundrand einfach, Spindelblatt einen ziemlich grossen Nabelritz freilassend, mit zwei sehr kleinen Fältchen. Färbung sehr eigenthümlich, weiss, in den Zwischenräumen der Rippen stehen scharf umgränzte dunkelpurpurrothe Flecken, je drei in einem Zwischenraum, über der Kante und zwischen beiden Kanten quadratisch, unten dreieckig. Varietäten: Bei dem einen der drei mir vorliegenden Exemplare verschwin- den die Querrippen auf dem letzien Umgang nach der Mündung zu, doch ist diess vielleicht nur eine individuelle Missbildung. Aufenthalt. Port Essington, Neuholland (Reeve). Das abgebildete Exempla gehört der Gruner’schen Sammlung im von Maltzan’schen Museum an. Cox führ in seiner Exchange List weder diese noch eine andere Turbinella von Neuholland an Anm. Reeve nennt diese Art „far removed [rom any species hitherlo described‘; Habitus und Mündungsform stellen sie in nächste Nähe von Turb. nassatula, spinosa ete., welche auch ähnliche Spiralsculptur und eine geringe Anzahl von Umgängen haben. Meine Exemplare sind etwas kleiner als die 32 Mm. lange Figur bei Reeve. 71. Turbinella bicolor n. Taf. 18. Fig. 8. 9. Testa fusiformis, gracilis, solida, spira aperturam superante; anfractus 9 rolundati leniter accrescentes, sulura erenulata, undulata juncti, transversim fortiter plicato-costati, plicis con- cenlricis, elevatis, suturam non atlingentibus, spiraliter liris aculis, subsquamalis, alternantibus undique cingulati, striis intercedentibus,, ad suturam et in interstitiis lirarum transversim striati. Apertura angusle ovata, fauce lirato, ad introitum canalis angusti dentalo; columella angusta iriplicata, ad canalem verticalis. — Alba, ad suturam et in cauda purpureo - fusca, interstitiis in anfraclibus spirae purpureis, in ullimo seriebus duabus macularum pulcherrime cincta, aper- tura et apice luteis. Long. 40, lat. max. 18, long. apert. 13 Mm. Gehäuse schlank spindelförmig, fest, das Gewinde länger als die Mündung; neun gutgewölbte, durch eine wellenförmige, erenulirte Naht verbundene Umgänge, mit star- ken concentrischen Querrippen, welche nicht ganz bis an die Naht reichen und breiter 10 * 76 als die Zwischenräume sind; man sieht auf dem letzten Umgange fünf auf einmal. Die Spiralsculptur besteht aus scharfen, schmalen, in der Stärke abwechselnden Rippen, die Zwischenräume sind breiter als die Rippen und fein quergestreift; in dem Raum unter der Naht und am Stiel sind diese Streifen stärker, an der Naht so stark, dass diese erenulirt erscheint. Die Mündung ist schmal eiförmig, oben mit der Andeutung eines Canals, der Gaumen gerippt und beim Uebergang in den engen, nach links und hinten gerichteten Canal mit einem Höcker versehen. Spin- del nur oben gebogen, Spindelplatte stark aber fast senkrecht stehend, am Canal ganz senkrecht, einen tiefen Nabelritz freilassend, mit drei Falten. Die Färbung äusserst zierlich; die Grundfarbe ist ein reines Weiss, aber der Raum zunächst unter der Naht, der Stiel und an den oberen Umgängen der ganze Zwischenraum zwischen den Fallen sind schön purpurbraun, auf dem letzten Umgang stehen in den Zwischenrippenräumen zwei Reihen grosser Purpurflecken. Mündung und Apex sind gelblich. Aufenthalt: unbekannt. Es lieg! mir nur ein Exemplar aus der Paetel’schen Sammlung vor, das sich mit keiner der mir bekannten Arten !verwechseln lässt. Am nächsten verwandt ist die Gruppe von ustulata. 12. Turbinella squamosa Pease. Taf. 20. Fig. 2. 3. Testa fusiformi-turrita, folida, anfractibus parum convexis, transversim plicatis,, spiraliter forliter liratis, liris in spirae anfractibus 3, in ullimo 8, ad plicas transversales compresso-tuber- culatis, interstitiis squamosis, squamis deciduis; subtilissime spiraliler et transverse striata, lira prima ad suluras spinis squamiformibus, erectis ornata. Apertura parva, intus siriala, canali obliquo, columella triplicata. — Fuscescente-rufa, squamis albidis, apertura alba. Long. 32, diam max. 16, long. apert. cum canali 17 Mm. Latirus squamosus Pease Proc. zool. Soc. Lond. 1362. Am. Journ. Conch: II. 1868 p. 279 pl. 23 fig. 16. Gehäuse gethürmt spindelförmig, fest, mit spitzkegelförmigem Gewinde; neun wenig gewölbte Umgänge mit runden Querfalten, von starken Spiralrippen umzogen, welche auf den Falten zu zusammengedrückten Knötchen anschwellen. Man zählt auf den oberen Umgängen 3—4, auf dem letzten 8 Rippen, die Zwischenräume sind sehr fein in beiden Richtungen gestreift und bei gut erhaltenen Exempiaren 17 mit eigenthümlichen querstehenden Schuppen dicht bedeckt, welche sich indess leicht abreiben und darum oft nur an der Basis und in den Furchen erkennbar sind. Die oberste Spiralrippe trägt auf den drei letzten Umgängen starke, fast horizontal ab- stehende und etwas nach hinten gerichtete schuppenartige Stacheln, welche an manche Latiaxis erinnern und dem Gehäuse ein eigenthümlich characteristisches Ansehen geben. Mündung ziemlich klein, mit einem engen, schiefen Canal endigend, innen gefurcht, die Spindel mit drei kleinen, aber deutlichen Querfalten, mit dem Canal einen scharfen Winkel bildend. Färbung weisslichgelb mit festsitlzender rothbrauner Epidermis, die Schuppen weissgelb, die Mündung und Spindel weiss. Aufenthalt: an der Baker’s Insel (Pease). Aus Paelel’s Sammlung. Anm. Das einzige mir vorliegende Exemplar stimmt mit der Diagnose und der Figur im Amer. Journ. Conch. ziemlich überein, ist nur etwas schlanker als die Figur. Pease gibt ihr aber im Text eine Länge von 45 Mm. Eine Verwechslung ist bei der so ganz eigenthüm- lichen Sculptur nicht leicht möglich. 73. Turbinella gemmata Reeve. Taf. 20. Fig. 4. 5. Testa ovata, crassa, obesa, spira subacuminata, anfractus spiraliter lirati, liris planis, distantibus, tuberculis rotundatis regulariler ornali, interstitiis sublilissime striatis; apertura parva, intus lirata, columella triplicata. — Fusco-lutescens, nodulis partim eburneis, parlim purpureo-atris, in aqua pulcherrime iridescentibus; aperlura crocea. Long. 25, lat. 12, long. apert. c. canali 14 Mm. Turbinella gemmata Reeve Conch. icon. Turb. Nr. 5 (nee. 61!). Peristernia gemmata Dunker Novitat. p. 127. taf. 42 fig. 5. 6. _ _ von Martens, Donum Bism. p. 12. Gehäuse eiförmig, dickschalig, stumpf, doch mit ziemlich spitzem Apex; acht Umgänge, durch eine kaum sichtbare Naht vereinigt, mit dichten feinen Spirallinien umzogen, zwischen welchen eine Anzahl flacher Spiralleisten liegt, auf den oberen Umgängen zwei, auf dem letzten 6—7, die zweite meist doppelt und dadurch auch im Profil deutlich vorspringend. Auf demselben stehen, regelmässig den Anwachs- streifen entsprechend, runde Knötchen von weisser oder dunkelpurpurner Farbe, oft in der Richtung der Anwachsstreifen durch dunkle Linien verbunden. Die Mündung ist klein, eng, innen gestreift, die Spindel hat drei kleine, aber deutliche Querfalten. 78. Färbung gelbbräunlich, die Knoten im !rockenen Zustand theils weiss, theils dunkel purpurfarben, unter Wasser prachtvoll irisirend, wie T. prismatica; die Mündung ist lebhaft gelb. Aufenthalt: West-Polynesien. Das abgebildete Exemplar von der Howlands- Insel (Pease) befindet sich in der Normalsammlung. Anm. Reeve hat diese schöne Art in Fig. 5 ganz kenntlich abgebildet, glaubte aber später in der folgenden Art dieselbe in besseren Exemplaren vor sich zu haben und bildete sie noch einmal Fig. 6l ab. Dunker nennt sonderbarer Weise diese Figur besser, als Fig. 5. Pease hat die Verwechslung bereits corrigirt und der Art einen neuen Namen gegeben. — Die eigenthümliche Erscheinung des Irisirens findet sich ausser bei gemmala und prismatica nach Pease auch noch bei gibba Pease und violacea Reeve. 74. Turbinella lirata Pease. Taf. 20. fe. 6. 7. Testa ovato-fusiformis, solida, obesa, anfractibus parum convexis, transversim plicalis, plicis rotundatis, 10 in anfractu ultimo, spiraliter undique lirati, liris parvis, compressis, alter- nantibus, ad plicas nodulosis,; apertura parva, intus lirata, columella subtriplicata. Flava, costis transversis linea nigrescente strigalis, interstiliis obscurioribus, aperlura crocea; epidermis tenuis, membranacea, longitudinaliter rugosa. Long. 14, lat. max. 13, long. apert. 13 Mm. (sec. Pease long. 30, lat. 16 Mm.). Turbinella gemmata var. Reeve Conch. Icon Turb. Nr. 61 a. b. Latirus liratus Pease Am. Journ. Conch. IV. p. 152 (non T. Iyrata Reeve). Gehäuse in seiner Form fast ganz der vorigen Art gleich, aber mit dichter stehenden, in der Stärke alternirenden Spiralrippen und statt der unzusammenhän- genden Knötchenreihen mit starken, gerundeten, dichtstehenden Querfalten, 10 auf dem letzten Umgang. Wo die stärkeren Spiralrippen die Höhe dieser Falten be- rübren, bilden sie kleine Knötchen. welche durch einen dunklen Strich verbunden sind. Meine Exemplare zeigen eine Einschnürung des Umganges dicht unter der Naht, welche Pease nicht angibt. Mündung noch kleiner als bei gemmata. Färbung gelblich, in den Zwischenräumen dunkler, hie und da weissgefleckt, längs dem hin” teren Rand jeder Rippe eine schwarze Linie. Mündung gelb. Meinen Exemplaren fehlt die schwarze Färbung der Basis, welche Pease angibt. Sie irisirt nicht. Aufenthall: an den Marquesas-Inseln (Pease). Aus Paetel’s Sammlung. Anm. Dass Reeve Fig. 61 von gemmata verschieden, war mir schon dadurch klar, dass 79 die mir vorliegenden sehr gut erhaltenen Exemplare im Wasser nicht irisirten. Der Pease’sche Name collidirt mit Turbinella Iyrata Reeve und müsste geändert werden, wenn nicht diese Art den älteren Namen Fusus constricius Koch bei Philippi, Abb. Taf. 2. Fig 5. Iragen müsste. Turbinella trochlearis n. sp. T.19. fig. 12. Testa ovato-turrita, inferne parum attenuata, solida, crassa; anfractus 9 leniter accres- centes, sulura vix undulata juncti, superne concavi, deinde convexi, transversim plicati, plicis eylindricis, interstitiis angustis; spiraliter liris conspicuis, rotundatis, distantibus cingulati, 2 in spirae anfractibus, in ultimo 5 numero, interstitio ad plicas transversales tumido, quasi trochleae dimidiam formante, in plicarum interstitiis profunde excavato. Cauda parum, sed subite alte- nuala, plus minusve umbilicata. Apertura mediocris, intus lirata, in canalem longum recuryvum terminata, margine externo crenulato, lamella columellari crassa, cylindrica, quinqueplicala. — Alba, interstitiis plicarum vivide fuscis, epidermide tenui, fuscescente induta, apertura albida vel lutea. Long. 60 Mm., lat. max. 30 Mm., long. apert. c. canali 28 Mm. Gehäuse gelhürmt eiförmig mit stark abgesetzten Windungen und kurzem, dickem, an meinen beiden Exemplaren weit genabeltem Stiel; sehr fest und dick- schalig. Neun durch eine kaum wellenförmige Naht vereinigte, langsam zunehmende Windungen, unter der Naht flach oder concav, dann stark anschwellend und ge- - wissermassen von einem breiten Ring umgeben, welche durch tiefe Kerben in dichtstehende cylindrische Querrippen geschnilten ist; unter ihm schnüren sich die Umgänge des Gewindes wieder ein und die Rippen sind an der Naht kaum mehr bedeutend genug, um eine wellenförmige Biegung derselben zu veranlassen. Ueber dieselben laufen starke runde Spiralrippen, auf den oberen Umgängen zwei, welche den Reif zu beiden Seiten einfassen; sie springen in den Zwischenräumen der Falten besonders stark vor, und der Zwischenraum erscheint hier tief ausgehöhlt, auf der Höhe der Falten schwillt der Zwischenraum aber an und bildet so einen runden Höcker, der täuschend der Hälfte einer Rolle gleicht. Auf dem letzten Umgang findet man auch diese Reihe von Rollen, und am Rande des Abfalls zwei andere Spiralrippen mit einer ähnlichen, doch weniger deutlichen Rollenbildung; zwischen den beiden Reihen lauft nur noch eine starke Spiralrippe, aber mehrere kleinere und in den Zwischenräumen feine Streifen. Der concave Raum unter der Naht zeigt nur feine Spirallinien und höchstens eine stärkere Rippe nahe der Naht; auch über den Stiel laufen ein paar stärkere Rippen. s0 Mündung mittelgross, ziemlich schmal, in einen engen, rückwärts gebogenen Canal verlängert, im Gaumen regelmässig gerippt, Mundrand einfach, an alten Exemplaren gezahnt, Spindelplatte stark, ziemlich senkrecht stehend, unten mit fünf kleinen Falten. Die Grundfarbe ist weiss, der Raum unter der Naht röthlich, die Zwischen- räume der Querfalten lebhaft braun; das Gehäuse ist mil einer dünnen, aber fest- sitzenden, gelblichen Epidermis überzogen. Mündung bei dem einen meiner Exem- plare gelb, bei dem andern weiss. Aufenthalt: Westindien, speciell die dänische Insel St. Jan (Th. Lappe). Anm. Es liegen mir von dieser durch ihre eigenthümliche Sculptur und Färbung so ausgezeichneten Art zwei Exemplare vor, das abgebildete aus der Sammlung des Herrn Th. Lappe in Neudietendorf, das andere aus der des Herrn Paetel. Ich kenne keine Art, mit der sie verwechselt werden könnte. 76. Turbinella fallax n, sp. 7.19. fieN8. Testa ovato-lurrita, basi in canalem brevem, subrecurvum terminalta; anfraclus octo sutura conspicua sejuncti, transversim plicato-coslati, spiraliter distincte lirali, liris in anfractibus superioribus 3, in ulimo Tnumero, super costas magis conspicuis, inlerstitiis creberrime strialis; apertura parva, labro simplici, fauce lirato; columella arcuala, superne lamella dentiformi munila, inferne subquadriplicala. Fulvescente-fusca, iniersitiis obscurioribus, non iridescens; aperlura rulescenle-albida. Long. 45, lat. max. 23, long. apert. c. canali 20 Mm. Diese hübsche Art steht ungefähr in der Mitte zwischen prismalica und san- guillua, doch der ersten näher und ich würde durchaus nicht zögern, sie mit dieser zu vereinigen, wenn ihr nicht ganz das wunderbare Farbenspiel der prismatica ah- ginge. So muss ich aber auf die Differenzen in Seulptur und Färbung mehr Gewicht legen, als ich sonst zu ihun gewohnt bin. Die Windungen sind bei unsrer Art etwas stärker gewölbt, die Naht dadurch deutlicher, die Spiralreifen sind schmäler und scharfrückiger, die Mündung innen schärfer gerippt und die Spindelfalten ver- laufen schräger, als bei prismatica.. Die Färbung ist eine ganz andere, intensiv braungelb, in den Zwischenräumen der Querfallen und theilweise auch in denen der Spiralrippen dunkler, also dadurch etwas an sanguillua erinnernd; die Mündung ist röthlichweiss, während sie bei prismalica sleis leberbraun ist. 51 Aufenthalt unbekannt, vermuthlich in Polynesien. Es liegen mir zwei sehr schöne Exemplare aus der von Maltzan’schen Sammlung und ein etwas ausgebroch- nes aus den Paetel’schen vor. 77. Turbinella Amaliae n. sp. Taf. 19. Fig. 4.5. Testa fusiformis, cauda elongata, curvala; anfractus 9 angulati, transversim plicati, plicis ad angulum tuberculatis; spiraliter rude lirati, liris parum prominenlibus, in cauda tanlum acu- tioribus. Aperlura testae dimidiam parum superans, subtriangularis, in canalem angustum, ad partem dextram curvatum terminata, labro externo simplici crenulato, medio angulato, fauce lirato, ad canalem acute tuberculato, columella triplicala. — Brunneo-lutescens, liris albidis, costis in interstitiis lirarum brunneis; apertura fuscescente-brunnea. Long. 50, latit. max. 23, long. apert. 27, canalis 13 Mm. Gehäuse schlank spindelförmig, mit ziemlich langem, gekrümmtem Stiel; neun langsam zunehmende kantige Umgänge, durch eine wellenförmige, crenulirte Naht verbunden, stark quer gefaltet, die Faltenhöcker breiter als die Zwischerräume, an der Kante ein Knötchen bildend, nach oben die Naht kaum erreichend. Die Spiral- sculptur besteht aus groben, aber wenig vorspringenden Rippen mit breiteren Zwi- schenräumen; nur auf dem Stiel springen sie stärker vor. — Die Mündung ist mit dem Canal wenig länger als das Gewinde, fast dreieckig, in einen langen, engen, nach rechts gekrümmten Canal übergehend; der Mundrand ist einfach, scharf, leicht erenulirt, der Gaumen gerippt, am Eingange des Canals ein kleines, scharfes Knöt- chen tragend; Spindelumschlag schwach, eine Nabelritze freilassend, mit drei deut- lichen Fältchen. Die Färbung erinnert an manche Formen von T. polygona; der Grund ist hell-braungelb, die Spiralrippen sind weissgelb und ihre Zwischenräume auf den Höckern kastanienbraun. Spindel und Mündung sind gelblichbraun. Aufenthalt: unbekannt. (Aus Paetels Sammlung; ein ganz gleiches Exemplar befindet sich auch in Löbbekes Sammlung). 78. Turbinella gracilis Reeve. Taf. 19. Fig. 6. 7. Testa subelongato-fusiformis, gracilis, angusta, sublaevigata, anfractus parum convexi, su- perne concavi, transversim oblique rude plicato-coslali, spiraliter liris parum elevatis, distanti- I. 3. 11 82 bus, striis spiralibus intercedentibus; apertura angusta, canali longo subrecto terminata, fauce striato, columella triplicata.. Rufescente-fusca, apertura alba. Long. 42, lat. max. 17, long. apert. cum canali 23 Mm. Turbinella gracilis Reeve Conch icon. Turbin. Nr. 53. Gehäuse schlank spindelförmig, auffallend schmal und von fast glattem Aus- sehen, die 9 Umgänge sind nur wenig gewölbt, unter der Naht eingedrückt, der letzte nimmt über die Hälfte des Gehäuses ein und verschmälert sich rasch in einen langen, geraden Stiel; Naht wellenförmig, wenig bezeichnet. Die Umgänge tragen plumpe, schrägstehende Querfalten, welche nach oben die Naht nicht erreichen, und unten an der Verschmälerung des letzten Umganges plötzlich enden, wie bei casta- nea und acuminata. Ueber sie hinweg laufen ziemlich weitläufige, wenig vorsprin- gende, flache Spiralrippen, dazwischen feine Linien; auf dem Stiel springen sie schär- fer vor. Die Mündung ist lang und schmal und setzt sich in einen engen, geraden Canal fort, welcher sie an Länge übertrifft; der Gaumen ist gerippt, die Spindel trägt drei deutliche, schräg verlaufende Falten. — Färbung röthlich- braun, Mün- dung weiss. Es liegt mir von dieser anscheinend seltenen Art nur ein der Paetel’schen Sammlung angehöriges Exemplar vor, auf welches Reeve’s kurze Beschreibung und namentlich die Bemerkung „closely allied to the T. castanea and acuminata“ voll- ständig passen; die Abbildung würde eher auf eine Art aus der Verwandtschaft von T. infundibulum oder filosa deuten. Sie ist übrigens von den beiden genannten Ar- ten, mit denen sie durch die eigenthümlichen, gewissermassen eingedrückten Zwi- schenräume eng verwandt ist, durch die schlankere Form und hellere Färbung gut unterschieden. Carpenter hat in den Proceed. zool. soc. 1856 p. 166 einen Latirus tumens beschrieben, der sich nur durch stärkere Höcker und zahlreiche vertiefte Spiralli— nien unterscheiden soll, eine Abbildung ist nicht gegeben. Der Fundort ist Panama. Ob die Unterschiede constant und erheblich genug sind, um die Abtrennung zu rechtfertigen, kann ich, da ich mir kein Exemplar verschaffen konnte, nicht ent- scheiden. Aufenthalt: unbekannt. (Coll. Paetel), wahrscheinlich die Westküste von Mit- telamerika. a. 83 79. Turbinella angularis Reeve. Taf. 19. Fig. 8-13. Testa ovata, ulrinque attenuata; anfractus superne subconcavi, medio ventricosi et acute angulali, transversim plicali, spiraliter striali et lirati, liris distantibus ad plicas compresso-tu- berculatis. Apertura ovata, canali latiusculo, margine dextro simplice, columellari triplicato, ad canalem planato. Castaneo-fusca, liris ad tubercula albis, inferne cingulo albo; apertura in- tus alba. Long. 30 Mm. lat. max 18 Mm., long. apert. c. canali 19 Mm. Turbinella angularis Reeve Conch. icon. Turb. Nr. 49. Gehäuse eiförmig, nach beiden Seiten zugespitzt, nicht besonders dickschalig, die Umgänge sind obenher flach oder eingedrückt, scharfkantig, an den Kanten mit einer Reihe Knoten oder richtiger Querfalten. Die Spiralsculptur besteht in feinen Streifen und mehreren starken Rippen, von denen eine dicht unter der Naht, die zweite über die Kante läuft, wo sie an den Falten zu zusammengedrückten Knöt- chen anschwillt; eine andere läuft über den Beginn des Abfalls und bildet meistens einen zusammenhängenden Gürtel, wie bei cingulifera. An einem Exemplar der Paetel’schen Sammlung, das durch seine schlanke Form und auch in der Färbung abweicht, ist diesem Gürtel entsprechend der Mundrand langgezahnt und der ganze Gürtel offenbar aus solchen verschmolzenen Zähnen zusammengesetzt. Die Mündung ist gerundet, der Canal verhältnissmässig weit, Mundrand einfach, die Columelle mit drei Zähnen. — Kastanienbraun, die Spiralrippen auf den Falten weiss oder gelb- lich, Mündung innen weiss. Mitunter kommen Exemplare mit ganz weissen Knoten vor, welche in mancher Beziehung an die schlanken Formen von T. occellata Gmel. erinnern. Aufenthalt: jedenfalls an den Antillen, doch sind mir zuverlässige Angaben für die Stammform nicht bekannt. Von Dunker erhielt ich mit sicherem, westindi- schem Fundort eine schlaskere Form, welche er handschriftlich Riiseana genannt hatte. Ich kann sie nicht als gute Art anerkennen, gebe aber unter Fig. 8. 9 die Abbildung des Exemplares, das in der Gestalt an T. brevicaudata erinnert; — Fig. 12. 13 stellt die oben erwähnte Zwischenform mit spitzem Zahn am Mund- rand und stark ausgeprägtem weissen Gürtel vor; das Original gehört der Normal- sammlung. ls 84 80. Turbinella rudis Reeve. Taf. 20. Fig. 2. 3. Testa oblongo-ovata vel rhomboidea, spira acuminata, solidiuscula; anfraclus 9, sutura undulata juncti, leniter accrescentes, angulati, superne concavi, spiraliter rude lirati, liris al- ternantibus, ad angulum compresso-nodati, nodis basin versus elongatis, pliciformibus; aperlura parva, superne canaliculata, lamella columellari triplicata, superne dentata. Albida, epidermide crassa caslaneo-nigricante indula; apertura porcellanea. Long. 44, lat. 22, long. apert. c. can. 22 Mm. Turbinella rudis Reeve Conch. icon. Turbinella Nr. 51. Gehäuse länglich eiförmig, fast doppelt kegelförmig, im Umriss fast rhom- bisch, mit spitzem Gewinde, fest und solid. Die neun langsam zunehmenden Um- gänge sind undeutlich winklig, oberhalb des Winkels stark concav eingebogen, al- lenthalben umzogen von rauhen Spiralrippen, meist in Stärke alternirend und mit Zwischenstreifen. Am Winkel steht eine Reihe zusammengedrückter Knoten, welche sich nach unten in allmählig verschwindende Querfalten fortsetzen. Der Stiel ist kurz, breit, kegelförmig. Oeflnung klein, nach oben in einen Canal fortgesetzt — Folge der Einbuchtung über dem Winkel, — Mundrand scharf, einfach, innen glatt, Spindelplatte stark, festanliegend, oben mit einem Zahn, unten am Uebergang in den verhältnissmässig langen, geraden, nach links gerichteten Canal mit drei deut- lichen Falten. Weisslich, aber mit einer festsitlzenden, groben, braunen Epidermis überzogen, Mündung porcellanweiss. — Aufenthalt: Brasilien (sec. Dunker in coll.). Das abgebildete Exemplar ge- hört der nun im von Maltzar’schen Museum befindlichen Gruner’schen Sammlung an. Nach C. B. Adams bei Panama. Anm. Diese Art sieht auf der Gräuze der Leucozonien, welche freilich weder im Ge- biss noch im Gehäuse von Lathyrus getrennt werden können. Es liegen mir 8 Exemplare vor, welche nur wenig von einander abweichen, so dass die Art ziemlich constant erscheint. Sie wird in den Sammlungen nicht selten mit Knorrii verwechselt, welche aber bei aller Verwandt- schaft doch durch Sculptur und Gestalt gut verschieden erscheint. 81. Turbinella Knorrii Reeve. Taf. 0. Fig. 4 5. Teata elongato-lurbinata, subfusiformis, apice acuminato, solida; anfractus 9 superne con- cavo-depressi, medio convexi, nodorum serie unica cingulali; spiraliter lirati, lira una vel du- 85 abus ad angulum, altera basin versus plus minusve prominulis. Apertura intus lirata, columella cylindrica, superne dentala, inferne subquadriplicala. Rufo-castanea, apertura alba, Long. 46, lat. 24, long apert. 24 Mm. Turbinella Knorrii Reeve Conch. icon. Turb. Nr, 52. Gehäuse lang-kreiselförmig, fest spindelförmig, mit scharfer Spitze und kur- zem breitem Stiel, fest und solide. Die neun, durch eine wenig deutliche Naht vereinigten Umgänge sind undeutlich gekielt, über dem Kiel stark eingedrückt, von nicht besonders starken Längsrippen und feinen Streifen umzogen. Von den Spiral- rippen ist eine dicht unter der Naht besonders deutlich, ebenso die beiden zunächst dem Winkel stehenden und eine vierte weiter unten an der Stelle, wo bei T. cin- gulifera der weisse Streifen läuft. Der Winkel selbst trägt eine Reihe siumpfer, nur wenig nach unten ausgezogener Knoten. — Mündung nach oben in eine Art Canal auslaufend, innen stark gerippt, die Spindelplalte schmal, fast senkrecht stehend, oben mil einem Zahn, unten mit drei deutlichen und einer undeutlichen Falte. — Rothbraun, von einer festsilzenden kastanienbraunen Oberhaut überzogen; Mündung rein weiss. Aufenthalt: in den westindischen Meeren, speciell Honduras. (Aus der Nor- malsammlung in Frankfurt). — Anm. Diese Art, obschon allem Anschein nach sehr conslant in der Form — mehrere mir vorliegende Exemplare siimmen unter sich und mit der Reeve’schen Figur vollkommen überein — scheint mir doch kaum mehr als eine Localform der so vielgestaltigen T. cinguli- fera (nassa Gmel. ex parte) zu sein, doch reicht mein Material noch nicht aus, um zu einer Vereinigung zunächst mit brasiliana d’Orb. und dann mit cingulifera zu zwingen. Charakleri- stisch ist die tiefe concave Einbuchtung unter der Naht und die scharlen Knötchen auf dem Kiel. 82. Turbinella brasiliana d’Orbigny. | Taf. 20 Fig. 6.7. Testa elongata-ovata, solida; anfracius 9 ad suturam planati, deinde convexi vel suban- gulali, superiores obsolete nodosi, ullimus nodis destitutus, spiraliter creberrime undique lira- tus, liris alternantivus. Aperiura intus lirata, margine edentulo, columella superne obsolete den- tata, inferne triplicata, Caslaneo-fusca, apertura rufescente-albida, columella et canali vivide rosaceis. Long. 50, lat. 26, long. apert. 28 Mm. Turbinella brasiliana d’Orb. Voy. Am. mer. Moll. p. 449. pl. 77. Fig. 17. Gehäuse lang-eiförmig, weniger scharf zugespitzt, als die vorige, neun Um- 86 gänge, rascher zunehmend als bei Knorrii, zunächst der Naht abgeflacht oder ganz leicht convex, dann stark gewölbt, mitunter stumpf gekielt, die oberen Windungen mit undeutlichen Knoten, von denen auf der letzten höchstens Spuren sichtbar sind. Die Spiralsculptur besteht aus sehr dicht stehenden, flachen Spiralrippen von ab- wechselnder Stärke, so dass das Gehäuse fast einfach gestreift aussieht; gewöhn- lich springt keine der Spiralrippen stärker vor, nur selten die am Winkel liegend, und noch seltener eine, welche dem weissen Streifen bei cingulifera entspricht, Die Mündung ist innen gerippt, bald obsolet, bald dichter, bald mit continuirlichen Rippen, bald mit Perlenreihen; der Mundrand ist einfach, ohne Zahn; nur eins mei- ner Exemplare, an dem auch der weisse Streifen deutlich ausgebildet ist, zeigt die Andeutung eines Vorsprunges. Der Spindelumschlag ist breiter als bei Knorrii, oben stumpf und undeutliich gezahnt, unten vor dem Uebergang in den ziem- lich langen, nach links gerichteten, geraden Canal drei Falten. — Rothbraun mit festsitzender brauner Epidermis, die Mündung röthlich weiss, Canal und Spindel leb- haft roth. Aufenthalt: an den Küsten von Südbrasilien (d’Orbigny); St. Catarina (Dun- ker), Riff von Maceio (Nägely!). Das abgebildete Exemplar befindet sich in der Normalsammlung in Frankfurt. Anm. Typische Exemplare sind von eingulifera durch die schlankere Gestalt, den Man- gel der weissen Binde und des Zahnes, von Knorrii durch die raschere Zunahme der Windun- gen, den Mangel der Knoten und die dichteren Spiralrippen verschieden. Doch dürften sich Uebergänge genug finden. Ich selbst besitze Exemplare von Maceio, welche Knoten, Gürtel und Zahn von cingulifera mit der schlankeren Gestalt und Spiralsculptur von brasiliana verbin- den und mir die Art höchst zweifelhaft erscheinen lassen. Will man hier aber einmal anfan- gen, zusammenzuziehen, so ist von angularis durch Riiseana, cingulifera und Knorrii bis brasiliana kein Halt mehr und die sämmtlichen ächten Leucozonien müssen dann wieder in die eine nassa Gmel. zusammenfliessen. Gegenwärtig reicht mein Material aber dazu noch nicht aus. 83. Turbinella einerea Reeve. Taf. 22. Fig. 2. 3. Testa fusiformis, gracilis, anfractibus subangulato-convexis, transversim plicato-costatis, plieis in anfractu ultimo 9, spiraliter liratis, liris distantibus, ad costas compresso-tuberculatis, interstitiis striis distanlibus decussatis; columella superne dentata, infra vix plicata, fauce lae- 87 vigato. Nigricante-cinerea, costis albidis, intersüitiis et fasciis nigricantibus; apertura albida, nigrofasciata. Long. 23, lat. 10, long. apert. 11 Mm. Turbinella cinerea Reeve Conch. icon. Turb. Nr. 68 (aucta). Gehäuse schlank-spindelförmig, relativ dünnschalig; sieben undeutlich winklige Windungen, quergefaltet, 9 Falten auf dem letzten Umgang, nicht ganz bis zur Naht reichend. Ziemlich starke, entfernt stehende Spiralrippen umziehen das Ge- häuse, zwei an dem Winkel, zwei am Beginn der Verschmälerung, und mehrere auf dem Stiel; die oberen schwellen auf den Querfalten zu Knötchen an Die Mündung ist innen glalt, mit scharfem Rand, die Spindel trägt oben einen Zahn, Falten kann ich aber an meinen Exemplaren nicht erkennen, und bin deshalb nicht sicher, ob die Art überhaupt hierhergehört, da die Färbung von den übrigen spin- delförmigen Turbinellen sehr abweicht. Die Grundfarbe ist aschgrau, die Rippen- falten sind heller, die oberen Knötchen weiss, der Raum unter der Naht und die Zwischenrippenräume dunkelgrau, oder schwarz; auch sonst stehen hier und da noch unregelmässige schwarze Flecken, und um den Beginn des Abfalls läuft eine breite, intensiv schwarze Binde, welche dem Reeve’schen Exemplar fehlt. Mün- dung weisslich, mit undeutlichen dunklen Binden. Aufenthalt: bei Reeve unbekannt; die beiden mir vorliegenden Exemplare aus Paetels Sammlung sind mit „Australien“ bezeichnet, was nicht viel mehr sagen will. 84. Turbinella ustulata Reeve. Taf. 22. Big. 4.5. Testa fusiformis, solida', spirae suluris subimpressis, crenulatis; anfractus 8 subrotundati, superne impressi, medio interdum carinali, transversim latecostali, costis obliquis, spiraliter subtiliter rugoso-lirati; apertura ovata, subangulata, fauce lirato, canali angusto, recurvo. Colore lutescente, ad basin nigra, plerumque ustulato-fusce tincla et fasciata; apertura lutescens. Long. 28, lat. 14, long. apert. 14 Mm. Turbinclia ustulata Reeve Conch. icon. Turb. sp. 62. Gehäuse spindelförmig, solid, aus acht langsam zunehmenden Windungen be- stehend, welche durch eine ziemlich eingedrückte, crenulirte Nath verbunden sind, Sie sind ziemlich gerundet, doch obenher etwas eingedrückt und mitunter in der Mitte gekielt, stark quergefaltet mit breiten, etwas schrägen Rippenfalten und von 88 sehr dichten, rauhen, fast schuppigen Spiralreifen umzogen. Die Mündung ist klein, kaum die Hälfte des Gehäuses ausmachend, eckig eiförmig, in einen engen, rück- wärts gekrümmten Canal fortgesetzt, an dessen Eingang auf dem Gaumen ein Zähn- chen steht; der Mundrand ist einfach, der Gaumen dicht gerippt, Spindelbeleg stark, Falten kaum sichtbar. Färbung gelbbraun mit einem schwarzen oder purpurbraunen Fleck an der Basis, meistens auch in den Zwischenräumen der Rippenhöcker dunk- ler rauchbraun, oder mit undeutlichen braunen Bändern; Mündung gelblich, mit einer bläulichen Lippe, am unteren Ende der Spindelpiatte und im Canal dunkel. Aufenthalt: Polynesien, das abgebildete Exemplar aus meiner Sammlung. Tonga Tabu (Mus. Godeffroy). Wie es scheint, im indischen Ocean weit ver- breitet, da das Berliner Museum von Mauritius durch Robillard Exemplare erhielt, die ich nicht von ustulata trennen kann. — Anm. Diese Art scheint in der Sculptur und Zeichnung sehr zu variiren; constant ist nur der dunkle Fleck an der Basis. — 85. Turbinella Newcombi A. Adams. Taf. 22. Fig. 6. 7. Testa parva, ovato-fusiformis, spira aperturam aequante, apice basique atro - purpureo tincta, serie macularum atro-purpurearum in medio anfractuum et altera serie ad suturas Or- nala; anfraclibus transversim plicatis, spiraliler obsolete liralis; aperiura ovali, columella plieis quatuor parum prominentibus insiructa, labro intus dentato. Long. 16, lat. 3 Mm., long. apert. 8 Mm, Latirus Newcombi A. Adams in Proc. zool. soc. Lond. 1854. p. 314. Gehäuse klein, aufgetrieben spindelförmig, mit scharfer Spitze, im ganzen Ha- bitus einer bauchigen Form der Nassa costulata aus dem Mittelmeer nicht unähnlich; acht langsam zunehmende Umgänge, durch eine wenig bezeichnete Naht vereinigt, der letzte etwa die Hälfte des Gehäuses einnehmend, quergefaltet und nicht sehr deutlich der Länge nach gerippt, weiss, Wirbel und Ende des Canals purpurroth; ausserdem läuft noch eine rothe Binde, in der in jeder Furche zwei Rippen dunk- ler bezeichnet sind, über die Mitte der Umgänge und eine ähnliche längs der Naht. Mündung eiförmig, innen gefurcht, gelb bis auf das purpurfarbene Ende des Canals; Mundsaum scharf; Spindel stark gebogen, mit drei bis vier undeutlichen Falten. Varietäten: Es kommen schlankere, schärfer sculptirte Formen vor, mitunter 89 auch solche mit dunklerer Zeichnung namentlich in den Zwischenräumen der Rippen. Von T. crocea Gray, mit der sie nicht selten verwechselt wird, unterscheidet sie die ganz andere Sculptur, geringere Grösse elc. Aufenthalt: in Polynesien anscheinend weit verbreitet. Das abgebildete Exemplar, von den Sandwichs-Inseln, in meiner Sammlung. S6. Turbinella crocea Gray. Taf. 22. Fig. 8. 9. Testa subfusiformi-ovata, solida, spira aperturam vix aequante; anfractus 7 leniler ac- crescentes, rotundati, obsolete plicalo-costali, plicis oblusis, numerosis, spiraliter subtiliter lirati; apertura rotundata, in canalem recurvum desinens, fauce lirata, labro acuto, colu- mella biplicata.. Alba, nigro suluris basique tincta, maculis magnis vel fascia continua ca- staneo-nigris medio uniseriatim picta, apertura crocea. Long. 21, lat. 12 Mm. Turbinella crocea Gray Zool. Beech. p. 113. — _ Reeve Conch. icon. sp. 66. Gehäuse ei-spindelförmig, festschalig, mit spitzem, die Länge der Mündung kaum erreichendem Gewinde; sieben langsam zunehmende Umgänge, schwach ge- wölbt, durch eine wenig auffallende, aber crenulirte Naht geschieden, mit zahl- reichen, aber wenig deutlichen stumpfen Querfalten und von schwachen Spiral- reifen umzogen. Mündung gerundet, in einen kurzen, aber stark gebogenen Canal auslaufend, mit einfachem, scharfem Mundrand; Gaumen gerippt, Spindel mit zwei deutlichen Querfaälten. Weisslich, unter der Naht und am Stiel mit breiten schwar- zen Binden, auf der Mitte mit einer Reihe ‚kastanienbrauner Flecken, die häufig zu einer Binde zusammenfliessen; nicht selten sind auch die Spiralreifen braun geglie- dert; Mündung immer gelb, nur am Ende des Canals ein dunkler Fleck. Diese Art wird häufig verkannt, namentlich indem trotz Reeve’s guier Figur die vorige Art dafür genommen wird, so von von Martens im Donum Bismarckia- num p. 12 t. 1 Fig. 12. 87. Turbinella violacea Reeve, Tars220:Bio. 10! „Turbinella testa subfusiformi, spira acuminata, anfraclibus medio tuberculato - costalis, liris subtilibus striisque undique eingulalis, violaceo-alba, basi nigricante- castanea, apertura rosaceo-violacea.® (Reeve). IN. 3. a. 12 90 Long. 35, lat. 17 Mm. (ex icone). Turbinella violacea Reeve Conch. icon. Turb. sp. 59, „Gehäuse ziemlich spindelförmig, mit scharfer Spilze, die Umgänge in der Mitte gerippt mit Knoten; überall von feinen Spiralrippen und Streifen umzogen; weisslich- violett, an der Basis mit einem kastanienbraunen Flecken; Mündung rosa - violelt.“ (Reeve). Aufenthalt unbekannt. — Ich konnte die Art nicht zu Gesicht bekommen und copire deshalb Figur und Beschreibung bei Reeve; die Figur zeigt 9 Umgänge die Art gehört somit nicht in die Nähe von nassatula. 88. Turbinella concentrica Reeve. Taf. 22. Fig. 11. 12. Testa fusiformis, spira acule lurrita, solida; anfractus 9 convexi, infra suturam parum impressi, liris elevalis, subdistantibus undique funiculati, transversim plicato-costali, costis conceniricis, solidis, latiusculis; apertura elongato-ovato, canali subelongato, ad introitum angustato, fauce lirato, liris subdistantibus, interruplis, columella angulata, superne dentata, inferne fortiter triplicata, lamella appressa. Rufo-aurantia, epidermide pellucide - fusca induta, apertura alba vel lutescente, Long. 42, lat. 19 Mm. Turbinella concentrica Reeve Conch. icon. Turb. sp. 2. Gehäuse ziemlich schlank, spindelförmig, mit gelhürmtem, spitzem Gewinde und kurzem, aber schmalem Stiel, ziemlich dickschalig.. Neun schön gewölbte, nur unter der Naht eiwas eingedrückte Umgänge, durch eine deutliche, wellen- förmige Naht vereinigt, von scharf vorspringenden, ziemlich entfernt stehenden Spiralrippen umgeben, zwischen denen feine Spirallinien laufen, von denen mit- unter die miltlere stärker wird, und stark quergefaltet, mit concentrischen, ziem- lich dicht stehenden Falten und schmäleren Zwischenräumen. Mündung verhältniss- mässig klein, schmal eiförmig, in einen ziemlich langen, nach links gebogenen Canal übergehend, dessen Eingang von der einen Seite durch einen zahnartigen Vorsprung auf der Mündungswand, von der anderen durch die vorspringende un- terste Falte verengert wird, im Gaumem weitläufig und unterbrochen gestreift ; Spindel mit einer starken, fest angedrückten Platte, stark gebogen, am Eingang des Canals einen scharfen Winkel bildend, oben mil einem Zahn, unten mit drei 91 starken, queren Falten, von denen die unterste den scharfen Winkel am Canal- eingang bildet. Färbung gleichmässig röthlich-braungelb, nur am Stiel, aber nicht in den Zwischenrippenröumen dunkler, von einer dünnen, durchsichtigen braungelben Epi- dermis überzogen, Mündung innen weiss oder gelblich. Aufenthalt: an der Westküste von Centralamerika; St. Elena in sieben Faden Tiefe auf sandigem Schlamm (Cuming). Acapulco (Carpenter). (Coll. Dunker). Anmerkung. Diese Art gehört zur Gruppe der prismatica und kommt namentlich meiner fallax ziemlich nahe, unterscheidet sich aber durch die zahlreichen Querlalten, schlankere Gestalt — sie ist milunter noch viel schlanker als unsere Figur — und die gleichmässige Färbung genügend. 89. Turbinella caledonica Petit. Taf. 22. Fig. 13. 14. Testa fusiformis, solida, cauda brevi; anfractus 8 rotundati, transversim plicati, plicis rotundatis, interstitiis aequalibus, spiraliter confertim lirali, liris alternantibus, majoribus sca- brosis, in anfractu ultimo lineis ineremenli irregularibus decussatis, sutura subundulata, cre- nulata; apertura dimidiam testae non attingens, ovata, in canalem subangusium, ad sinistram curvatum desinens, labro sulcato, ad introilum canalis subdentato, columella callo conspicuo munita, inferne obscure biplicata. Albida, epidermide fuscescente tenui induta, ad suluras, in interstitiis plicarum et basim versus obscurius fusce lincta, ad caudam nigro maculala; apertura lutescente-albida, canali ad exitum nigrotincto. Long. 27—33, lat. 13—16 Mm. Turbinella caledonica Petit Journ. Conch. II. 1851 p. 367 t. 10 fig. 6. Die beiden abgebildeten Exemplare wurden mir als ustulata zugeschickt, un- terscheiden sich aber von derselben, der sie allerdings durch die Gestalt und den braunen Fleck am Ende des Stiels nahe stehen, durch die zahlreichen, gerundeten, wenig erhabenen Rippenfalten, die gleichmässigere Rundung der Umgänga und die an Stärke regelmässig abwechselnden Spiralreifen. Bei ustulata sieht man auf dem halben Umgang nur fünf, hier sieben Fallen und sind diese hier regelmässig con- centrisch, bei ustulata schief. Aufenthalt: im australischen Archipel, Fig. 13 von Upolu, Fig. 14 von Neu- caledonien (Coll. Dunker). 12 * 92 90. Turbinella infracincta n. sp. Taf. 22. Fig. 16. 17. Testa elongato-fusiformis, spira acuminata, solida; anfractus S leniter accrescentes, sulura canaliculata, crenulata discreti, iransversim plicati, plieis obliquis, infra suturam planatis, spi- raliter lirali, liris in anfraclibus superioribus obsolelis, una lantum inira medium prominente, in ultimo liris 4 prominentibus infra medium, aliisque duabus in cauda munita; apertura parva, in canalem recurvum desinens, fauce lirata, columella obsolete biplicata. Albida vel lutescente albida, ad suturas, in interstiliis costarum et ad caudam fuscescens, ad basin fusco -vel nigro maculata. Long. 30—34, lat. 13—15 Mm. Diese charakteristische und durchaus nicht seltene Form, von der mir zehn Exemplare vorliegen, kann ich mit keiner der beschriebenen vereinigen; wahrscheinlich ist auch sie mit ustulata vermengt worden. Sie steht derselben in dem allgemeinen Habitus näher als die vorige, aber die Umgänge sind weit we- niger gewölbt, die Naht daher weniger eingezogen, aber ebenfalls rinnenförmig mit schuppig crenulirtem Rand. Die Rippenfalten sind höckerartig, stehen schräg und verflachen sich in dem eingedrückten Raum unterhalb der Naht Die Spiral- reifen sind ungleich; charakteristisch sind auf dem letzten Umgang vier stärkere, vorspringende Reifen, welche, durch je eine schwächere getrennt, unterhalb der Mitte verlaufen; auf der beiden vorhergehenden Umgängen ist nur der oberste sichtbar. Unter der vierten folgt wieder ein breiterer, glätterer Raum und erst auf dem Stiel treten wieder 2—3 stärkere Rippen auf, welche durch die Anwachs- streifen gekörnelt erscheinen. Die Färbung ist weisslichgelb, an der Naht, in den Zwischenräumen und nach dem Stiel hin bräunlich, Basis und Apex schwärzlich. Aufenthalt unbekannt, vermulhlich in Polynesien. Die abgebildeten Exemplare aus der Normalsammlung. 91. Turbinella marquesana A. Adams. Taf. 22. Fig. 18. 121. Testa fusiformis, solida, spira acuminata, apertura longiore; anfracius T—8 parum con- vexi, sutura subcanaliculata, crenulala discreti, transversim plicati, plicis numerosis, parum 93 elevatis, spiraliter lirati, liris alternantibus, majoribus squamuloso -asperis; aperlura ovalis, canali mediocri, fauce sulcata, margine crenulato, columella oblique biplicata. Albida, epider- mide fusca induta, purpureo, cauda nigricante. Long. 27, lat. 13 Mm. Latirus Marquesanus A. Adams Proced. Zool. Soc. 1834 p. 315. Gehäuse spindelförmig, mit spitzem, die Mündung an Länge übertreffendem Gewinde, festschalig; 7 —8 wenig gewölbte, "regelmässig zunehmende Umgänge, durch eine etwas rinnenförmige, am Rande crenulirte Naht geschieden, mit zahl- reichen, aber nur wenig vorspringenden und schnell verschwindenden Rippenfalten und dicht von regelmässigen, in der Stärke abwechselnden schuppigen Spiralreifen umzogen, von denen keine besonders vorspringt. Mündung eirund, kürzer als das Gewinde, mit mässigem, nicht zu engem, wenig gebogenem Canal; Mundrand schneidend, gezähnelt, Gaumen gefurcht, Spindel mit dünnem, fast ganz ange- drücktem Beleg. Adams nennt die Schnecke genabelt; von meinen beiden Exem- plaren ist das eine genabelt, das andere zeigt nicht die Spur eines Ritzes. Fär- bung gelblichweiss, aber durch eine festsitzende, gelbbraune Epidermis verdeckt, die in den Zwischenrippenräumen etwas dunkler erscheint; Apex purpurroth, Ende des Stiels schwarzbraun, Mündung gelblichweiss, am Ende des Canals ein dunk- ler Fleck. Aufenthalt: an den Marquesas-Inseln (Coll. Cuming). Das abgebildete Exem- plar aus Dunkers Sammlung von Neu Caledonien. Anmerkung. Diese Art gchört in die engere Gruppe der usiulata und steht nament- lich den T. caledonica recht nahe, unterscheidet sich aber durch die viel weniger gewölbten Windungen, die schwächeren Querfalten und die engeren, schuppigeren Spiralreifen. Doch dürfte grösseres Material wahrscheinlich zur Vereinigung zwingen. 92. Turbinella maculata Reeve. Taf. 22. Fig. 20. 4. Testa fusiformi-turbinata, cauda leviter recurva; anfractus 8 sutura undulata, crenulata discreti, rotundati, infra suluram impressi, transversim costato-plicali, spiraliter creberrime lirati, liris duabus ad costas tuberculatis; aperiura parva, Sauce lirata, ad canalem subdenlata, canali angusto, columella biplicata; albida, maculis rufidis irregulariter tincta et variegata. Long. 28, lat. 14, long. apert. 15 Mm. Turbinella maculata Reeve Conch, icon. sp. 70. 94 Gehäuse spindelförmig mit kurzem, leicht zurückgekrümmtem Stiel, fesischalig;; die acht langsam zunehmenden Umgänge sind durch eine tiefe, rinnenförmige, cre- nulirte Naht geschieden, unter der Naht eingedrückt, stark quergefaltet, aber die Faltenhöcker nach oben und unten kurz abfallend; über sie hinweg laufen dichte Spiralreifen, die auf ihnen deutlicher sind, namentlich die beiden dem oberen Ende zunächst verlaufenden springen in zwei Reihen spitzer Höcker vor, ein Charakter, den 10 mir vorliegende Exemplare gleichmässig zeigen, den aber Reeve nicht erwähnt. Die Mündung ist ziemlich klein, im Gaumen stark gerippt, der enge, nach links und hinten gekrümmte Canal im Eingang durch einen schwachen Zahn verengt, die dickbelegte Spindel mit zwei deutlichen Fältchen. Färbung gelblich- weiss mit unregelmässigen, verfliessenden rothen Flecken, die Knötchen weiss. Aufenthalt: an Mauritius (Robillard). — Das abgebildete Exemplar aus mei- ner Sammlung. 93. Turbinella maderensis Watson sp. Taf. 23. Fig. 2. Testa late umbilicata, fusiformis, solida; anfractus 6—7 angulati, infra suluram subcana- liculatam impressi, transversim plicati, plicis in impressione et caudam versus evanescenlibus, spiraliter lirati, liris tribus majoribus, ad plicas tuberculatis. Apertura parva, ovato-angulata, in canalem longum, angustum desinens, labro externo angulato, simpliei, fauce laevi, colu- mella callosa, (plieis obsoletis?). Aurantio-fusca, apertura alba, epidermide lutescente - fulva induta. (Sec. Watson angl.). Long. 55, lat. 33 Mm. Chascax maderensis Watson Proceed. Zool. Soc. 1873 p. 862 t. 86 fig. 30. Gehäuse sehr weit genabelt, plumpspindelförmig, schwer und dickschalig. 6-—7 kantige Umgänge, durch eine schwach rinnenförmige Naht geschieden, unter derselben auf eine ziemliche Strecke eingedrückt, der letzte nach unten rasch in einen plumpen, quer abgestutzten Stiel abfallend, der durch den weiten Nabel aus- gehöhlt ist; querrippenfallig, die Rippen aber in dem Eindruck unter der Naht und nach dem Stiel hin rasch verschwindend; sie werden von Spiralreifen gekreuzt, von denen namentlich drei auf der Höhe der letzien Windung stark hervortreten und auf den Querrippen stark vorspringen; auch auf dem Stiel verlaufen einige stärkere Reifen. Die Mündung ist verhälnissmässig klein, eckig-eiförmig, und geht in einen 95 engen, geraden, etwas überdeckten Canal über; der Aussenrand ist einfach, aber stark, kantig, der Gaumen glatt, die Columella mit einer dicken Platte belegt. Eine Falte war bei dem einzigen gefundenen Exemplare — einem offenbar sehr alten Thiere — nicht vorhanden, offenbar obsolet. Deckel dick, hornig, klauen- förmig mit dem Nucleus am unteren Ende. Der Entdecker hat für diese Art ein eigenes Genus Chascax etabliren zu müssen geglaubt, da der Deckel von dem von Rapana verschieden ist, zu der er das Thier des offenen Nabels wegen rechnen zu müssen glaubte. ich ziehe sie tro!z des Fehlens der Spindelfalte unbedenklich hierher, wo sie an T. trochlearis in jeder Beziehung ihr Seitenstück findet. Aufenthalt: an der Küste von Madera, nur ein Exemplar von Watson gedrakt. Die Figur und Beschreibung sind aus den Proceedings 1. c. entlehnt. 94. Turbinella vexillulum Reeve. Taf. 23. Fig. 3. „Turbinella testa ovala, ulrinque acute altenuata, anfraclibus liris aculis, conlertis, al- ternalim majoribus undique cingulatis, medio angulatis, ad angulum tubereulis mucronalis ar- matis; nigricanle-caerulea, liris alternalim roseis et albis; intus caerulescente-alba.“ (Reeve). Long. 45, lat. 30 Mm. (ex icone). Turbinella vexillulum Reeve Conch. syst. vol. Il. pl. 229 f. 1.— Conch. icon. sp. 31. „Gehäuse eiförmig, nach beiden Enden scharf zugespitzt, die Windungen allent- halben von in der Stärke abwechselnden Spiralrippen umgeben; kantig, an der Kante mit spitzen Höckern bewaffnet; sehr dunkel blau, die Rippen abwechselnd rosa und weiss, Mündung im Inneren blauweiss.“ (Reeve). Aufenthalt unbekannt, dem Habitus nach die Westküste Centralamerikas. — Es ist mir nicht gelungen, mir ein Exemplar dieser so sehr eigenthümlich gelärb- ten Art zu verschaffen, ich musste mich daher begnügen, Reeve’s Figur und man- gelhafte Beschreibung zu copiren. Er sagt nichts über die Falten, auch auf der Abbildung ist Nichts zu erkennen, und ich kann somit nicht einmal mit Bestimm- heit angeben, ob die Art, wie ich dem Habitus nach vermuthe, eine ächte Tur- binella aus der Sippschaft von tuberculata ist, oder ob sie zu picta Reeve und so- mit zu den ächten Peristernien gehört, 96 95. Turbinella scabrosa Reeve, Taf. 23. Fig. 4.5. Testa ovato-fusiformis, solida, spira acuta; anfractus 7, sutura undulata, crenulata dis- creti, superi plani, inferi convexi, transversim fortiter costali, spiraliter liris anguslis, sca- brosis, alternatim minoribus cingulati; apertura rotundata, canali angusto, fauce lirata, colu- mella biplicata. Griseo-vel lutescente albida, apertura lutescente, canali ad basin brunneo- maculato, Long. 24, Int. 13, long. apert. 13 Mm. Turbinella scabrosa Reeve Conch. icon. sp. 60. Var. gracilior, serie macularum in interstitiis costarum infra medium tesselata (fig. 4). Long. 27, lat. 13, long. apert. 13 Mm. Gehäuse ei-spindelförmig mit spitzem Gewinde, fesischalig; von den sieben Umgängen sind die oberen abgeflacht und bilden einen regelmässigen Kegel, die unteren sind gut gewölbt, durch eine wellenförmige, etwas rinnenarlige, am Rande crenulirte Naht geschieden, stark quergefaltet und dicht von schuppigen, starken Querreifen umzogen, die an Stärke regelmässig wechseln. Die Sculptur erinnert an manche Coralliophilen. Die Mündung ist gerundet und verläuft in einen engen, am Eingang verengten, nach links gekrümmten Canal; Gaumen stark ge- rippt, Spindel dick belegt, der Beleg mitunter unten lostretend, mit zwei deut- lichen Querfalten. Farbe ein einfarbiges Grauweiss oder Gelbweiss, die Mündung lebhafter gelb, am Ende des Canals mit einem dunklen Fleck. Die Fig. 4 abgebildete Varielät zeichnet sich ausser der weit schlankeren Gestalt durch eine Reihe brauner quadralischer Flecken aus, die unterhalb der Mitte in den Zwischenräumen der Querrippen stehen und auch im Inneren der Mündung sichtbar sind. Aufenthalt: in Polynesien, die Stammform von Dr. Graeffe in Tonga - Tabu gesammelt. (Aus meiner Sammlung). 96. Turbinella Mariei Crosse. Taf. 23. Fig. 6. 7. „lesta fusiformis, solidula, longitudinaliter crassicostata, spiraliter minute et regulariter striato-sulcata, brunneo-fulva; spira elongata, sutura subirregulariter impressa; anfr. 8 convexi 97 ultimus spiram vix superans, versus basin attenuatus, in caudam brevem, abrupte iruncatam de- sinens; aperlura ovaio-oblonga, intus sulcata, vivide nigro-violacea, in canalem desinens bre- viusculum; peristoma vivide violaceum, margine columellari laevigato, vix arcuato, subrecto, externo subacuto, versus basin denticulum brevem, obtusulum emittente. Long. 25, diam. maj. 11 Mm.“ (Crosse). Turbinella Mariei Crosse Journ. Conch. 1869 XVII. p. 177. p. 279 pl. VII. fig. 2. Gehäuse spindelförmig, festschalig, einfarbig braungelb; acht Umgänge, gewölbt, stark quergefaltet und fein und regelmässig spiralgestreift, der letzte Umgang kaum grösser als das Gewinde, nach unten verschmälert und in einen kurzen, abgestutz- ten Stiel endigend.. Mündung lang-eirund, im Gaumen gefurcht, lebhaft dunkel- violett gefärbt; Spindel kaum gebogen, glatt, Aussenrand schneidend und am Ein- gang in den kurzen Canal mit einem Zähnchen. Aufenthalt: Neu-Caledonien. Anmerkung. Crosse vergleicht diese Art mit T. incarnata; sie gehört aber nach Sculptur und Färbung allem Anschein nach in die Sippschaft von Nassatula. Abbildung und Beschreibung aus dem Journal de Conchyliologie |. c. 97. Turbinella nana Reeve. Maf.023.2 Eig.,8. 9. Testa gracili-fusiformis, solida; anlractus S—9, sutura canaliculata, ad marginem squa- moso-crenulata discreli, leniter accrescentes, transversim fortiter costati, spiraliter liris parvis, conspicuis granulosis regulariter cincta, siriis incremenli irregularibus caucellata; apertura rotundata, parva, canali brevissimo, curvato, fauce lirata, columella arcuala, superne dentata, inferne vix plicala. Spadiceo-fusca, columella pallide rosea. Long. 25, lat. 12 Mm. Turbinella nana Reeve Conch. icon. sp. 67. Es liegt mir nur ein Exemplar aus der Dunker’schen Sammlung vor, das zu Reeve’s Abbildung und Beschreibung gut passt. Die Gestalt ist schlank spindel- förmig; die 8-9 Umgänge sind gut gewölbt, durch eine tiefe, wellenförmige Naht geschieden, die nach unten immer mehr rinnenartig wird und an den beiden letzten Umgängen am Rande mit starken Schüppchen besetzt ist. Sie sind stark und dicht quergefaltet, die Zwischenräume zwischen den Falten sind flach und schmäler als die Falten; die Spiralsculptur besteht aus kleinen, regelmässigen Reifchen, welche von starken ungleichen Anwachsstreifen geschnitten werden und dadurch gekörnelt Il. 3. a. 13 98 oder gilterförmig erscheinen; die Zwischenräume sind sehr fein quergestreift. Die Mündung ist verhältnissmwässig klein, rundlich, im Gaumen stark gestreift, die Spindel stark gebogen, oben mit einem Zähnchen, das eine Art Canal bilden hilft, unten beim Eingang in den engen, ziemlich langen, nach links gebogenen Canal mit zwei undeutlichen Falten. Gelblick, die Mündung schwach rosa. Aufenthalt: Java (Coll. Dunker). 98. Turbinella scabra Souverbie., Taf. 23. Eis. 10. 11. „Testa fusiformis, elongata, solida, longitudinaliter scabre crassicostata, costulis 1—2 mi- noribus interpositis cincta, nigra; anfr. 102 sutura rude crenulata discreli, ultimus turgidus; aperiura ovalo-oblonga, in canalem subelongatum desinens, fauce subviolaceo-albida et valide sulcata; margine dextro minute undulato, columellari appresso, extus lamellose prominente, intus iuberculo valido, plicas duas iransversas, subviolaceo-albas gerente munito. — Long. (spira fracta) 15 Mm., lat. max. 6 Mm., long. apert. (canali excluso) 3 Mm. lat. 2 Mm.“ (Souverb.) Turbinella scabra Souverbie Journ. Conch. XVIl. p. 419. XVII. p. 480 t. 14 f. 3. Gehäuse spindelförmig, unten etwas aufgeblasen, fest, mit starken Längsrippen und kleinen Querreifen, schwarz. Die Längsrippen erreichen oben nicht die Naht und verschwinden an der Basis des letzten Umgangs; sie werden von kleinen, vor- springenden Spiralreifen gekreuzt, zwischen denen immer eine, mitunter auch zwei kleinere laufen; starke Zuwachsstreifen machen das ganze Gehäuse rauh. Gewinde verlängert, conisch, und ganz wenig convex, 9—10 Umgänge; die Naht deutlich grob crenulirt durch die Anwachsstreifen, nach unten unmittelbar durch eine der feiner Spiralrippen begränzt. Der leizte Umgang nimmt, den Canal abgerechnet, ein Drittel des Gehäuses ein und verschmälert sich nach unten plötzlich in einen kurzen, sehr wenig nach hinten gebogenen Canal. Mündung länglich eiförmig, kastanienbraun, in der Tiefe weisslich und stark gefurcht; Mundrand schneidend, leicht gezackt, oben mit einem kleinen Tuberkei, das mit einem stärkeren auf der Mündungswand correspondirt. Zwei deutliche, nur wenig abwärts gerichtete Spin- delfalten. Aufenthalt: an der Insel Art im Archipel von Neu-Caledonien. Nur ein Exemplar im Museum zu Bordeaux bis jetzt bekannt; wir geben des- halb Figur und Beschreibung nach dem Journal de Conchyliologie !. c. 99 99. Turbinella Noumeensis Crosse. Taf. 23. Fig. 12. 13. „Testa imperforata, elongato-fusiformis, longitudinaliter obtuse costata, spiraliter rugis prominulis et lineis granosis decussala, cinerea, cingulis aurantiacis 3 fere contiguis eleganter ornata; spira elevata, sutura parum conspicua; anfr. 8&—9, ullimus spira paulo minor, cingulis auranliacis 6 munilus, in canalem brevissimum, subito interruptum desinens; apertura ovata, intus saturate purpureo-fusca, labro simplice, columella valide biplicata.* (Crosse). Long. -11,5, lat. 4,5 Mm.; apert. 3 Mm. long., 1,5 lata. Turbinella Noumeensis Crosse Journ. de Conch. XVIJ. 1870. p. 247. XIX. pP. 199. 6 8. 1. „Gehäuse undurchbohrt, länglich-spindelförmig, mit stumpfen Längsrippen, die rechtwinklig von etwas vorspringenden Spiralrippen und Körnerreihen gekreuzt werden. Die Färbung ist ein zartes Aschgrau mit drei schmalen, orangefarbenen Binden auf jedem Umgang, von denen die oberste dicht unter der Naht verläuft und gekörnt ist, während die beiden anderen, dicht neben einander etwas über der Mitte verlaufend, nur rauh sind. Gewinde erhoben, Naht wenig sichtbar; acht bis neun gewölbte Umgänge, die beiden ersten fast glatt, der letzte etwas kürzer, als das Gewinde und mit sechs orangefarbenen Binden; die drei oberen verlaufen wie auf den oberen Umgängen, die vierte und fünfte unter der Mitte, die sechste ent- springt auf dem Spindelrand und läuft über den Stiel. Canal kurz und plötzlich abgestutzt. Mündung eirund, im Inneren, wie auch der Mundsaum, tief purpurbraun ; Spindel mit zwei starken Falten, Mundsaum leicht gebogen, fast schneidend“ (Crosse). Aufenthalt: Neu Caledonien, bei Noumea von E. Marie entdeckt; Abbildung und Beschreibung aus dem Journal de Conchyliologie. 100. Turbinella rhodostoma Dunker. Taf. 28, Fig. 14. 15. „Testa lanceolato-fusiformis, septangula, fulva, coslis septenis longitudinalibus crassis in anfractu ultimo instructa lineisque elevatis albidis subaequalibus cincta; columella plieis duabus obsoletis signata; labrum intus laevigalum neque strialum; fauces roseae.“ Turbinella rhodostoma Dunker Mal. Bl. VI. 1860. p. 238. — — Moll. Japon. p. 4. t. 1 fig. 21. Fasciolaria rhodostoma Lischke Japan. Meeresconch. II. p. 29. 13 * 100 Gehäuse schlank spindelförmig, eckig, sechs Umgänge (ob ausgewachsen?), stark quergefaltet, auf dem letzten Umgang mit sieben solchen Rippenfalten und mit etwas ungleichen, weisslichen, erhabenen Spirallinien umgeben; Mündung klein, in einen langen, geraden Canal übergehend, Spindel mit zwei undeutlichen Falten, der Gaumen glatt; braungelb, die Mündung innen rosa. Aufenthalt: Japan, in den Sammlungen noch sehr selten. Abbildung und Be- schreibung nach Dunker I. c. — 101. Turbinella subrostrata Gray sp. Taf. 24. Fig. 2. 3. Testa ovato-pyrilormis, crassa, ponderosa, basi subrecurva; anfraclus 6—7, superi cari- nali, nodulosi, ultimus permagnus, spiram duplo magis superans, muticus, spiraliter striatus, basin versus sulcatus; apertura ovala in canalem recurvum desinens, columella excavata, lae- vigata, labro simplice, crasso, fauce vel sulcata vel laevigata; eburnea, epidermide lulea, lae- vigata induta. Long, 40, lat. 26, apert. long. 30 Mm. Pyrula subrostrata Gray Zool. Beech. p. 115 t. 36 fig. 95. — Wood Cat. Suppl. . A fig. 9. En —_ Reeve Conch. icon. sp. 11. Fusus lapillus Brod et Sow. Zool. Journ. IV. 378. Pyrula subrostrata Lamarck-Deshayes p. 523. Gehäuse ei-birnförmig, fast keulenförmig, sehr diekschalig und schwer, mit einem starken, schwach gekrümmten Stiel; 6—7 Umgänge, die oberen, welche das kleine Gewinde bilden, kantig und mit einer Reihe vorspringender Faltenhöcker be- setzt, welche sich auf- dem vorletzten Umgange verlieren; der letzte ist doppelt so lang als das Gewinde, gerundet, ohne alle Höcker, spiralgestreift, die Streifung nach dem Stiel hin in eine Furchung übergehend. Mündung eirund, verhältnissmässig gross, in einen ziemlich weiten, rückwärtsgekrümmten Canal übergehend, die aus- gehöhlte Spindel mit starkem, porcellanglänzendem Callus belegt, ohne eine Spur von Falten; Mundrand einfach, bei meinen Exemplaren schwach crenulirt und im Gaumen glatt, während Reeve den Gaumen tief gefurcht nennt. Farbe weiss, das Gehäuse mit einer glatten, festsitzenden, braungelben Oberhaut überzogen. Aufenthalt: an der Westküste von Centralamerika, in der Bai von Montija in West-Columbien von Cuming in zwölf Faden Tiefe auf sandigem Schlamm gedrakt. 101 Anmerkung. Wie schon oben bemerkt, unterscheidet sich diese immer noch seltene Art von T. agrestis Anton nur durch die Grösse und die glatte Spindel; ich ziehe sie somit hierher zur Untergattung Lagena; bei Pyrula steht sie ganz isolirt und störend, 102. Turbinella Rollandi Bernardi. Taf. 24. Fig. 4. „Testa fusiformis, erassiuscula, subumbilicata, luteo-aurantiaca, apice mucronato, spirae suturis subprofundis; anfr. 8 transversim costali, spiraliter granulato-striati; columella obscure biplicata, pallide aurantiaca; fauce striata, pallide auranliaca; cauda lata, breviuscula. — Long. 41, diam. max. 13 Mm.“ (Bernardi). Turbinella Rollandi Bernardi Journ. Conch. IX. 1861. p. 50 t. 1 f. 5. „Gehäuse spindelförmig, ziemlich dickschalig, etwas genabelt, hell orangegelb; Apex spitz, Naht ziemlich tief und wellig; acht Umgänge mit zahlreichen Querfalten und dichten, leicht gekörnten Spiralreifen. Spindel mit zwei wenig sichtbaren Fal- ten, Gaumen geslreift, blass orangegelb; Canal ziemlich kurz und weit.“ (Bern.) Aufenthalt: Neu Caledonien. Figur und Beschreibung aus dem Journal de Conchyliologie 1. ce. Anmerkung. Diese Art ist der T. caledonica nahe verwandt, vielleicht nur ein beson- ders grosses, altes Exemplar derselben. 103. Turbinella attenuata Reeve. Taf. 24. Fig. 5. „Turbinella testa subelongato-fusiformis, anfractibus striis prominentibus regulariter funi- eulatis, longitudinaliter fortiter tuberculalo-costatis; lutescente alba, epidermide pallide olivacea induta.* (Reeve). Turbinella attenuata Reeve sp. 69. Ich glaube diese von Reeve nach einem Exemplare unsicheren Fundortes be- schriebene Turbinelle in der abgebildeten Form zu erkennen, wenigstens entspricht ihr die Diagnose, die etwas abweichende Abbildung wird von Reeve selbst für nicht genau erklärt. Das Gehäuse ist lang spindelförmig , schlank, nach unten in einen ziemlich langen, aber plumpen, geraden Stiel verschmälert; es ist für seine Grösse sehr festschalig. 8—9 ziemlich gewölbte Umgänge, durch eine wellige, 102 wenig markirte Naht verbunden, der letzte über die Hälfte des Gehäuses aus- machend, mit starken, vorspringenden, gerundeten Querrippen, welche durch fast eben so breite Zwischenräume geschieden sind, und von schmalen, fadenartigen, vorspringenden Spiralreifen umzogen, welche ziemlich entfernt von einander stehen und immer eine feine Linie zwischen sich haben. Die Zwischenräume erscheinen durch Faltung der Oberhaut fein quergestreift. Die Mündung ist schmal eiförmig, in einen engen, geraden Canal übergehend, der länger als die Mündung ist, aber der Breite nach nur etwa ein Drittel des Stieles einnimmt, Spindel stark gebogen, mit dickem Belag, oben mit einem Zähnchen, unten mit drei deutlichen Querfalten; Gaumen mit 5—6 vorspringenden Rippen. — Gelblich braun, aber mit einer ziem- lich festsitzenden, längsgefalteten, braungrünen Epidermis überzogen. Länge 48, Breite 18, Länge der Mündung nebst Canal 24 Mm. — Doch kom- men Exemplare bis zu /O Mm. Länge vor. Aufenthalt: in Westindien! Anmerkung. Wenn meine Identification richiig ist, steht diese Art der T. infundi- bulum sehr nahe und ist vielleicht nur Varietät davon. 104. Turbinella lancea Gmelin sp. Taf. 24. Fig. 6. 7. Testa lanceolato-fusiformis, anguslissima, acuminata; anfractus 12—13 parum convexi, superne impressi, spiraliter costali, costis subdislantibus, interstitiis excavatis, liris sublilibus angustis pulcherrime clathratis, transversim concentrice plicati, interslitiis angustis; cauda longa, gracilis, canali fere clauso, apertura angusla, labro crenulato, intus lirato, lamella columellari conspicua, fere verticali, biplicata. Cinereo-spadicea, interstitiis plicarum castaneo-fuscis. Long. 45, lat. max. 10 Mm. Lanceola Martini vol. IV. t. 145 fig. 1347, Murex lancea Gmelin p. 3556 Nr. 117. ? — angustus Gmelin ibid. Nr. 118. Fusus aculeiformis Sow. Genera f. 2. — ligula Kiener Coq. viv. Fusus pl. 9 fig. 2. — lanceola Reeve Conch. icon. Fusus Nr. 52. — lancea Deshayes-Lam. Anim, s. vert, vol. IX. p. 465. Eine eigenthümliche, schlanke Art, die eher zu Fusus als zu Turbinella zu ge- hören scheint, aber 2 ganz deutliche Falten auf der Spindel hat. Das Gehäuse ist 103 sehr schlank spindelförmig, lang und schmal, das Gewinde scharf zugespitzt. Die Windungen sind sehr zahlreich, mindestens 12—13, wenig gewölbt und unter der Naht etwas eingedrückt; sie sind von scharfen, ziemlich entferntstehenden Spiral- rippen umzogen, fünf auf jedem Umgang; die Zwischenräume sind durch dicht- stehende, in der Richtung der Zuwachsstreifen verlaufende Rippchen sehr elegant gegittert. Die Umgänge sind ausserdem stark quergefaltet, die Falten sind con- centrisch und nur durch sehr enge Zwischenräume getrennt. Die Mündung ist sehr eng, der lange Canal fast zugewölbt und nur in einer ganz feinen Spalte offen; der Mundrand ist gezähnelt, der Gaumen gefurcht, die Spindel mit einer starken, senk- recht gerichteten, zum Theil lostretenden Platte belegt, welche zwei deutliche Fal- ten trägt. Die Färbung ist braungrau, in den Zwischenräumen der Querfalten tief- braun, der Gaumen gelblich oder braun. Aufenthalt: im indischen Ocean; Amboina (Valentin), Ticao im Philippinen- Archipel (Cuming fide Reeve). 105: Turbinella chlorostoma Nuttall. Tan 29... Bio..2. 3. Testa subfusiformi-ovata, solida, spira aperturae longitudinem vix aequante; anfr. 7 leniter accrescentes, superi subplanali, ultimus rotundalus, obsolete plicato-costati, plicis rotundatis, spiraliter lirati, liris aequalibus ad suturas granulatis. Apertura oblongo-ovata, ad introitum canalis recurvi coarctata, fauce lirata, labro simplice, columella fortiter arcuata, biplicata. Alba, liris fuscescentibus, fasciis tribus interdum interruptis ornala, apertura alba. Long. 26, lat. max. 15 Mm. Turbinella chlorostoma Nuttal (ubi?) sec. Dunker in Coll. Diese Art steht der T. crocea Gray in Habitus und Färbung sehr nahe, unter- scheidet sich aber durch bedeutendere Grösse, stärkere Rippenhöcker und nament- lich die weisse Mündung. Grösseres Material führt vielleicht doch dazu, sie als weisslippige Varietäöt zu T. crocea zu ziehen. Aufenthalt: an den Sandwichs-Inseln, das abgebildete Exemplar aus der Löb- becke’schen Sammlung. 104 106. Turbinella Löbbeckei n. sp. Taf. 25. Fig. 4. 5. Testa ovato-acuminata, solida, spira aperturam aequante; anfractus 7 subangulati, sutura undulata, subcanaliculata discreti, leniter accrescentes, transversim plicato-costati, costis con- spicuis, ad angulum grosse tuberculatis, spiraliter confertim lirati, liris rotundatis, interstitis minoribus. Apertura parva, rotundata, ad canalem coarctata, fauce lirata, labro crenulato, colu- mella vix plicata. Albida, basi nigricante, fasciis tribus castaneis, media interdum interrupta, ornata, apertura rosea, ad columellam nigromaculata. Long. 23, lat. 14, long. apert. cum canali 13 Mm. Gehäuse spitz-eiförmig, festschalig, das Gewinde fast eben so lang, als die Mündung; sieben etwas kantige Umgänge, langsam und regelmässig zunehmend, durch eine schwach rinnenförmige, wellig gebogene, am Rande ganz leicht crenu- lirte Naht getrennt, stark und ziemlich dicht quergefaltet, die Falten schwellen an der Kante, und weniger deutlich auch noch einmal am Beginn der Verschmälerung zu runden Knoten an; die Spiralsculptur besteht aus starken, runden, dichtstehenden Reifen, welche unter der Loupe fein quergestreift erscheinen; in den ohnehin schon engen Zwischenräumen verläuft immer noch eine schwächere Rippe. Mündung eng, gerundet, am Eingang in den gekrümmten Canal plötzlich verengt, der Gaumen ge- streift, die Aussenlippe den Spiralreifen entsprechend gezähnelt, die stark gebogene Spindel lässt kaum Spuren einer Falte erkennen. Farbe weiss mit schwärzlicher Basis, auf dem letzten Umgang verlaufen drei dunkelkastanienbraune Binden, von denen sich zwei auch auf die oberen fortsetzen; die oberste beginnt dich! an der Naht und ist sehr breit, die zweite liegt dicht unier der Kante; sie ist nur in einem interstitium zusammenhängend, sonst auf den Falten unterbrochen, während in den Zwischenfurchen quadratische Flecken stehen; die dritte ist wieder breiter und ver- läuft über den Beginn des Stieles; die Mündung ist rosa, auf der Spindel stehen einige undeulliche schwärzliche Flecken. Diese Art steht einerseits der vorigen ziemlich nahe, unterscheidet sich aber genügend durch die ganz andere Sculptur; — andererseits aher erinnert sie im ganzen Habitus und namentlich in der Färbung an T. australiensis (Taf. 18 Fig. 12. 13) besonders wenn sie ein wenig abgerieben ist; doch ist sie viel schlanker und ihre 105 Rippenfalten stehen dichter; auch hat sie zwei Umgänge mehr und wird dadurch in eine ganz andere Gruppe verwiesen. Aufenthalt: mir unbekannt, doch jedenfalls in Polynesien. (Aus Löbbecke’s Sammlung). 107. Turbinella despecta A. Adams. Taf. 25. Fig. 6. 7. Testa ovato-fusiformis, spira aperturam aequante, anfractus 7 planiusculi, sutura undulata, erenulata discreli, transversim conspicue plicati, plicis distantibus, rotundatis, in caudam elon- gatis, spiraliter lirati, liris confertis, albis; apertura ovata, columella plicis quatuor subobsoletis instructa, canali brevi, labro intus sulcato. Fusca, liris spiralibus albis ornata, ad caudam atro- purpurea. Long. 23, lat. 12 Mm. Latirus despectus A. Adams Proceed. Zool. Soc. 1854 p. 315. Gehäuse eispindelförmig, solid, das Gewinde der Mündung an Länge gleich; sieben wenig gewölbte Umgänge, durch eine wellenförmige Naht mit gezahntem Rande geschieden, mit starken, entferntstehenden, etwas schrägen Querfalten, welche auf dem letzten Umgange bis an’s Ende des Stieles herunterreichen, ohne viel an Stärke abzunehmen; die Spiralsculptur besteht aus starken, dichten, durch weisse Färbung noch mehr hervortretenden Reifen, die theilweise regelmässig, theilweise in grösseren Zwischenräumen an Stärke wechseln. Mündung eiförmig, die Spindel mit nur wenig deutlichen Falten, Canal kurz, Gaumen gefurcht (nach Adams, an meinem Exemplar ist durch einen Bernhardskrebs die Mündung etwas verändert‘). Färbung hell gelbbraun, die Spiralreifen alle oder fast alle weiss, das Ende des Stiels dunkel purpurfarbig. Mein Exemplar, der Maltzan’schen Sammlung angehörend, entspricht der Adams’schen Diagnose genügend, um diese Art darin mit soviel Sicherheit zu er- kennen, als ohne Abbildung und Maasse möglich ist. Aufenthalt: China (Cuming). 108, Turbinella nassoides Reeve. Taf. 25. Fig. 8. 9. Testa fusiformis, tenuis, spira aperturae longitudinem aequante, anfractus 8 leniter accres- centes, sutura undulala, erenulata discreti, convexi, transversim conspicue coslali, coslis con- il. 3. a. 12 106 centrieis, spiraliter creberrime lirali, liris subaequalibus elegantissime granulatis, aperlura ovata, canali longo curvato, labro tenui, simplice, fauce et columella laevibus. Rufescente fusca, zonula alba conspicua media, minus conspicua infra cingulata, apice rosacea, collumella pallide rosacea. Long. 25, lat. 14 Mm. Tubinella nassoides Reeve Conch. icon. sp. 71 (figura aucta.) Gehäuse etwas breit spindelförmig, für eine Turbinelle dünnschalig, das Gewinde der Mündung an Länge gleich. Acht bis neun langsam zunehmende, stark gewölbte Umgänge, durch eine wellenförmige, crenulirte Naht geschieden, mit starken, con- centrischen Querfalten und dicht von ziemlich gleichen Spiralfalten umzogen, die perlenartig gekörnt sind. Die Perlen bilden den Anwachsstreifen entsprechend Reihen und geben der Art ein eingenthümlich elegantes Ansehen. Mündung ziem- lich weit, gerundet, in einen engen, gekrümmten Canal übergehend, Spindel fast ohne Beleg und ohne Falten. Mundrand scharf, Gaumen glatt. Färbung hell roth- gelb mit einer weissen, zwei Spiralreifen einschliessenden Binde; eine etwas schwächere läuft um den Beginn des Stiels, Spitze rosa, Mündung nnd Spindel ebenfalls schwach rosa. Es steht diese Art auf der Grenze geger Fusus. Die dünne Schale und der Mangel der Falten, die hier nicht durch Verdiekung der Spindel obsolet geworden sein können, weisen zu Fusus, dee Sculptur veranlasst mich aber, sie mit Reeve vorläufig noch bei Turbinella zu lassen. Aufenthalt an den Philippinen; auf Korallenriffen an der Insel Ticao von Cu- ming gesammelt. Das abgebildete Exemplar aus der Gruner’schen Sammlung, nun im von Maltzan’schen Museum. 109. Turbinella Sutoris n. sp Taf. 25. Fig. 10. 11. Testa fusiformis, solidula, spira acuta aperturam parum superanie; anir. 9 leniter accres- centes, sutura undulata discreti, subangulati, transversim fortiter plicati plicis distantibus, ad angulum tuberculatis, spiraliter lirati, liris regulariter alternantibus; apertura parva, ovalis, in canalen longiorem curvatuın desinens, fauce lirata, columella uniplicata. Alba, fascia aurantia lata ad initium caudae ornata, ad finem caudae vivide fusco lincta, Long. 26, lat max. 13, long. apert. cum canale 13 Mm. Eine der hübschesten Arten, glänzend weiss mit schwarzer Basis und einer 107 breiten, lebhaft orangefarbenen Binde am Beginn des Stiels. Gehäuse spindelförmig, ziemlich festschalig, mit ganz spitzem Gewinde, das die Mündung etwas an Länge übertrifft; neun regelmässig zunehmende Windungen, durch eine wellenförmige, nach der Mündung hin deutlich cerenulirte Naht geschieden, kantig, mit starken, ziemlich entfernt stehenden Querfalten, über welche hinweg Spiralreifen laufen, die regel- mässig an Stärke abwechseln; der der Kante entsprechende Reifen bildetauf den Quer- falten spitze Höcker. Mündung verhältnissmässig klein, in einen längeren, engen, gekrümmten Canal auslaufend, Gaumen gerippt, die Spindel ganz unten mit einer schwachen, doch deutlichen Falte. Aufenthalt unbekannt, das abgebildete Exemplar im Besitze des Herrn Dr. Sutor in Hamburg. 110. Turbinella decorata A. Ad. Tai. 25. Fig. 12. 13. Testa ovato-fusiformis solida, cauda brevissima; anfractus 9 leniter accrescentes, sulura erenulata juncti, parum convexi, ultimus spirae longitudinem vix allingens, transversim plicati, plieis concentricis, numerosis, suturam superiorem non atlingentibus, spiraliter lirali, liris alter- nantibus, duabus ad suturam moniliformibus. Apertura anguste ovalis ad canalem brevem coarc- tata, lauce lirata, plicis tribus transversis ad columellam munita. Alba, cauda [usco brunnea, ad suturas el in inlerstitiis castaneo varie lincta. Long. 23, lat, 11, long apert. cum canale 11 Mm. Latirus decoratus A Adams Proc. zoolog. Soc. 1854 p. 316. Gehäuse ei-spindelförmig, gedrungen, fast walzig, mit sehr kurzem Stiel, fest- schalig; neun langsam zunehmende, schwach gewölbte Windungen mit crenulirter Naht, der letze das Gewinde an Länge kaum übertreffend, mit dichtstehenden, ge- rundeten, concentrischen Querfalten, welche aber nach oben hin die Naht nicht er- reichen, und an Stärke abwechselnden, undeutlich gekörnelten Spiralreifen; die beiden zunächst der Nath liegenden sind besonders stark gekörnelt. Mündung schmal eiförmig, am Eingang des engen, kurzen Kanals stark verengt, im Gaumen gerippt, auf der Spindel drei kleine quere Falten. Färbung weiss mit dunkelbraunem Stiel, in den Zwischenräumen der Rippen in verschiedener Weise braun gefleckt, Mündung lebhaft rosa, Aufenthalt: an Neu-Seeland (Cuming). Das abgebildete Exemplar aus Paetel’s Sammlung. 14 * 108 Anmerkung. Diese Art ist von Adams |. c. nur beschrieben und nicht abge- bildet worden und die Identification ohne Grössenangabe immer ein bischen zwei- felhaft, die Diagnose passt indessen sehr gut. 111, Turbinella zealandica (A. Ad.?) Taf. 25, Fig. 14. 15. Testa ovato-fusiformis, solida, cauda brevi; anfr. 8-parum convexi, leniter crescentes, su- tura undulata, crenulata juncti, transversim plicati, plicis concentricis parum conspicuis, spiraliter confertim lirati, liris alternantibus, duabus ad costas in tubercula acuta productis. Apertura elongato-ovata, subangusta, fauce lirata, al canalem leviter tuberculata, columella triplicata. Ru- fescente-fusca, liris majoribus albidis, fauce vivide rosacea. Long. 23, lat. 11, long. apert. c. canali 13 Mm. Latirus zealandicus A. Adams (ubi?) in. coll. Paetel, Gehäuse ei-spindelförmig mit kurzem, doch ziemlich schmalem Stiel, der sehr allmählig in den letzten Umgang übergeht, festschalig; acht wenig gewölbte, lang- sam zunehmende Windungen, durch eine welllenförmige, crenulirte, aber wenig in die Augen fallende Naht vereinigt, mit zahlreichen, aber wenig auffallenden concent- rischen Querfalten und sehr dichtstehenden, vorspringenden, in Stärke abwechseln- den Spiralreifen, welche auf den Falten stärker vorspringen; besonders zwei nahe der Nath sind in förmliche spitze Höcker vorgezogen und geben dadurch der Con- chylie einen eigenthümlichen Character. Mündung lang-eiförmig, aber schmal, Gaumen gerippt, die ziemlich dick belegte Spindel unten mit drei kleinen, queren Falten, Färbung unbestimmt roth-braun-grau, die stärkeren Spiralreifen weiss, die Mündung lebhaft rosa. Aufenthalt: an Neu-Seeland (Coll. Paetel). Diese Art, von der ich nicht finden kann, wo sie Adams publicirt hat, schliesst sich einerseits an die vorige, andererseits an T. squamosa Pease an. Sie kann in- dess mit keiner andern verwechselt werden. 112. Turbinella nassatula Lamarck. Taf. 26. Fig. 2. 3. Diese Art ist bereits auf Tafel 5 Fig. 10. 11. abgebildet, aber da die Figur, eine Copie aus der Schubert-Wagner’schen Fortsetzung der ersten Ausgabe, durchaus 109 keinen Begriff von der Art geben kann, gebe ich hier eine neue. Auch die La- mark’sche Diagnose kann, nachdem eine Anzahl nah verwandter Arten bekannt ge- worden, nicht mehr genügen; ich gebe darum folgende neue: Testa ovato-oblonga, spira subturrita, cauda brevi, solida, ponderosa; anfr. 7”—8 superne declives, sutura cubcanaliculata discreti, transversim plicato-costati costis numerosis, spiraliter acute lirati, liris alternantibus , in interstitiis costarum prominentioribus, duabus vel tribus ad costas compresso-mucronatis. Apertura testae dimidiam subaequans, rotundata, ad canalem angustum subito contracta, fauce lirata, labro crenulato, columella callosa, superne dentata, in- ferne plicis tribus transversis parum conspicuis munita. Albida vel lutescens,, interstitiis satu- ratioribus, interdum rufo-fuseis, plerumque indistincte spiraliter fasciata; apertura vivide violacea. Long. usque ad 45 Mm. Diese Form, in deren Auffassung ich ganz mit Reeve übereinstimme, bildet den Typus der Gruppe Peristernia, wie ich sie umyränze, characterisirt durch die eigenthümliche, an Coralliophila erinnernde Sculptur und die violette Mündung. Sie bildet aber ausserdem auch noch den Mittelpunkt eines Kreises nah verwandter Formen, in dem ich aus Mangel an Material noch nicht definitiv zu entscheiden wage, was Art und was Varietät ist. Von den früher abgehandelten Arten ge- hören T. spinosa und subnassatula hierher, ausserdem folgen noch einige Formen, die jeder nach Belieben für Arten oder Varietäten halten mag. Die ganze Gruppe ist characteristisch für den indischen Ocean, in dem sie von Mauritius und dem rothen Meer bis Neucaledonien verbreitet ist. 113. Turbinella Deshayesii n. sp. Taf. 26. Fig. 4. 5. Testa ovato-acuminata, spira acuminata, cauda lata, brevissima; anfracius 7—8, superi vix angulali, subplanati, transversim obsolete plicati, inferi superne impressi, subangulati, trans- versim plicati, plicis numerosis, spiraliter creberrime lirati, liris duabus ad suturam moniliferis, duabus ad angulum costas super mucronatis; sulura canaliculata undulata, crenulata. Apertura spirae longitudinem superans, parva', in canalem subpaiulum, recurvum desinens, fauce lirata, columella callosa, superne dentata, inferne triplicata. Unicolor pallide fuscescens, apertura vivide violacea. Long. 27, lat. 15, alt. apert. 14 Mm. Diese Form nähert sich der nassatula sehr und kann recht gut die von Schu- bert und Wagner abgebildete Form sein. Sie lässt sich aber nach dem mir eben 110 vorliegenden Material nicht gut mit der vorigen vereinigen. Die Form ist eine ganz andere, eiförmig mit zugespitziem Gewinde, das sich eigenthümlich gegen den letzten relativ grossen Umgang absetzt. Die oberen Windungen sind kaum gewölbt oder kantig, der letzte ist obenher stark eingedrückt, so dass er fast gestaucht er- scheint, nach unten geht er langsam in einen sehr kurzen, breiten Stiel über. Die Rippenfalten springen weniger vor, als bei den typischen nassatula und erreichen nach oben die Naht nicht; die Spiralreifen sind breiter und dichter, die beiden zu- nächst der Nath, sowie die auf dem Stiel verlaufenden sind stark geperlt, zwei andere der Kante zunächststehende sind auf der Höhe der Rippenfalten in Höcker- chen ausgezogen. Die Naht ist tief rinnenförmig, der Rand crenulirt. Die Mün- dung ist verhältnissmässig klein, schmaler, als bei nassatula, aber der Canal breit, offen und an seinem Eingang nicht verengt. Gaumen nur leicht gestreift, die Spin- del wie bei der vorigen. Färbung hellgelb, die Zwischenräume kaum dunkler. Mün- dung lebhaft violett, mitunter auch rosa. Wichtig zur Unterscheidung von voriger Art ist, dass die Spiralreifen in den Zwischenräumen nicht stärker vorspringen, als auf den Rippen. Aufenthalt: an Mauritius (Mus. Godeffroy). Das abgebildete Exemplar in meiner Sammlung. Anmerkung. Deshayes (Moll. Reunion p. 112) nennt von Reunion neben nas- satula auch gemmata Reeve sp. 61, also liraia Pease. Die Abbildung Rve. Fig. 61 hat in der Form mit unserer Art viel Aehnlichkeit; sollte hier vielleicht eine Ver- wechslung vorliegen? T. lirata gehört einer Gruppe an, die bis jetzt nicht ausser- halb Polynesien gefunden wurde. 114. Turbinella Forskalii Tapp. Da. 26. Eig..6. 7. Tesla ovato-turrila, solida, cauda brevi; anfractus 3 leniter accrescentes, parum convexi superne impressi, transversim plicati, plicis rolundatis, parum prominentibus, spiraliter confertim lirati, liris alternantibus, duabus ad suturas moniliferis, angularibus vix majoribus; sutura impressa, crenulala. Apertura spirae longitudinem non aequans, subquadrata, ad canalem coarc- tata; columella callosa superne dentata, inferne plicis tribus parvis transversis instructa. Al- bida, rufescente varie picta, apertura vivide rosacea. Long. 28, lat. 14, alt, apert. 14 Mm. Latirus Forskalii Tapparoni-Canelri in litt. sec. Jickeli. 111 Es ist mir diese Form des rothen Meeres schon lange bekannt, ich glaubte sie aber zu nassatula ziehen zu müssen, eine Vergleichung grösseren Materials ver- anlasst mich aber, sie bis auf Weiteres unter dem ihr von Tapparoni-Canefri hand- schriftlich beigelegten Namen als eigene Art zu führen. Sie unterscheidet sich von nassatula sowie von Deshayesii durch die weit schlankere Form, langsamere Zu- nahme der Windungen und in Folge dessen kleinere Mündung. Die Umgänge sind nur sehr wenig gewölbt, durch eine schwach cerenulirte Naht geschieden, dicht quer gefaltet, die Falten gerundet, wenig vorspringend, nach oben die Naht nicht er- reichend, concentrisch oder schwach winklig gebogen, die Spiralrippen sind breit, sehr dick und ziemlich regelmässig an Stärke abwechselnd ; die der Naht nächsten sind geperlt, die der Kante entsprechender springen nicht besonders vor. Die Naht ist eingedrückt, schwach crenulirt. Mündung kürzer als das Gewinde, eckig, am Beginn des Canals plötzlich zusammengezogen, der Gaumen stark gerippt, Mundrand eckig, erenulirt oder gezahnt. Spindelbeleg stark, oben mit einer zahnförmigen La- melle, unten mit zwei oder drei schwachen, queren Falten. Färbung weisslich, verschiedenartig roth oder rothbraun gebändert, namentlich in den Zwischenräumen der Falten wie der Spiralreifen, Mündung lebhaft rosa. Aufenthalt im rothen Meer (Rüppel); Massaua (Jickeli). 115. Turbinella microstoma n. sp. Taf. 26. Fig. 8. 9. Testa ovato -lurrita, cauda brevissima; anfractus 8 leniter accrescentes, ullimus vix ?/; longitudinis aequans, convexi, superne impressi, transversim plicali, plicis brevibus, spiraliter confertissime lirati, liris alternantibus submoniliferis, interstitiis Iransversim striatis, liris duabus ad angulum super costas mucronalis. Aperlura parva ovata, canali brevi, fauce striata, striis labrum non allingentibus, columella parum callosa, inferne obsolete biplicata. Albida, indistincte fusco trifasiata, apertura violacea. Long. 28, lat. 12, alt. apert. 11 Mm. Gehäuse gethürmt eifömig, noch schlanker, als die vorigeArt, mit ganz kurzem Stiel, verhältnissmässig dünnschalig; acht sehr langsam zunehmende gewölbte Win- dungen, unter der Naht eingedrückt, mit stark vorspringenden, aber sehr kurzen Quer- höckern, welche auf den letzten Umgang nach unten hin sehr rasch abbrechen; die Spiralsculptur besteht aus sehr dichten, an Stärke meist abwechselnden. undeutlich 112 schuppigen oder gekörnelten Reifen, deren Zwischenräume unter der Lupe stark ge- sireift erscheineu; die beiden dem Kiel entsprechenden Spiralreifen springen auf den Rippen als spitze Höcker vor. Mündung auffallend klein, schmaleiförmig, mit kurzem Canal, im Gaumen schwach gerippt, doch ohne dass die Rippen den einfachen, scharfen Mundrand erreichen; Spindelbeleg schwach, oben nicht gezahnt, mit zwei oder drei sehr schwachen Querfalten. Färbung weisslich mit drei undeutlichen brau- nen Querbinden; Mündung rothviolett. Diese schöne Art ist der vorigen nahe verwandt, vielleicht nur Localvarietät davon, unterscheidet sich vorläufig aber noch genügend durch schlanke Gestalt, kleinere Mündung und schärfere Sceulptur. Aufenthalt: an Mauritius (Mus. Godeffroy). Das abgebildete Exemplar aus meiner Sammlung. 116, Turbinella pulchella Reeve. Taf. 26. Fig. 10. 11. „Turb. testa fusiformi, anfractibus oblique costatis, costis latiusculis, solidis, transversim carinalis et striatis, carinis striisque inter costas multo prominentibus; fulvo-fusca, apertura vi- vide violacea.* (Reeve.) Long. 27, lat. 15, alt. apert. 13 Mm. (ex icone). Tubinella pulchella Reeve Conch. icon. sp. 65. „Gehäuse spindelförmig, die — 7 — Umgänge schräg gefaltet, die Faltenhöcker ziemlich breit, solid, spiral gekielt und gestreift, Kiele und Streifen in den Zwischen- räumen der Höcker viel mehr vorspringend, gelbbraun. Mündung lebhaft violett.“ (Reeve.) Aufenthalt unbekannt, wohl an den ostafrikanischen Inseln. Anmerkung. Es ist mir nicht gelungen, ein Exemplar aufzutreiben, das voll- ständig zu Reeve’s Figur und Beschreibung passt; die nachfolgende Form möchte ich für eine Varietät ansehen, welche allerdings durch ihre Färbung eher den Na- men pulchella verdienen würde, als der Reeve’sche Typus, den ich nach der Conch. icon. copire. 113 117. Turbinella pulchella var. Taf. 26. Fig. 12. 13. Differt a iypo coslis numerosis, albis, interstitiis brunneo tinclis, fasciis tribus brunneis, cauda violacea. Long. 23, lat. 12, alt, apert. 12 Mm. Ich glaube diese wunderschöne Form für eine Localvarietät der vorigen halten zu müssen, die sich durch etwas zahlreichere Rippen und namentlich die brillante Färbung auszeichnet. Die Rippen sind rein weiss, aber über sie hin zieht unter der Mitte eine breite braune Binde; ausserdem sind die Zwischenräume der Rippen, der Raum zunächst der Naht und der obere Theil des Stiels rothbraun, das Ende des Stiels schön rothviolett, wie die Mündung. Aufenthalt: Zanzibar; das abgebildete Exemplar aus der Sammlung des Herrn Dr. Sutor in Hamburg. 118. Turbinella Wagneri Anton var, Samoönsis, Taf. 26. Fig. 14. 15. Differt testa minore, liris spiralibus nigro-brunneis. Long. 21, lat. 11 Mm. Diese reizende kleine Form, welche in neuerer Zeit durch das Museum Godeffroy in den Sammlungen verbreiteter geworden ist, ist von der typischen T. Wagneri Anton (craticulata Schubert u. Wagner Forts. p. 103 t. 227 f. 4023, 24, nec Gmelin, T. crenulata Kiener t. 9 fig. 2, Reeve 24) nur durch die in der Diagnose angegebenen Unterschiede verschieden. Es liegen mir von der Stamm- form Exemplare vor, welche sowohl der Wagner’schen auf Taf. 5 fig. 8.9 co- pirten mangelhaften Figur, als der Reeve’schen 35 Mm. langen Abbildung voll- ständig entsprechen, während von der Varietät ausgewachsene Exemplare selbst unter 20 Mm. bleiben. Der einzige constante Unterschied scheint die dunkle Fär- bung der Spiralrippen zu sein, welche bei den grösseren Exemplaren nicht in die- ser Weise sichtbar ist. IL. 3. a. 15 114 Aufenthalt: Samoa, von Dr. Graeffe gesammelt, die Stammform von Cuming auf den Korallenriffen der philippinischen Insel Capul gefunden. — Sutor erhielt die kleine Form durch Garrett von Tahiti. Kieners crenulata scheint mir kaum mit Wagners craticulata identisch. 119. Turbinella fastigium Reeve. Taf. 27. Fig. 5. 6. „Turb. testa lanceolato-fusiformi, striis elevatis undique nitide cingulala; anfractibus (9) subhexagonis, longitudinaliter plicato-coslalis, costis distantibus, rudibus, subirregularibus; rubido-fuscescente.* (Reeve.) Dimens.? (Figura aucta.) Turbinelia fastigium Reeve Conch. icon. sp. 72. „Gehäuse langspindelförmig, allenthalben zierlich von erhabenen Streifen um- geben; die Umgänge — neun der Abbildung nach — fast sechseckig, quergefaltet, mit ziemlich entferntstehenden, rauhen, etwas unregelmässigen Faltenhöckern; Fär- bung hell braunroth.“* Aufenthalt: unbekannt. Warum Reeve das von ihm abgebildete Exemplar für unausgewachsen hält, trotz seiner 9 Umgänge, weiss ich nicht. Seine Beschreibung liesse sich auf die folgende Art deuten, die Abbildung ist aber viel schlanker und zeigt sehr eigen- thümliche Faltenhöcker. Ich habe die Art nicht zu Gesicht bekommen können und gehe Figur und Beschreibung noch Reeve. 120. Turbinella contempta A. Adams. Tat. 27. Fig. 7.8. Testa fusiformi-turrita, spira acuminata, cauda brevi, vix recurva; anfractus 9 con- vexiusculi, leniter acerescentes, sutura undulata discreli, superne impressi, transversim rude nodoso-plicali, spiraliter lirati, liris lineiformibus, brunneis, lineis incrementi regularibus quasi cancellati; anfr. ultimus spirae longitudinem parum superans. Apertura angulato-ovata, quasi quadrangularis, superne subcanaliculata, in canalem angustum desinens, fauce distincta lirata, 115 columella et labro simplici fere parallelis, columella callosa, superne leviter dentata, inferne subquadriplicata. Unicolor rufo-fuscescens, lineis brunneis anguslissimis. Long. 30, lat. 15, apert. long. cum canali 15 Mm. Latirus contemptus A. Ad. Proc. zool. Soc. 1854 p. 315. Gehäuse gethürmt spindelförmig mit zugespitztem Gewinde und kurzem, kaum gekrümmtem Stiel; neun ziemlich gewölbte, regelmässig zunehmende Umgänge, durch eine wellenförmige Naht geschieden, der letzte kaum länger als das Ge- winde; sie sind unter der Naht etwas eingedrückt und tragen dann höckerförmige Querfalten, fünf auf einem halben Umgang, welche sich nach ober und unten hin rasch verlieren; sie sind von feinen, linienförmigen, nicht sehr dichtstehenden, dun- kelgefärbten Spiralreifen umgeben; die sehr regelmässig und weitläufig stehenden Anwachsstreifen springen ebenfalls etwas vor und erzeugen, besonders bei schräger Beleuchtung, beinahe ein gegittertes Ansehen. Die Mündung erscheint beinahe als längliches Viereck, da der kaum gewölbte Aussenrand und der Mitteltheil der sehr stark gebogenen Spindel fast parallei laufen; sie hat oben eine Art kurzen Canal und geht unten in einen längeren, gekrümmten, engen, am Eingang durch eine Art Zahn auf der Mündungswand verengten Canal über; der Gaumen ist scharf gerippt, Mundrand einfach, Spindelbeleg stark, oben mit einem undeutlichen Zähnchen, unten mit drei starken und einer schwächeren Falte. Färbung ein einfarbiges Gelbroth mit feinen, dunkelbraunen Linien. Spindel und innerer Lippensaum ebenso, Gaumen mehr fleischroth. Aufenthalt: St. Croix, Westindien. Das abgebildete Exemplar aus der Samm- lung des Herrn Sutor in Hamburg. Die nächsten Verwandten dieser Art scheinen T. intermedia Koch, mit der sie das Vaterland theilt, und brevicaudata Reeve, doch ist sie von beiden hinreichend verschieden. — Adams gibt keine Maasse an, doch passen Beschreibung und Fund- ort sehr gut. 121, Turbinella gibba Pease. Taf. 31. Fig. 3. „Testa fusiformi, crassa, laevi, spira acuminata, gracili, acuta; longitudinaliter nodoso- costata, costis 5 magnis, obliquis, compressis, valde elevalis; spiraliter obsolete costata, costis 15* 116 tribus, rotundatis, irregularibus; labio tenui, simplici; costis albidis, interstitiis purpureo-viola- ceis, interdum iridescentibus; apertura violacea.* (Pease). Long. 13, lat. 8 Mm. Latirus gibbus Pease Amer. Journ. Conch. Ill. 1867 p. 279 t. 23 fig. 17. „Gehäuse spindelförmig, dick, festschalig, glatt; Gewinde gethürmt, schlank, spitz; der Länge nach mit fünf breiten, schrägen, knoligen, zusammengedrückten Falten; spiral obsolet gerippt, mit drei rundlichen, unregelmässigen Reifen; die Lippe dünn, einfach; die Rippen weiss, Zwischenräume blass purpurviolett, mit- unter irisirend, Mündung tief violett.“ Die Figur, von mir nach der Originalfigur copirt, stimmt sehr schlecht mit der Beschreibung und den Grössenangaben. Aufenthalt: an der Howland-Insel in Polynesien. 122. Turbinella granulosa Pease. Taf. 31. Fig. 2. „I. elongato-fusiformi, longitudinaliter costata, costis 9 rotundalis, spiraliter lirata, inter- stitiis lira parva granulosa eingulata; anfractibus superne angulatis, vix excavatis, angulis gra- nuloso-liratis; labro intus lirato; anfractibus convexo-rotundatis; rufescente-fusca, granulis pal- lidis, apertura violacea.* (Pease). Long. 22, lat. 12 Mm. Latirus granulosus Pease Amer. Journ. Conch. II. 1867 p. 279 t. 23 fig. 10 (nec 18)). Gehäuse länglich spindelförmig mit kurzem, geradem Stiel; die sehr stark ge- wölbten Umgänge sind quer gefaltet mit neun gerundeten Falten auf jedem Um- gang, und spiral gerippt mit einer feinen Zwischenlinie zwischen je zwei Reifen; sie sind oben ganz schwach eingedrückt, dann kantig, längs der Kante läuft eine Reihe hellerer Körner; der Gaumen ist sehr stark gerippt; Spindelfalten deutlich. Die Färbung ist ein einfarbiges Rothbraun, die Körner heller, Mündung violett. Aufenthalt: an den Paumotu-Inseln. — Copirt nach dem Amer. Journ. 1. c. 117 123. Turbinella fuscozonata Angas sp, Taf. 31. Fig. 4. 5. „T. parva, turrita, alba, fascia lata fusca plus minusve interrupta sub peripheriam ornata, marginibus spirae rectis; vertice nucleoso mamillato; anfractibus normalibus 6, medio angu- latis, regione suturali concava; costis radiantibus eirciter 8, validis, obtusis, rotundatis, supra et infra obsoletis, interstiliis concavis eas aequanlibus; lirulis spiralibus crebris, obtusis, supra coslas transeuntibus, quarum circiter 12 in spira monstrantur, superne confertis, minoribus; canali curtiore, excurvalo; apertura subrotundata; labro intus acute lirato; labio inconspicuo; pariete sub suturam unidentato.* (Angas). Long. 17, lat. 9, long. apert. cum canali 8 Mm. (ex icone). Siphonalia fuscozonata Angas Proc. zool. Soc. 1865 p. 56 t. 2 fig. 7. &. Gehäuse klein, spindelförmig mit gethürmtem Gewinde, weiss, am Beginn der Verschmälerung von einer braunen, mehr oder minder unterbrochenen Binde um- zogen; Apex zitzenförmig. Sechs Umgänge ausser dem Nucleus, kantig, oben eingedrückt, mit etwa 8 starken, stumpfen Querrippen, welche nach oben und unten hin obsolet werden und zwischen sich concave Zwischenräume von ungefähr derselben Breite lassen; die Spiralsculptur besteht aus zahlreichen, stumpfen Leist- chen, welche über die Rippen fortlaufen; man zählt auf den Umgängen des Ge- windes eiwa 12; sie sind oben dichter und kleiner. Canal kurz, gekrümmt; Mündung rundlich, Gaumen scharf gerippt, Spindelbeleg kaum sichtbar, oben mit einer Leiste, ohne Falten. — Die braune Binde zieht als schmaler Streifen ober- halb der Naht bis auf das Gewinde. Aufenthalt: an der Küste von Südaustralien (Angas). Anmerkung. Diese Art, welche Angas meiner Ansicht nach mit Unrecht zu Siphonalia zieht — sie könnte höchstens in der Nähe von Fusus pulchellus stehen — steht der Abbildung nach der T. cinerea Reeve so nahe, dass ich sie ohne Anstand für eine Varietät derselben nehmen würde, wenn sie nicht im Gaumen stark gerippt wäre, was bei meinen Exemplaren von T. cinerea nicht der Fall ist. — Abbildung und Beschreibung aus den Proc. |. c. 118 124. Turbinella eraticulata Gmelin, Taf. 31. Fig. 6. 7. Die auf Tafel 6 Fig. 8 gegebene Abbildung dieser bekannten Art ist kaum kenntlich; ich gebe darum hier noch einmal eine Abbildung von zwei Exemplaren meiner Sammlung, welche so ziemlich die beiden Extreme der Färbung auf den Rippen — orangegelb bis tiefbraun — repräsentiren. In der Synonymie sind nachzutragen: Reeve Conch. icon. sp. 7. Chenu Manuel I fig. 909 (bona). Das Verbreitungsgebiet reicht vom rothen Meer bis zu den Philippinen. Species nondum figuratae, Ausser den vorstehend beschriebenen Arten sind noch eine Anzahl, nament- lich von A. Adams und Gould, auch von Gray, publicirt worden, welche ich nicht identificiren konnte. Figuren derselben sind nicht gegeben, bei den Adams’schen fehlen sogar die Dimensionen und es dürfle schwer sein, sie ohne Vergleichung der Originalexemplare zu bestimmen. Der Vollständigkeit halber gebe ich nach- stehend die Diagnosen der Autoren. 1. Turbinella (Fasciolaria) bistriata Gould et Carpenter, Proceed. zool. Soc. 1855 p. 207. „T. testa tenui, regulari, aurantio-fusca, epidermide tenui induta; anfractus 9, quorum 2 nucleosi laeves, apice mamillato, subdeclivi; normalibus convexis, sutura distincta; coslis 119 transversis (in anfractu penultimo 16) tumentibus sed planatis, attingentibus, interstitiis parvis, ad basim evanidis; lirulis acutis, evanidis spiralibus (in anfr. penultimo 6) et inter eas striulis crebris, costis transeuntibus, eleganter ornata; apertura ovali, albida, labro acuto, secundum lirulas intus sulcato, pariete secundum lirulas plicato; labio ad basim parvo, vix plicato; canali elongato, subrecto. Long. 1,07, long. spirae 42/, lat. 48, div. 50%. Hab. Panama teste Gould. „Die Spindelfalten sind bei dieser zarten, eleganten Schnecke undeutlich, aber durch die Fortsetzungen der Spiralreifen ersetzt.“ Ob überhaupt hierhergehörig? Jedenfalls keine Fasciolaria in unserem Sinne. 2. Latirus tumens Carpenter, Proc. zool. soc. 1856 p. 166. L. testa „L. gracili“ simillima, sed costis maxime tumentibus, attingentibus, suleis spira- libus crebris ornata; plicis columellaribus 3, quarta obsoleta. Long. 2,78, long. spir. 1,57, lat. 1,44”, div. 50°, Hab. in Sinu Panamensi, legit T. Bridges. Mus. Cuming. Bei L. gracilis sind wenig erhabene Spirallinien, bei dieser zahlreiche ver- tiefte. 3. Latirus Strangei A. Ad, Proc. zool. soc. 1854 p. 316. L. testa fusiformi, umbilicata, flavida, spira aperturam aequante, anfractibus longitudina- liter plicatis et lineis transversis, elevatis, subnodulosis cincta, suturis impressis; anfractu ultimo antice coarctato ; apertura ovali, columella antice plicata, canali mediocri, labro intus lirato, Hab. Sydney (M. Strange, Mus. Cuming). 4, Latirus elegans A. Adams. Proc. zool. soc. 1854 p. 315. L. testa fusiformi, albida, spira aperturam aequante; anfractibus convexiusculis, longitu- dinaliter plicatis, plieis validis, rotundis, transversim liralis, interstitiis clathratis; apertura ovali, columella triplicata, canali subproducto, labro intus sulcato. Hab. —? (Mus. Cuming). 120 Eine elegante spindelförmige Art, weisslich, die Windungen mit rundlichen Falten, die Zwischenräume zierlich quergestreift. 5. Latirus armatus A. Adams, Proceed, zool. soc. 1854 p. 314. L. testa ovato-fusiformi, umbilicata, spira apertura breviore, fulva, epidermide fusca ob- tecta; anfract. longitudinaliter plicatis, lira prominenti transversa (muricata ad plicas) in medio anfraciuum ornatis, ultimo liris minoribus instructo; apertura ovali, canali recto, aperto, colu- mella obsolete plicata, plicis quinque, labro intus sulcato, margine crenato. Hab. California. Eine ei-spindelförmige Schnecke mit einer gehörnten queren Rippe in Mitten der Windungen, die mit einer braunen Epidermis bedeckt sind. Der Name wegen Turbinella armata Brod. schlecht gewählt. 6, Latirus neglectus A. Adams, Proc. zool. soc. 1854 p. 814. L. testa turbinato-fusilormi, umbilicata, spira apertura longiore, sordide alba, fusco tincta, anfractibus convexiusculis, longitudinaliter plicatis, plicis distantibus, crassis, rotundatis, trans- versim liralis, liris inaequalibus, ad plicas elevatis; apertura ovati, intus cornea, canali brevi subrecurvo, columella antice obsolete plicata, labro intus sulcato. Hab. China. (Mus. Cuming). 7. Latirus flavidus A. Adams, Proc. zool. soc. 1854 p. 314, L. testa fusiformi, imperforata, pallide flava, spira aperluram aequante; anfractibus longi- iudinaliter plicatis, plicis distantibus, rolundalis, transversim crebre liratis, linea elevala trans- versa ad partem anticam et liris verrucosis transversis ornata; aperlura ovato-quadrata, canali mediocri, aperto, labro intus sulcalo, columella plicis paucis obsoletis instructa. Hab. Philippinen. (Mus. Cuming). Eine einfach gelbe Art mit einer Anzahl zottiger Querrippen auf dem vorde- ren Theil der letzten Windung. 121 8. Latirus distinetus A. Adams. Proc. zool. soc. 1854 p. 315. L. testa fusiformi, spira aperturam magis aequante, alba; anfractibus longitudinaliter pli- catis, intertitiis atro-purpureo tinctis, liris duabus elevalis, nodulosis ad plicas, et linea trans- versa elevata ad suturas instructis; anfraciu ultimo antice constricto; aperlura subquadrala, columella plicis quatuor instructa, canali aperto, labro intus plicato. Hab.? Mus. Cuming. Eine hübsche weisse Art, die Zwischenräume zwischen den Längsfalten dun- kel purpurroth gefärbt. 9, Peristernia nodulosa A. Adams. Proc. zool. soc. 1854 p. 313. P. testa ovato-fusiformi, umbilicata, albicante, cerina, subglabra, transversim obsolete sul- cata, longitudinaliter nodoso-plicata, spira pyramidali, ad suturas serie nodulorum cincta; an- fractu ultimo in medio obtuse angulato; apertura ovali, columella antice plicis obsoletis instructa, labro intus valde lirato, margine antice angulato, canali brevi, recurvo. Hab. Australien (Mus. Cuming). Eine sonderbare, wachsweisse Art mit glatten knoligen Windungen. 10. Peristernia luculenta H. u. A, Adams, Proc. zool. soc. 1863 p. 429. „Sf. testa ovato-[usiformi, solida, umbilicata, alba, fascia lata transversa pallide carnea in medio anlractuum ornata; anlractibus 8, postice excavalis, longitudinaliter plicatis, plieis convexis distantibus, -poslice acute nodulosis, suturis maculis rufescentibus obliquis linea- ribus ornatis, transversim liratis, liris elatiusculis distantibus filosis, antice sex validioribus valde punctatis, rufo-fuseis, interstitiis regulariter transversim siriatis; aperlura acuminalo- ovata; labio laevi, plica antica obliqua instructo, canali mediocri, valde recurvo; labio intus laevi, margine postice subangulato. Hab. Gulf of Mexico (Coll. Cuming).“ Abbildung, Beschreibung und Maasse fehlen. II. 3. a. v 16 122 11, Peristernia fenestrata Gould. Proceed. Bost. Soc. VII. 1860 p. 327. — Otia p. 124. Testa parva, fusiformis, flavido-rubescens, liris exilibus confertis cincta, interspatiis con- einne clathratis, longitudinaliter vix plicata, liris binis suturae propinquis majoribus alveolas efformantibus; anfr. 6 convexis, ultimo antice constriclo; sutura profunda. Apertura ovata, dimidiarn longitudinis testae adaequans; labro concinne crenato, intus sulcato; columella callo erecto antice induta; rostro fere clauso. Axis 13 Mm., diam. 6 Mm.“ Inhabits Simons Bay, Cape of Good Hope. „Only a single specimen wus found, quite remarkable for the contraction about the beak, and Ihe embrasure like pits near the suture.* Ob ausgewachsen ? 12. Peristernia inculta Gould. Proceed. Bost. Soc. VII. 1860 p. 324. — Olia p. 24. „Testa parva, solida, fusiformis, rufa; anfr. 8 convexis ad suturam declivibus, liris inae- qualibus cinctis et fluctibus ad 7 ornatis, ultimo vix dimidiam longitudinis aequante, costa ba- sali inconspicua in dentem ad labrum producta; rostro gracili, contorto. Apertura rotundato- ovata; labro crenulato intus denticulato; columella leviter plicata; fauce lutea.. Axis 25, diam. 12 Mm.“ Inhabits? In the young stage, there is a long, delicate spine on the ouler lip, as in Leu- cozonia, which becomes obsolete with the age. Vielleicht eine junge Leucozonia nassa. 13. Turbinella Crosseana Souverbie. „Testa anguste et profundissime umbilicata, solida, piriformi, ventricosa, subcaudata, apice obtuso, mamillato, longitudinaliter sublameliose striata et costis obtusis, distantibus mu- nita, sulculis subprofundis, rugosis spiraliter impressa; alba, subroseo-fulva balleata, balteis marginem dextrum labri subpurpureo-maculantibus; anfr. 8, sutura impressa et lamellose cri- spata discretis; 4 primis papillam formantibus brevissimis, sublaevigatis, longitudinaliter costatis; 3 sequentibus brevibus, supra suturam tuberculatis, serie tuberculorum subcompressorum et Y 123 subsquamosorum in parie supera anfractus ultimi persistente; ultimo anfractu maximum testae partem formante, anlice ascendente, seriebus 4 Wuberculorum transversim instructo, superne tur- gido, inferne perattenualo, latere columellari subeylindrico et circa umbilicum spiraliter obtuse carinato, in caudam subelongatam et postice subrecurvam desinente. Apertura elongato-piri- formis, superne angulata, inferne canaliculata, margine dextro exira brevissime reflexo, sini- strali superne ad ventrem iestae late appresso, inferne in cristam liberam, latam, extus inflexam, postea canalis partem formante producto. Columella plicis 6 transversis munita (plicis.2, 4, 6 majoribus, plica 1 vix conspicua).* (Souv.) Long. %, lat. 65, long. apert. 80 Mm., lat. 32 Mm. Habitat — ? Turbinella Crosseana Souverbie Journ. Conch. 1875 p. 297. 14. Turbinella striata Gray. Zool. Beech. voy. p. 114. Shell ovate, fusiform, solid, dark brown, closely spirally strialed, spire acute, as long as the small rounded mouth ; whorls rounded, transversely plaited, Ihroat deeply grooved; inner lip white, pillar with three rather smell close plaits in front. Axis 1 inch. 15. Turbinella Stokesii Gray. Zool. Beechey voy. p. 113. Shell ovate, fusiform, ventricose, solid brown, slighily spirally striated; spire acute, co- nical, nearly as long as the moulh, whorls, upper with a row, and last with two rows of co- nical tubercles, and with two close subtubercular crossbands in front, the two front rows placed together. Mouth ovate; throat white slightly striated; inner lip concave with three small folds in front. Axis 13/;". Hab. Port Praya, Cap verden. 16. Turbinella (Fusus) sulcata Gray. Zool. Beech. p. 116. Shell ovate, fusiform, ventricose, solid, white (covered with a thin brown periostracum), longitudinally plaited, with close small rounded alternately smaller spirally ridges; the spire conical, as large as the mouth; whorls rounded. Mouth ovate; outer lip crenulated; throat deeply grooved; inner lip smooth; front of pillar with three very obscure oblique plaits, canal short, straight, wide, open, slightly perforated. Axis 1 inch. Sicher eine Turbinella, obschon von Gray als Fusus beschrieben. 16* 124 17. Turbinella canaliculata Gray. (Fusus). Zool. Beechey p. 116. Shell ovate, fusiform, solid, pale brown, varied and spotted with dark brown, closely and unequally spirally grooved; spire conical, two thirds the length of the mouth; whorls convex, concave shelved, and produced in a raised edge over the suture behind, upper one transversely plaited. Mouth very yellow; throat smooth; outer lip crenulated, thin, inner lip rather callous; concave, with four or five plaits in front; canal short, twisted, open. Axis 31], inches. Inhab. China. Offenbar eine Turbinella. Faseiolaria Lamarck. Testa fusiformis vel subfusiformis, basi canaliculata, varicibus nullis, spiraliter sulcata vel lirata, mutica vel nodosa; columelia inferne plicis duabus vel tribus distinctis, valde obliquis instructa. Operculum corneum, crassum, nucleo apicali, margine externo interdum crenulalo. Gehäuse ziemlich gross oder sehr gross, ziemlich regelmässig spindelförmig, mitunter keulenförmig, unten in einen ziemlich langen Canal verschmälert; Sceulptur im ganzen wenig auffallend, aus Spirallinien, die häufig paarig gestellt sind, oder aus wenig vorspringenden Spiralreifen bestehend, die meisten Arten kuotig, nur wenige glatt; die Spindel trägt ganz unten zwei, höchstens drei starke, sehr schräg laufende Falten, die aber mitunter so tief liegen, dass man sie vornen kaum er- kennt. Der Deckel ist spitzoval, hornig, dick, mit dem Nucleus im unteren spitzen Ende; die Innenseite mit einem starken Wulst entweder nur am Aussenrand oder ringsum, im letzteren Falle häufig am Aussenrand gekerbt. Bei den meisten Arten ist die Mündung innen mit zahlreichen, feinen Rippen versehen, welche aber nur selten bis zum einfachen Mundsaum durchgehen. Das Thier gleicht nach Eydoux und Souleyet im Aeusseren ganz dem von Fusus; es ist meist lebhaft gefärbt (purpurroth mit weissen Wärzchen bei F. tra- pezium). Der lange Rüssel ist von der Basis aus einstülpbar, dick und enthält eine Zunge von gleicher Länge. Dieselbe trägt drei Reihen Platten; auf Tafel 32 sind dieselben von mehreren Arten (F. trapezium Fig. 8, F. tulipa Fig. 6, F. lignaria Fig. 7) nach Troschel abgebildet; sie zeichnen sich aus durch kleine viereckige Mittelplatten mit einigen kleinen Zähnchen am Hinterrand, während die Seitenplatten bedeutend breiter sind und am Hinterrand zahlreiche, meist,, doch nicht immer gleiche 126 Zähne tragen. — Die Fühler sind unten cylindrisch, nach oben zugespitzt, auf einer kleinen Anschwellung an der Aussenseite der Basis sitzen die kleinen Augen Der Fuss ist oval, vorn verbreitert und abgestutzt. Die bekannten Fasciolarien leben meist in geringer Tiefe und selbst in der Wasserlinie; F. lignaria sammelte ich auf Kalktuffen in der Wasserlinie, lugubris lebt unter Steinen am Ufer, trapezium mit Audouini nach Jickeli ebenfalls in ge- ringer Tiefe auf Korallen- oder Sandgrund oder Seegraswiesen. Sie sind sämmt- lich Räuber; F, lignaria habe ich häufig gefunden, wie sie von der Mündung aus Cerithium vulgatum ausfrass und selbst Bernhardskrebse überwältigte; ob andere Arten die Gehäuse anbohren, weiss ich nicht. Die Gattung Fasciolaria wurde von Lamarck für diejenigen Linne’schen Murices gegründet, welche bei spindelförmiger Gestalt und ohne Varices sich durch zwei bis drei sehr schräge, starke, tiefliegende Spindelfalten auszeichnen. Da das Thier dem von Fusus sehr ähnlich ist, — eine Aehnlichkeit, die sich auch auf die Zun- genzähne zu erstrecken scheint — haben schon Eydoux uad Souleyet die Gattung eingezogen und Deshayes ist in der zweiten Ausgabe der Histoire naturelle des Animaux sans vertebres nicht abgeneigt, sich dieser Ansicht anzuschliessen. Doch erscheint die Gattung so natürlich in jeder Beziehung und setzt sich auch ohne die Falten so gut gegen Fusus ab, dass die neueren Autoren sie sämmtlich ange- nommen haben. Dagegen ist conchyliologisch wie den Zungenzähnen nach eine Gräuze gegen die kleinen Turbinellen, welche nur schwache, schräge Falten haben (Latirus Montf.), kaum zu ziehen, während die Arten mit starken Querfalten in eine ganz andere Familie gehören. Trotzdem halte ich es für zu weit gegangen, wenn E. von Mar- tens die sämmtlichen Latirus einfach zu Fasciolaria hinübernehmen will; höchstens könnte man F. lignaria mit den ähnlich plump spindelförmigen Latirus (gibbulus, trochlearis, maderensis) zu einer Gruppe vereinigen wollen, die grösseren Arten weichen aber so weit im Habitus und namentlich in der Grösse ab, dass eine Ver- einigung durchaus nicht geboten erscheint. Eine Trennung in Untergattungen scheint bei der geringen Zahl der bekannten Arten unnöthig, obschon die ganz verschiedene Form der Deckel dazu einen An- halt böte. Lamarck kannte nur 8 Arten, Kiener 12, Reeve 16, von denen jedoch eine 127 (F. porphyrostoma) zu Tudicla gehört, in der folgenden Monographie werden 19 Arten abgehandelt. Die Gebrüder Adams führen allerdings 23 Arten auf, aber darunter die capische Art zweimal als badia Krauss und lugubris Reeve, ferner Reevei Phil., in der ich nichts anderes, als papillosa Sow. sehen kann, und Au- douini Jonas, inermis Jonas und purpurea Jonas, welche nach meiner Ansicht als Varietäten anderer Arter zu betrachten sind; endlich noch die nordische F. ligata Mishels et Adams, welche offenbar keine Fasciolaria ist, und von Stimpson als Gattung Ptychatractus zu den Purpuriden gestellt wird. Sämmtliche Arten gehören den wärmeren Zonen an, nur lignaria L. und badia Krauss leben ausserhalb der Wendekreise. Von den übrigen gehören mindestens sechs dem südatlantischen Ocean an, darunter fünf dem Antillenmeer, ‚vier dem indischen, drei leben an der wesiamerikanischen Küste, eine an Neuholland und eine an der Küste von Natal. Bei der Grösse und Lebensart der meisten Arten scheint es kaum wahrscheinlich, dass noch viele Arten unbekannt sind, wenn schon manche Arten noch immer sel- ten in den Sammlungen auftreten und für einige der schönsten das Vaterland heute noch nicht genau bekannt ist. 1. Fasciolaria tulipa L. Taf. 10 fig. 3. Tai. 11 fig. 1. 2. juv. fig. 3, 4. Testa fusiformis, medio ventricosa, laevigata, colore alba, lutea vel rufescente, rufo-aut spadiceo marmorata, plerumque lineis fuscis transversis interruptis ornata. Anfractus 3 valde convexi, sutura marginato-crenulata. Apertura ovato-oblonga, spirae longitudinem superans, columella arcuata, subtriplicata; labrum intus leviter striatum; cauda paullo reflexa. Long. 170 Mm., lat. 75 Mm., long. apert. SO Mm., caudae 30 Mm. Murex tulipa Linne, Syst. nat. ed. XI. pag. 1213. Fasciolaria tulipa Lamarck, Anim. sans vert. ed. II. p. 432 No. 1. —_ — Martini, Conch. Cab. tab. 136 f. 1286. 1287 et tab. 187 fis. 1288—1291. _ — Kiener, Coq. viv. genre Fasc. p. 2 pl. 1. 2. _ — Reeve, Conch. icon. Fasc. pl. IV No. 9. — —_ Troschel, Geb. I. p. 62. Varietates: a. rugosa, testa solidiore (F. Scheepmakeri Dkr. in sched., tulipa var. Dkr. Novit. Conch. II. No. 34. taf, XI. fig. 5. 6.) 128 b. rufo-brunnea, concolor, lineis nigris (Chemn. IV. 1290. 91; Kiener taf. 1). c. brunneo-lutescens, concolor, lineis albidis. Gehäuse spindelförmig, nach oben und unten verschmälert, verhältnissmässig dünn, glatt, aus acht sehr convexen Umgängen bestehend, die nach oben hin und unten leicht gekantet oder unter der Naht eirgedrückt sind. Die Naht ist deutlich, nach unten durch die zahlreichen regelmässigen Anwachsstreifen gekerbt; ihr pa- rallel laufen Furchen in verschiedener Zahl, bis zu vier bis fünf. Der letzte Um- gang bildet fast zwei Drittel des Gehäuses. Die Mündung ist länglich-eiförmig, länger als breit und nimmt ohne den Canal nicht ganz die Hälfte des Gehäuses ein. Die Columelle ist stark gebogen und trägt ganz unten, ehe sie mit einer leichten Drehung in den Canal übergeht, zwei deutliche und eine obere undeutliche Falte, die von vorn kaum sichtbar sind. Der Canal ist ein wenig nach rückwärts gerichtet. Der äussere Mundrand ist einfach, an vollständig ausgebildeten Exem- plaren weiss, sonst oft den Streifen entsprechend gefärbt; erst im Inneren leicht, aber deutlich gestreitt. Oberfläche glatt, nur unter der Naht treten die Anwachsstreifen, von den Furchen durchschnitten, als kleine regelmässige Körner hervor und der Stiel ist leicht gerippt. Farbe und Zeichnung ist äusserst wechselnd. Meistens ist eine weisse oder ins Gelbliche und Röthliche spielende Grundfarbe dunkler gefleckt; die Flecken folgen den Anwachsstreifen, fliessen aber vielfach unregelmässig zu- sammen. Characteristisch sind die dunkelbraunen Längslinien, die in grösserer oder geringerer Entfernung von einander die Windungen umziehen; häufig sind sie an den Anwachsstreifen unterbrochen oder doch heller gefärbt. Seltener sind unge- scheckte Exemplare, noch seltener eine einfarbige Form ohne die dunkelbraunen Linien, die mir aus Weinkauff’s Sammlung vorliegt; die Linien sind hier hell in einem hellbraungelben Grunde und der untere Theil des Canals sowie der Innen- rand des Mundsaumes sind braun. Man könnte sich versucht fühlen, eine neue Art darauf zu gründen. In der Gestalt variirt diese Art weniger; es kommen gestrecktere und bau- chigere Formen vor. Dunker hat in den Novitates conchologicae Taf. 11 Fig. 5. 6. eine Varietät abgebildet, die sich durch eine ungewöhnlich rauhe Oberfläche aus- zeichnet, ohne dass man sie doch von tulipa trennen könnte. Dunker hat der Form 129 keinen besonderen Namen beigelegt, doch geht sie in den Sammlungen gewöhnlich unter dem Namen F. Scheepmakeri Dkr. Aufenthalt: im Antillenmeer. Fundorte ausserhalb desselben sind mir nicht bekannt. Gemein in den Sammlungen. — Vera Cruz (Uhde in Mus. Berol.). — Puerto Cabello (Appun ibid.). — St. Thomas (Gruner, Verkrüzen!). — Guadeloupe (Beau!, Schramm!). — Cuba (d’Orbigny). 2. Fasciolaria distans Lamarck. Taf. 28. Fig. 1. 2. Testa fusiformis, ventricosa, laevis, soliduia; anfractus 8 convexi, laeves, lineis incre- menli impressis irregularibus, liris spiralibus ad caudam tantum muniti, sutura simplici, ultimo spirae longitudinem bis superante. Aperlura elongalo-ovata, canali breviusculo, columella ar- cuata in angulo superiore dente obluso munita, inferne distincte biplicala. Albida, luteo-rosea vel caeruleo-viride variegata, lineis fuscis latiusculis dislanlibus spiraliter cingulala; apertura intus caeruleo variegata, ad labrum et in canali fusco limbata. Long. 80 (ad 100), lat. 42, long. apert. cum canali 50 Mm. Fasciolaria distans Lamarck,. Anim. sans vert. ed. Il. t. IX, p. 433. — _ Kiener, Coq. viv. t. II. — — Troschel, Geb. II. p. 63. — _ Reeye, sp. 10. — — Chenu Man. 897. Gehäuse spindelförmig, etwas bauchig, doch weniger als das von tulipa, fast glatt, mitunter wie polirt, dünnschalig, aber fest; acht gut gewölbte, durch eine einfache Naht geschiedene Umgänge, deren letzter über zwei Drittel des Gehäuses einnimmt; die Sculptur beschränkt sich auf einzelne vertiefte Linien, welche in der Richtung der Anwachsstreifen laufen und meistens gruppenweise stehen, und einige leichte Spiralrippen auf dem Stiel; die für tulipa so characteristischen Furchen und Crenulationen unter der Naht fehlen immer. Mündung lang eiförmig, oben und unten verschmälert, in einen kurzen, links gerichteten Canal übergehend, im Gaumen mit schwachen Streifen, welche den Mundrand nicht erreichen; Spindel gebogen, schwach, aber deutlich belegt, am Stiel abgeplattet, in der oberen Ecke mit einem stumpfen Zahn, der sich als Leiste nach innen fortsetzt, unten mit zwei deutlichen Falten. — Färbung manchen Varietäten von tulipa ähnlich, aber im Ganzen malter, II. 3. a. 17 130 die Grundfarbe ein bläuliches Weiss oder ganz helles Grau, die Flecken röthlich- gelb bis bläulichgrün; darüber laufen sehr lebhafte, scharf begränzte, ziemlich breite, entferntstehende, tiefbraune oder schwarze Spirallinien, meistens auf dem letzten Umgange 6—8, mitunter 10. Die Mündung zeigt innen meist auch bläuliche Flecken und Flammen, seltener reines Weiss, nach dem Rande hin ist sie von einem breiten, leberbraunen Streifen eingefasst und auch das Ende des Canals ist leberbraun. Von Fasciolaria tulipa, mit der allein eine Verwechslung möglich wäre, unter- scheidet sich distans leicht durch die schlanke Gestalt, den Mangel der Sculptur unter der Naht und die weniger zahlreichen Spirallinien. Aufenthalt: an der atlantischen Küste der nordamerikanischen Südstaaten, ohne nordwärts Massachussetts zu erreichen. Ueber ihr Vorkommen im Antillenmeer fehlen sichere Nachrichten; Kiener nennt Campeche als Vaterland, aber Beau und Schramm kennen sie nicht von Guadaloupe. — Das abgebildete Exemplar aus der Normalsammlung der Deutschen Malacozoologischen Gesellschaft. Gute Exemplare sind nicht allzu häufig. 3. Fasciolaria clava Jonas. Taf. 20. Fig. 1. „Testa subfusiformi-clavata, ventricosissima, crassa, ponderosa, alba, rubro variegata, filis fuscis transversim impresso-striata; anfractus octo, medio angulati, tuberculis magnis com- pressis in angulo coronati; ultimus superne angulatus et coronatus, infra angulum seriebus tribus nodorum obtusorum armatus; sutura undulata, crispa; cauda spirae subaequalis, oblique funiculata, recta, inferne subrecurva. Apertura oblongo-ovata, intus hepatica, aurantio tenuis- sime striata, labro crasso, dentato, dentibus striis externis respondentibus, columella cylindracea, hepatica, basi triplicata.* (Jonas). Long. 155 Mm., lat. 92 Mm. Fasciolaria clava Jonas, Proc. zool. soc. 1846 p. 35. — — Philippi, Abb. Fasciol. taf. 1. fig. 1. _ persica Reeve, Conch. icon. tab. VI. No. 15. — _ Chenu Man. 898. Gehäuse stark aufgetrieben, birn- oder keulenförmig, dickschalig, weisslich mit rothen Flecken und Zeichnungen, und eingeritzten dunklen, paarweise stehenden 131 Spirallinien. Die acht oder neun Umgänge sind durch eine wellenförmig gebogene, gezähnelte Naht vereinigt; dieselbe ist nicht vertieft, sondern bildet einen Absatz; sie tragen eine Reihe dichtstehender, nicht durch ebene Zwischenräume getrennter, zusammengedrückter, spitzer Knoten. Auf dem letzten Umgang treten unter dieser Kante noch drei Reihen stumpfer Knoten auf, von denen die unterste am stärksten ist, oder richtiger, jeder Knoten seizt sich in eine etwas gebogene Rippe fort, welche am unteren Ende noch einmal anschwillt und durch drei seichte Furchen geschnitten wird. Oberhalb der ersten Knotenreihe ist unter der Naht eine merk- liche Einbiegung und der ganze Raum in der Richtung der Anwachssitreifen sehr stark gestreift. Die Verschmälerung in den Stiel erfolgt sehr plötzlich; auf dem- selben stehen zwei starke, schräge Leisten. Die Mündung verhält sich ganz wie bei trapezium, sowohl in Form wie in Färbung, doch kommen auch Exemplare mit hellerer Spindel vor, nur ist der Mund- rand dicker und entsprechend stärker gezähnt. Diese Art steht der F. trapezium noch sehr nahe; junge Exemplare gleichen manchen Formen dieser Art sehr. Die abgesetzte Naht, die plötzliche Verschmä- lerung und die viel stärkere Sculptur geben indess unserer Art einen ganz ab- weichenden Habitus. Das Vaterland dieser schönen und in den Sammlungen noch immer seltenen Art ist nicht genauer bekannt; jedenfalls stammt sie aus dem indischen Ocean, Reeve’s Name bezieht sich nicht aufs Vaterland, sondern auf den alten Sammlungs- namen der ganzen Gruppe von trapezium (das persische Kleid). Er ist übrigens um ein Jahr jünger, als der sehr bezeichnende Jonas’sche Name. Das abgebildete Exemplar aus Paetels Sammlung. 4. Fasciolaria trapezium L. Taf. 31. Fig. 4. 5. Taf. 12. Testa fusiformis, veniricosa, tuberculifera, laeviuscula, rufescens, lineis rulis aut fuscis geminatis cincta, epidermide corneo-rula, fortiter adhaerente vestita; anfractus oclo, tuber- eulati, tuberculis conicis, subcompressis, in medio anfracluum uniseriatis. Apertura oblongo- ovata intus albida, lineis fuscis parallelis, interruptis paullo elevalis ornata; columella hepalica, basi plicis duabus vel tribus instructa. Long. usque ad 130 Mm. 17* 132 Murex trapezium Linne, Syst. Nat. ed. XII. p. 1224. _ —_ Martini, Conch. Cab. IN. t. 139. fig. 1298. 129. Fasciolaria trapezium Lamarck, Anim. s. vert. ed. II. p. 483. — — Kiener, Coq. viv. Fasc. p. 8 pl. VI. _ _ Reeve, Conch. icon. Fasc. pl. VII. No.'16 (in tabul. ex error. No. 15). Varietates: a. Audouini Jonas, tuberculis confertioribus parvulis, forma graciliore. vid. tab. XU, fig. 2. , b. Lischkeana Dkr., tuberculis destituta. vid. tab. XH. fig. 1. Ich habe lange geschwankt, ehe mich entschloss, dem Rathe meines Freundes Ed. von Martens zu folgen und Fasciolaria Audouini als Varietät zu trapezium zu stellen, ja noch einen Schritt weiter zu gehen und auch die vollkommen knotenlose F. Lischkeana herzuziehen. Die Unmöglichkeit, bei der Zunahme meines Materials einzelne Formen. ohne Willkür zu einer oder der anderen dieser Arten zu stellen, liessen mir schliesslich nur die Wahl, noch ein paar Zwischenarten zu machen oder sämmtliche Arten zusammenzuziehen. In der That ist kein Kennzeichen bei dieser Art constant: die Form geht von der kurzen bauchigen, der F. clava gleichenden Form ganz unmerklich über bis zu der schlanken Audouini; die Zahl der Knoten, welche man in der Abbildung auf einem Umgang sieht, schwankt von 4—8, steht aber gewöhnlich im umgekehr- ten Verhältniss zur Grösse; die Zahl der Spindelfalten ist bald zwei, bald drei, die Zeichnung und Farbe ist ebenfalls sehr wechselnd. Unter solchen Umständen dürfte es am besten sein, die sämmtlichen Formen als Varietäten einer Art zu betrachten. a. typica. Taf. 10. Fig. 1. 2. Gehäuse spindelförmig, in der Mitte bauchig, dickschalig, solid, gelblichweiss oder röthlich mit einer glatten, festanliegenden, rothbraunen Epidermis, mit zahl- reichen, paarweise stehenden, rothen oder braunen Spirallinien, die mitunter fur- chenartig eingeschnitten sind, gezeichnet. Die acht bis neun stark gewölbten, durch eine wenig bezeichnele Naht verbundenen Umgänge tragen auf der Mitte eine Reihe ziemlich starker, vorspringender, leicht zusammengedrückter Knoten, die meist nach oben und unten in kurze, vorspringende Rippen auslaufen. Am Abfall der Wölbung 133 gegen den Stiel hin ist meistens ebenfalls eine stumpfe Kante, mitunter eine zweite, schwächere Höckerreihe. Der Stiel ist quergerippt, ziemlich breit; den flachen Na- belritz umgibt ein stark ausgeprägter Wulst. Von den Knoten sieht man in einer Ansicht höchstens fünf auf einem Umgang. Mündung länglich eiförmig, ausser wenn gerade ein Knoten in den Mundrand fällt und ihn so eckig macht; Mundrand einfach, scharf, den Spirallinien entsprechend gezahni und gezeichnet; Gaumen weisslich, mit zahlreichen braunen oder gelben erhabenen Längslinien, die aber nicht durchgehen; Canal innen dunkler bis braun. Spindel leberfarben, unten meistens mit zwei stärkeren und einer schwächeren Falte. Im indischen Ocean weit verbreitet von dem rothen Meere und Zanzibar bis zu den Philippinen; doch scheint sie nicht bis Japan zu gehen, von wo Lischke nur die var. Audouini erhielt. Das von Reeve Fig. 16 abgebildete Exemplar ist auffallend kurz und bauchig; mir ist eine ähnliche Form noch nicht vorgekommen, jedenfalls stellt sie nicht den Typus der Art vor. b. var. Audouini Jonas. Taf. XU. Fig. 2. „Testa fusiformis, medio ventricosa, laeviuscula, sub epidermide luteo-fusca et tenera in- ferne alba, superne rubra, transversim laxe et obsolete lineata; anfractus novem convexi, me- dio nodosi, ullimus superne nodiferus, nodis obtusis. Cauda longiuscula, subreflexa. Apertura oblongo ovata, inlus. aurantio tenuissime siriata, marginem versus alba, labro tenui, exiliter denticulato; columella cylindracea, colore hepatica, basi triplicata.“ Savigny, Description de l’Egypte, Coq. pl. IV. fig. 17. Fasciolaria Audouini Jonas, Zeitschr. f. Malak. III. 1846. p. 169. —_ — Philippi, Abbild. Fasciolaria taf. 3. fie. 1. Die Hauptunterschiede von der typischen Form liegen in der schlankeren, kaum bauchigen Form, den kleineren, dichter stehenden Knoten und dem Zurücktreten der dunklen Linienpaare. Die Zahl der Knoten ist durchaus nicht constant; bei der Philippi’schen Originalfigur sieht man kaum sechs auf einem Umgang, bei dem Taf. XI. fig. 2 abgebildeten völlig sechs, bei einem im Berliner Museum unter der Catalognummer 15429 enthaltenen Exemplare unbekannten Fundortes sind deutlich sieben sichtbar. Die Zahl der Falten schwankt ebenfalls, und während gewöhnlich 134 die Linienpaare kaum sichtbar sind, zeigt das auf Tafel XI. fig. 2 abgebildete, der Lischke’schen Sammlung angehörige Exemplar aus Japan dieselben sehr deutlich. Dagegen fehlen bei der von Duncker Novitates t. 32 fig. 4 abgebildeten Abände- rung sogar die Streifen im Gaumen und man sieht nur fünf Knoten auf dem leizten Umgang. An die von Duncker abgebildete Form schliesst sich unmittelbar eine von den Querimba-Inseln, welche Martens im Berliner Museum als var. intermedia be- zeichnet hat; sie hat die schlanke Form von Audouini, aber der letzte Umgang ist kantiger und nähert sich wieder mehr der typischen trapezium, Linien sind gar nicht zu erkennen, die Rippen im Gaumen nahezu obsolet; die Höcker sind aber sehr stark und erinnern in mancher Beziehung an F. ponderosa Jonas. — Ich glaubte anfänglich die Küster’sche Abbildung t. 13 fig. 2 auf diese Form beziehen zu können, bin aber durch die Inhaltsangabe auf den alten Umschlägen belehrt worden, dass diese die F. gigantea vorstellen soll. Mein Citat im Catalog der Gattung Fasciolaria (Jahrb. Mal. Ges. II. 1875. p. 362) ist demgemäss zu streichen. c. var. Lischkeana Dunker (t. 12 fig. 1). „Testa fusiformis, turrita, ventricosa, ponderosa, flavo-albida, lineis binis vel geminatis fuscis undique cincta, epidermide corneo-rufa laevi et firma vestila; anfraclus 9 convexi su- tura haud profunda sejuncti, ullimus medio obsoletissime biangulatus ei subnodosus; spira acuminata tertiam tantummodo cochleae longitudinem occupans; cauda recta transversim plicata spira paullo brevior; apertura oblongo-ovala, intus albida, rufo lividoque variegata lineisque elevatis vel costulis fuscis parallelis sed interruplis ornata; labium dentibus geminatis fuscis lineis externis respondeniibus ornatum; columella hepatica basi plieis tribus crassis instructa, infima maxima, sequens minor, suprema minima. Long. 150, lat. ca. 70 Mm. (Dkr.) Fasciolaria Lischkeana Dunker, Novitates p. 44 t. 14. Es scheint auf den ersten Blick sehr gewagt, diese noch immer auf einem einzigen Exemplare der Lischke’schen (jetzt Löbbecke’schen) Sammlung beruhende Art hierherzuziehen, um so mehr, als der Autor sie nicht einmal mit dieser, son- dern mit F. inermis Jonas vergleicht, mit der sie durch den Mangel der Knoten, allerdings einige Aehnlichkeit hat. Eine aufmerksame Vergleichung des Original- exemplars aber, das mir durch Lischke’s Güte zur Verfügung stand, lässt mir 135 keinen Zweifel, dass es sich hier um eine Form der Audouini handelt, bei welcher die Knoten bis auf einige unregelmässige Andeutungen verschwunden sind, während alle übrigen Kennzeichen, namentlich die Sculpiur, vollständig stimmen. Es ist dasselbe Verhältnis, wie zwischen T. filamentosa und inermis, die ich deshalb auch zusammenziehe. — Ein genauerer Fundort für das Lischke’sche Exemplar ist nicht bekannt. Aufenthalt: Im indischen Ocean von Suez und Nalal verbreitet bis Südjapan und Neu-Caledonien. — F. Audouini scheint namentlich im nördlichen Theile des rothen Meeres bei Ras Mohamed, wo Löbbecke eine Menge von Prachtexemplaren sammelte, und an Südjapan zu herrschen. Im südlichen Theile des rothen Meeres leben nach Jickeli’s Mittheilungen beide Formen zusammen in geringer Tiefe, stel- lenweise in ungeheurer Menge, doch die Stammform häufiger. Die Weiber von den Dahlakinseln sammeln sie während der Ebbe, der Deckel wegen, die als Räu- cherwerk einen gesuchten Handelsartikel bilden; sie schneiden dieselben aus und werfen das Thier mit der Schale wieder ins Meer, wo es rasch zu Grund geht. 9. Fasciolaria ponderosa Jonas. Taf. 13b. „F. testa maxima, ponderosa, fusiformi, medio veniricosa, laeviuscula, sub epidermide crassa lutea carnea, inferne spiraliter fusco-lineata; anfractibus novem paullo infra medium nodoso-spinosis, ullimo superne nodifero nodis magnis productis patentibus; cauda breviuscula recta; apertura oblongo-ovala, intus fusco-striata; labro denticulato, columella cylindracea, co- lore hepatica, basi triplicala.* (Philippi). Long. ad 400 Mm. Fasciolaria ponderosa Jonas mss.; — — Philippi, Abbildungen Fasciol. t. II. Nicht ohne lange Bedenken habe ich mich entschlossen, diese Art vorläufig noch von F. trapezium getrennt zu halten, der sie sich im Uebrigen sehr nahe an- schliesst. Sie unterscheidet sich von derselben durch die grossen, einzelstehenden, dornartigen, etwas nach unten gerichteten Knoten des letzten Umganges, die nicht blos Folge besonders hohen Alters sind, sondern sich auch, wennschon kleiner, in derselben Weise ausgeprägt bei jüngeren Exemplaren finden, wie mir aus 136 Paetels reicher Sammlung ein Stück vorliegt. Als Hauptunterschied erscheint mir aber das Fehlen der paarigen Spirallinien. Die sonstigen Unterschiede fallen ge- genüber einer so veränderlichen Art wie F. trapezium nicht sonderlich ins Ge- wicht. Ausgeprägte Exemplare sind übrigens selten und ist mir bis jetzt nur eins in der Dunker’schen Sammlung zu Gesicht gekommen. Das Vaterland ist unbekannt, wahrscheinlich im indischen Ocean. 6. Fasciolaria filamentosa Martini. Taf. 24. Fig. 1. Testa elongata, fusiformi-turrita, inferne in caudam rectam, longiusculam attenuata, so- lida, sulcis geminatis undique cingulala, ad caudam acute costata. Anfractus 10, infra suturam subimpressi, medio subangulati, ad angulum tuberculis compressis, brevibus coronali, anfr. ul- timus spirae longitudinem superans. Apertura elongata-ovata, superne angulata, fere rhombica, in canalem breviorem, rectum desinens, columella subrecta, parum callosa, inferne plicis tribus fortibus, infima majore, instructa, labro acuto geminalim denticulato, fauce lirato. Albida vel lutescens, strigis aurantio-rufis, tubercula transeuntibus, maculisque ornata, suleis spiralibus fuseis, apertura lutescens, lineis fuscis, denticulis labri nigris, columella hepatica. Long. ad 140 Mm. Fusus filamentosus Martini, Conch. Cab. IV. t. 140 fig. 1310. 1311. — — Quoy et Gaymard, Voy. Astr. II. p. 508 t. 33 fig. 2. 3. Fasciolaria filamentosa Lamarck IX. p. 434. _ —_ Kiener t. 8 fig. 1. ul —_ Reeve sp. 4. _ —_ Chenu Manuel 1. fig. 896. Varietas colore obscuriore, tuberculis evanescentibus: Fasciolaria ferruginea Lamarck *) IX. p. 435. _ — Kiener t. 9 fig. 2. Varietas mulica, tuberculis fere omnino evanidis (vide t. 25 f. 1). Fasciolaria inermis Jonas **), Zeitschr. f. Mal. 1846. III. p. 63. — — Philippi, Abb. Fasc. t. II. fig. 3. *), „F. testa fusiformi-turrita mutica, transversim striata, ferrugineo-rufescente; anfractibus con- vexis; spira cauda longiore; labro intus striato; striis rubentibus.“ (Lam.) *) F, testa fusiformi-turrita, medio subventricosa, cinereo-rufa, lineis fuscis geminis transversim sulcato-striata; anfractibus 9 convexis, ultimo obsoletissime plicato; cauda recta, spira breviore; aper- tura oblongo-ovata, labro tenui, dentieulato, dentibus geminis, lineis externis respondentibus; colu- mella cylindracea, fusca, basi triplicata, plieis albis, infima maxima,* (Jonas). 137 Gehäuse gethürmt spindelförmig, für eine Fasciolarie nur sehr wenig bauchig, unten in einen geraden, wenig nach links gerichteten, ziemlich langen Stiel ver- schmälert; das Gewinde nimmt fast die Hälfte der Gesammtlänge ein; es ist ziem- lich festschalig und schwer, von paarweise angeordneten Spiralfurchen umzogen, zwischen denen die Rippen nur wenig vorspringen; nur auf dem Stiel stehen starke, scharfkantige Rippen; der Zwischenraum zwischen zwei Linienpaaren ist breiter als der zwischen den beiden Linien eines Paares. Die zehn oder elf Um- gänge sind durch eine wenig bezeichnete Naht geschieden, unter derselben etwas eingedrückt, dann stark gewölbt, etwas unter der Mitte stumpf gekantet und auf der Kante mit flachen, nach beiden Seiten hin nur wenig verlängerten Knoten be- setzt. Der letzte Umgang macht ungefähr 3/, des Gehäuses aus; er verschmälert sich rasch in den geraden Stiel, der mit tiefen Furchen umzogen ist, zwischen denen starke, auffallend scharfkantige Rippen liegen. Die Mündung ist länglich, durch die Kante fast rautenförmig, die Spindel fast gerade, oben kaum callös, so dass man die Spiralfurchen in die Mündung hineinlaufen sieht; unten ist der Beleg stärker und trägt drei starke Falten, von denen die unterste am stärksten ist und weit in den Eingang des etwas nach links gerichteten Canals vorspringt; der Mundsaum ist dünn und scharf, den Lirienpaaren entsprechend mit schwarzen Zähn- chen besetzt; der Gaumen stark und regelmässig liniirt. Die Grundfarbe ist weiss oder gelblich, die Spirallinien sind braun, quer über die Umgänge, und zwar immer über die Höhe der Knoten, laufen mehr oder we- niger intensiv orangerothe Striemen, meistens bilden auch ebensolche Flecken un- deutliche Bänder unter der Naht und am Beginn des Stiels; die Mündung ist gelb- lich mit rothbraunen Linien, der untere Theil der Columelle und der Ausgang des Canals sind dunkler, leberfarben, mitunter die Falten weiss. Die Variation bezieht sich namentlich auf die Entwicklung der Knoten. Auf einer dunkelgefärbten Form mit zurücktretenden Knoten beruht F. ferruginea La- marck, wenigstens die von Kiener t. 9 fig. 2 abgebildete und als Varietät zu fila- mentosa gezogene Form; Deshayes scheint anderer Ansicht, äussert sich aber nicht darüber. Verschwinden die Knoten ganz, so haben wir F. inermis Jonas; die von Phi- lippi ausserdem noch aufgeführten Unterschiede, dass sie schwerer, bauchiger und platter sei, können keinen genügenden Unterscheidungsgrund abgeben; gerade das Il. 3. a. 18 138 Tafel 24 fig. 1 abgebildete Exemplar ist dickschaliger und schwerer, als ich iner- mis je gesehen. Aufenthalt: ziemlich allenthalben im indischen und einem Theil des pacifischen Oceans; im rothen Meere namentlich die var. inermis; an der afrikanischen Küste und von da bis Japan und Neucaledonien. 7. Fasciolaria lugubris Reeve. Taf. 28. Fig. 3. 4. Testa abbreviato-fusiformis, solida, spira acuminata; anfraclus superne angulato-declives, leviter concavi, superi obtuse carinali, interdum obsolete nodati, ullimus vix carinatus, spira- liter profunde sulcati, suleis geminis, striis incrementi conspicuis, irregularibus; sutura parum conspicua; apertura ovata, mediocris, columella fortiter arcuata, lira callosa superne, plieis tri- bus parum conspicuis inferne munita, labro crasso simplici, fauce lineis geminalis vix elevatis et labio albo crenulato ornato. — Carneo-fuscescens, epidermide olivaceo-fusca. Longit. 75, lat. max. 47 Mm. Fasciolaria lugubris Reeve, Conch. icon. Fasciol. No. 2. October 1847. —_ badia Krauss, Südafr. Moll. Taf. VI. fig. 12. 1848. Gehäuse kurz spindelförmig, dickschalig und schwer, die Spitze bei jungen Exemplaren schlank ausgezogen, bei älteren meistens corrodirt. Acht Umgänge, durch eine wenig deutliche Naht vereinigt, die oberen stumpf gekielt und mit un- deutlichen Knötchen versehen, die auf dem letzten verschwinden, unter der Naht eingedrückt, mit starken, unregelmässigen Anwachsstreifen und tiefen Spiralfurchen, die im Ganzen eine paarweise Anordnung zeigen. Stiel kurz und breit mit starken Spiralrippen. Mündung etwa °; so lang, wie das Gehäuse, eiförmig, in einen kurzen Canal fortgesetzt; Spindel stark gebogen, das dicke Spindelblait oben mit einer zahnartig vorspringenden Spiralrippe, unten mit zwei deutlichen und einer schwächeren obersten Falte, welche aber so tief stehen, dass sie von vorn kaum sichtbar sind. Mundsaum einfach, aber dick, innen mit einer starken, gezähnten, weissen Lippe belegt, Schlund mit deutlichen, meist paarweise geordneten Streifen. Farbe fleischroth mit olivenbrauner Epidermis, Mündung schwach röthlich, Mund- saum und Aussenrand des Spindelblattes lebhafter. Deckel wie bei F. trapezium. 139 Eine sehr eigenthümliche Art, die auf den ersten Blick mit keiner der anderen verwandt erscheint, aber doch durch die Sculptur und die Streifung des Gaumens sich noch an die Gruppe der trapezium anschliesst. Reeve hat ein junges Exem- plar abgebildet; ein ganz mit seiner Abbildung stimmendes erhielt ich aus dem Berliner Museum zur Ansicht. Das abgebildete, der Lischke’schen Sammlung ange- hörig, dürfte nach der Lippe auf dem Innenrand des Mundsaums zu schliessen, ausgewachsen sein. Aufenthalt: am Vorgebirg der guten Hoffnung bis nach Natal hinauf unier Steinen in der Ebbelinie. (Krauss, Adams). 8. Fasciolaria Heynemanni Dunker. Taf. 28. Fig. 5. „lesta crassa unicolor rubra, anfractibus 8&—9 angulatis, in angulo nodiferis instructa, ultimus spira duplo longior, spiraliter late planeque costatus et liratus, superne cavatus, in ca- rina obiusangula nodis crassis, distantibus 9 coronatus; apertura ovato-oblonga alba; labrum internum lacieum laevissimum; columella alba cylindracea, superne costa crassa munita, inferne triplicata, rostrum subrectum.“ (Dunker). Long. 82, lat. 42, long. apert. 55 Mm. Fasciolaria purpurea var. Dunker, Nov. conch. p. 94 1. 32 fig. 1. 2. _ ‚„ Heynemanni Dunker, ibid. Nachtrag. Gehäuse plump spindelförmig, festschalig, aus 8—9 Umgängen bestehend, von denen leider an dem einzigen bis jetzt bekannten Exemplare nur 5 erhalten sind; sie sind durch eine deutlich abgeseizte, unregelmässige Naht geschieden, kantig, über der Kante etwas eingedrückt, auf derselben mit einer Reihe Knoten, welche auf den oberen Umgängen nahe über der Naht liegen; an den oberen Umgängen ist nur eine feine Streifung in der Richtung der Anwachsstreifen bemerkbar; der letzte, welcher das Gewinde an Länge mehr als um das Doppelte übertrifft, zeigt unterhalb der Kante eine Anzahl breiter und flacher Spiralrippen, die auf dem Stiel wieder verschwinden und trägt auf der Kante 9 stumpfe, gerundete Höcker. Mün- dung gerundet eiförmig, Kanal eng und kürzer als die Mündung, Gaumen glatt Spindel mit dünnem, aber deutlichem Beleg, oben mit einer starken Lamelle, unten mit drei Falten, von denen die unterste am stärksten ist und sich weit auf den 15* 140 fast geraden Stiel fortsetzt; Mundrand leider stark beschädigt. Färbung einfarbig braunroth, Mündung und Spindel milchweiss. Ausser dem ziemlich schlecht conservirten Dunker’schen Originalexem- plar, das auch mir vorliegt, ist mir kein zweites bekannt geworden. Die Art kann indess mit keiner anderen verwechselt oder auch nur verglichen werden; die Aehnlichkeit mit F. purpurea besteht nur in der Färbung. Aufenthalt: an der Küste von Natal! 9. Fasciolaria princeps Sowerby. Tal. 13. Fig. 1. Tafel 31. Fig. 1. Testa magna fusiformis, solida, ponderosa; anfractus decem vix angulati, prope suturam canaliculatam parum impressi, deinde ventricosi, spiraliter lirati, liris distantibus, interstitiis re- gulariter concavis, striis incrementi irregularibus, rugosis; lira mediana tuberculis nodulosis, spiram versus magis conspicuis, ornala; apertura ovata, in canalem subpatulum desinens, fauce peculiariter lirata, columella arcuata superne dentata, inferne prolunde biplicata. Aurantio- lactea, epidermide rufo-castanea crassa induta, columella et aperiura vivide aurantio-rufis, lineis rufis. Long. (spec. dep.) 250 Mm., lat. 125, alt. apert. 150 Mm. Fasciolaria aurantiaca Sowerby (non Lam.), Gener. Shells No. 30. n— princeps Sowerby, Tankerv. Cat. App. p. 16. — — Kiener, Coq. viv. t. 12. 13. n — Reeve, Conch. icon. sp. 3. _ — Deshayes-Lam. IX. p. 436. Gehäuse sehr gross, spindelförmig mit gethürmtem Gewinde, festschalig und schwer; die zehn Umgänge sind kaum kantig, unter der starken, rinnenförmigen Naht etwas eingedrückt, dann gut gewölbt, von regelmässigen, rundrückigen, mit- unter höckerigen Spiralrippen mit ziemlich breiten concaven Zwischenräumen um- zogen; die der höchsten Wölbung entsprechende Rippe trägt zahlreiche kleine Höcker, die nach der Spitze hin an Stärke zunehmen; die Anwachsstreifen sind grob und unregelmässig, die Epidermis ist ihnen entsprechend gefaltet. Mündung etwas länglich oval, in einen ziemlich langen, offenen Canal auslaufend, Mundrand scharf, den Rippen entsprechend gebuchtet, der Gaumen mit feinen, rothen Linien, welche den Interstitien der Spiralrippen entsprechend in Gruppen angeordnet sind, 141 doch kaum einmal so regelmässige Notenlinien bilden, wie bei Reeve’s Figur. Spindel cylindrisch, am Canal abgeplattet, oben mit einem schwachen Zahnhöcker, unten mit zwei schrägen, tiefliegenden Falten; mitunter scheint die Spindel über der obersten Falte noch einen Vorsprung zu bilden, wenigstens spricht Deshayes von drei Falten. Grundfarbe gelblichweiss, aber überzogen von einer dicken, rothbraunen, fest-- sitzenden Epidermis; Spindel und Mündung prachtvoll orangeroth, die Linien im Gaumen dunkelroth. Deckel dick, hornig, umgekehrt eilanzettförmig, mit fünf flachen, strahlen- förmig nach oben laufenden Rippen, deren äusserste quer gerippt und am Rande tief gekerbt ist. Diese prachtvolle Conchylie nähert sich in vieler Beziehung der folgenden F. gigantea, scheint aber doch gut verschieden; die Umgänge sind weniger kantig, die Knoten klein und dichtstehend, gewissermaassen als Anschwellungen einer Spi- ralrippe erscheinend, nach der Mündung hin abnehmend, die Spiralrippen sind gleich- mässiger, die Färbung der Epidermis ist eine andere. Auf die Streifung im Gau- men möchte ich nicht so viel Gewicht legen, da sie mitunter undeutlich ist und auch bei gigantea die den Rippen entsprechenden Stellen im Gaumen heller er- scheinen. Aufenthalt: an der amerikanischen Westküste, Peru (Cuming). Westküste von Mexico (Deppe in Mus. Berolin.). Mazatlan (Menke). Anmerkung. Die noch von Küster herrührende Fig. 1 auf Tafel 13 ist nach einem jungen, vollständig abgeriebenen Exemplar gezeichnet, das die Art kaum erkennen lässt, ich gebe darum auf Taf. 31 eine andere Abbildung. 10. Fasciolaria gigantea Kiener. Taf. o2 Bis 1.u% Tat. 13. Rio,2. Testa permagna, fusiformis, spira acuminato-iurrita, solida, ponderosa; anfractus decem subangulati, spiraliter lirati, livis latis, subobsoletis, distantibus, anfr. superi transversim plicato- costati, inferi ad angulum tantum tuberculati, tuberculis grandibus, tumidis; sutura simplex, cauda gracilis, recurva; apertura angulato-ovata, in canalem curvatum, patulum desinens, fauce laevi, columella callosa superne obtuse tuberculata, inferne distincte biplicata. Incarnato-albida, epidermide casianea induta, columella et faucibus rufescentibus. 142 Long. (spec. dep.) 330, lat. 160, alt. apert. cum canali 220 Min. Lister Hist. Conch. (tab. ultima). Fasciolaria gigantea Kiener, Coq. viv. p. d t. 10. 11. — — Reeve, Conch. icon. sp. 12. — _ Deshayes-Lam. IX. p. 435. Gehäuse sehr gross, bis über 500 Mm. lang werdend, regelmässig spindel- förmig mit gethürmtem Gewinde und ziemlich langem, schmalem Stiel, festschalig, schwer; mindestens zehn Umgänge, schwach kantig, die oberen dicht quergefaltet, die unteren nur an der Kante mit einer Reihe grosser, aufgetriebener Höcker- knoten beselzt, alle von breiten, wenig vorspringenden Spiralreifen umzogen, welche auf den oberen Umgängen viel dichter stehen, als auf den unteren. Die Mündung ist oval mit einem undeutlichen, der Kante entsprechenden Winkel nach aussen, Canal weit, ziemlich flach, offen, gekrümmt, Gaumen bei ausgewachsenen Exemplaren glalt und perlmutterglänzend, Spindel mit starkem Beleg, oben mit einem stumpfen, sich als Leiste in das Innere fortsetzenden Zahn, unten mit zwei starken, tiefstehenden Falten. Färbung röthlichweiss, jedoch unten einer fest- sitzenden, kastanienbraunen Epidermis verborgen, Mündung und Spindel lebhaft roth mit einem Stich ins Leberfarbene. Es ist diess eine der grössten Conchylien, der nur ein paar Tritonien, Cassis und etwa Pyrula colossea gleichkommen; gute Exemplare sind selten. Aufenthalt: im Antillenmeer und an Brasilien. — Charleston (Carpenter). — Laguna, Brasilien (Wessel in Mus. Berol.). — Cuba (d’Orbigny). Anmerkung. Nach der Erklärung der Tafeln auf dem Umschlag der erschie- nenen Lieferungen soll auch Tafel 13 Figur 2 unsere Art vorstellen; ich hatte sie anfangs auf eine Varietät der F. irapezium bezogen, auf die sie besser passen würde. — Lamarck hat die Art übersehen,‘ obschon sie bereits bei Lister kennt- lich abgebildet ist. 11. Fasciolaria aurantiaca Lamarck. Tai. 29. Fig. 1-0. Testa subfusiformis, ventricosa, solida; anfractus 9 angulati, ad angulum tubereulati tu- berculis in anfractu ultimo validioribus, superne concavo-declives, spiraliter sulcati suleis ge- 143 minatis; anfractus ultimus interdum seriebus 3—4 nodulorum basin versus munilus; apertura ovata in canalem obliquum, subrectum terminata, fauce lirata, ad marginem acutum tuberculis parvulis geminis, fuscis ornata, columella callosa, lamella appressa, superne obtuse dentata, inferne biplicata. Albida, strigis et maculis aurantiacis varie pulcherrime notata, columella por- cellanea, faucibus eburneis. Long. 105 (ad 130), lat. 50, long. apert. 65 Mm. Fasciolaria aurantiaca Lamarck, Anim. sans vert. IX. p. 434. — _ Kiener, Coq. viv. t. 7. _ —_ Reeve, Conch. icon. sp. 5. Varielas concolor tuberculis minoribus, aurantiorubra (Fig. 4. 5). Fasciolaria purpurea Jonas, Zeitschr. 1846. | vn u _ Philippi, Abb. 1. fig. 2. / Gehäuse plump spindelförmig, festschalig, mitunter sehr dickschalig; neun Um- gänge, unter der Naht eiwas eingedrückt, kantig, an der Kante mit einer Reihe Höcker, welche nach der Mündung hin meistens, doch nicht immer, an Grösse, aber nicht an Zahl zunehmen; die Spiralsculptur besteht aus paarweise verlaufenden braunen Linienfurchen. Der letzte Umgang ist entweder ausser den Höckern an der Kante ganz glatt, oder es laufen nach unten 2, 3, selbst 4 Reihen mehr oder weniger vorspringender Höcker; in letzterem Falle ist die Schale meistens auch viel dicker. Diese Differenzen beruhen vielleicht in ähnlicher Weise, wie bei Tri- tonium nodiferum, auf Geschlechtsverschiedenheit. Die Mündung ist breit eiförmig, der Canal schräg nach links verlaufend oder mehr gerade, aber nicht gebogen; Gaumen scharf gerippi; die Rippen hören eine Strecke vor dem scharfen Mund- saum auf, dafür treten die braunen Linienpaare auch innen auf und springen am Rande als glänzendbraune Zöhnchen vor. Der Spindelbeleg ist stark, aber fest an- gedrückt, oben mit einer stumpfen Zahnleiste, unten mit zwei mehr oder weniger tiefliegenden starken Falten. . Grundfarbe weiss, aber fast ganz durch orangerothe Striemen, Flecken und Bänder verdeckt, die in der verschiedensten Weise zusam- menfliessen; die Spindel ist porcellanweiss, mitunter mit ein paar unbestimmten dunklen Flecken, Gaumen elfenbeinweiss, bei reichgefärbten Exemplaren mit einem bräunlichen Saum, welcher auch das Ende des Canals färbt. Auf einem einfarbigrothen Exemplare mit schwachen Knoten und kaum sicht- baren Spirallinien beruht Fäsc. purpurea Jonas *), wie ich mich am Originalexemplar *, „F. testa fusiformi, rubra, unicolore, laeviuscula; anfractibus 8—9, medio angulatis, tuber- 144 überzeugen konnte. Ein ganz ähnliches Exemplar aus dem Berliner Museum ist nebst dem eigenthümlichen Deckel als Fig. 4. 5. abgebildet. Aufenthalt: noch ein wenig unsicher. Ich erhielt das kleine Exemplar meiner Sammlung (Fig. 3. 4.) direct von Dr. Nägely in Rio, der es selbst auf dem Riff von Maceio mit einem ganz gleichen lebend gesammelt; dagegen gibt Jonas für Fasc. purpurea das Cap der guten Hoffnung an. 12. Fasciolaria papillosa Sowerby. Taf. 23. Fig. 1. — Taf. 30. Eig. 2. 3. Testa fusiformis, spira acuminato-turrita, tenuis, solida; anfractus decem, primi laeves, sequentes superne declives, subangulati, transversim plicato-costati, inferi ad angulum tantum costato-tuberculati, spiraliter conspicue lirati, liris latis, planis, interstitiis latioribus, linea spi- rali divisis, transversim striatis; apertura rotundato-ovala, in canalem leviter curvatum desi- nens, fauce laevi, columella vix callosa, subtriplicata. Carneo-albida, epidermide luteo-fusca, striata induta. Long. 128, lat. 55, long. apert. cum canali 74 Mm. Fasciolaria papillosa Sowerby, Tankerv. Cat. App. p. 16. —_ — Reeve, t. VII. sp. 1; t. I. sp. 2. Gehäuse spindelförmig mit gethürmtem Gehäuse, ziemlich dünnschalig, aber fest; zehn regelmässig zunehmende Umgänge, die obersten glatt, die späteren stark quergefaitet, die unteren obenher abgeflacht, schwach kantig und an der Kante mit einer Reihe Höckerknoten, die sich wenig nach unten und fast gar nicht nach oben fortsetzen. Die Spiralsculptur besteht aus ziemlich enifernt stehenden Spiralrippen, von denen namentlich die nächsten unter der Kante, auf den oberen Umgängen 2—3, auf den letzten 5, auffallend breit und oben flach, mitunter in der Mitte durch eine Linie getheilt sind, in den breiten Zwischenräumen läuft meistens eine schwache Zwischenrippe, sie sind durch die Anwachsstreifen fein gegitterl. Mün- dung gerundet-eiförmig, in einen ungefähr gleich langen, etwas gebogenen Canal culis obtusis eirea 9—10 coronatis, ultimo spiram subsuperante, superne angulato et coronato, angulo nodisque minus prominentibus; apertura oblongo-ovata, alba; labro intus laevi; columella bäsi tri- plicata; cauda recta inferne subrecurva. Long. 43, lat. 20“ (Phil.) 145 übergehend, Gaumen glatt, bei jüngeren Exemplaren obsolet gestreift; Spindelbeleg sehr schwach, unten mit drei von unten nach oben abnehmenden Falten. Färbung hellfleischfarben, aber durch eine festsitzende gelbbraune Epidermis mit sehr deut- lichen Anwachsstreifen verdeckt, Mündung innen hell leberfarben. Es kann diese schöne, noch immer in den Sammlungen äusserst seltene Art nur mit F. crocata Philippi verwechselt werden; diese ist aber schlanker, glätter, die Spiralrippen sind rundlich und glänzend weiss, auch scheint die Epider- mis ganz anders zu sein, da man F. crocata nie mit ihr erhält. Trotzdem werden junge Exemplare nicht selten für crocata genommen, da sie mit 9 Windungen kaum halb so gross sind, als papillosa und doch der Windungszahl nach für aus- gewachsen gehalten werden. Ich habe zur Vergleichung auf Taf. 30 neben der F. crocata ein tadelloses Exemplar einer jungen papillosa aus Löbbecke’s Sammlung abgebildet, das auch das etwas knopfartige Embryonalende zeigt; denkt man sich von dem ausgewachsenen, einen Umgang mehr zäblenden Exemplare den letzten weg, so ist es auch nicht grösser, und die Sculptur ist ganz die der oberen Win- dungen von papillosa. Ich kann mich also nur der Ansicht von Reeve anschliessen und t. 30 fig. 2. 3 für eine junge papillosa halten. Dagegen muss ich entschieden der hier und da geäusserten Ansicht widersprechen, dass F. papillosa ein junges Exemplar von gigantea sei; beide Arten haben Nichts mit einander gemein. Fasciolaria Reevei Jonas *) bei Philippi Abb. t. III. fig. 2 weiss ich weder nach der Beschreibung noch nach der Abbildung von papillosa zu trennen; die Sculptur erscheint schwächer. Jonas vergleicht sie seltsamer Weise mit der himmelweit verschiedenen F. princeps, ohne papillosa zu erwähnen. Ich habe übri- gens das Originalexemplar von F. Reevei nicht gesehen. " Aufenthalt: unbekannt; das abgebildete ausgewachsene, HKeeve’s Figur fast deckende Exemplar in Paetel’s Sammlung. *) F. testa elongate-fusiformi, medio subventricosa, sub epidermide viridiflava, transversim lirata, inter liras bistriata; anfractibus 9 convexis, medio angulato-nodosis; cauda spirae subaequali recta, inferne subrecurva; apertura ovata, laevi, flava, columella cylindracea, aurantia, basi triplicata. Long. 135, lat. 50 Mm. (Jonas). AL ER 19 146 13. Fasciolaria crocata Phil. Taf. 30. Fig. 1. „Fasciolaria testa elongato-fusiformi, erocea, liris spiralibus elevatis albidis circa 7—8 in anfractibus superioribus, costisque nodiformibus, inferius et superius obsoletis, circa novem sculpta; anfractibus infra medium subangulatis; canali subincurvato, aperturam ovatam aequante; plicis columellae subtribus.* (Phil.) Long. 100, lat. 40, long. apert. cum canali 53 Mm. Fasciolaria crocata Philippi in Zeitschr. f. Malac. 1848 V. pag. 25. — Abb. II. t. I. fig. 3. — Non Reeve t. 1 fig. 1. Gehäuse lang spindelförmig, festschalig, glänzend; neun Windungen, die letzte. bedeutend länger als das Gewinde, durch eine gut bezeichnete, schwach wellen- förmige Naht vereinigt, obenher etwas eingedrückt, kantig, quergefaltet, die Falten an der Kante rundliche Knoten bildend, und von weissen erhabenen Spiralleisten umzogen, von denen auf den oberen Windungen die drei unteren, auf der letzten etwa 5—6 besonders stark sind; in den weit breiteren Zwischenräumen verlaufen je 2—3 feinere Spiralreifchen. Mündung ziemlich klein, in einen mindestens ebenso langen, schwach gekrümmten Canal übergehend, Gaumen schwach gerippt, Spindel nur ganz dünn belegt, unten mit zwei starken und einer oberen schwächeren Falte. Färbung gelb mit glänzend weissen Rippen, Mündung innen weisslich. Philippi hat schon bei Beschreibung dieser anscheinend sehr seltenen Art ge- glaubt, sie mit Reeve Conch. icon. t. 1 fig. 1 (Fasc. papillosa juv.) vereinigen zu müssen. Sie ist aber gut davon verschieden, wie eine Vergleichung mit Fig. 2. 3 unserer Tafel” zeigt; die Rippen sind breiter, gerundet, glänzend weiss, die Fär- bung viel intensiver gelb, die ganze Conchylie erscheint glatt und glänzend, wäh- rend die vorige rauh erscheint. In der Diagnose sind beide freilich nicht leicht zu trennen. Aufenthalt: im mexicanischen und caraibischen Meer, Yucatan (Largilliert fide Philippi), Guayana (Schomburgk in Mus. Berol.).. Das abgebildete Exemplar aus Löbbecke’s Sammlung ist grösser als das von Philippi abgebildete und nähert sich im Habitus der F. filamentosa. 147 14. Fasciolaria fusiformis Valenc. Taf. 22. Fig. 1. — Taf. 30. Fig. 2. 3. Testa fusiformis, solida, spira subacuminata; anfraclus novem undique spiraliter lirati, liris alternantibus, radiatim striati, ad suluram concave impressi, sutura simplici, parum con- spicua; superiores rude plicato costati; ultimus spiram longitudine bis superans, in caudam me- diocrem, forliter liratam elongatus. Apertura ovata, columella arcuata, superne lira callosa, in- ferne -plicis tribus parum conspieuis munita, canalis apertura vix brevior; labrum simplex. Fuscescens, epidermide rufescente-fusca indula, apertura rosacea. Long. 110, lat. max. 55 Mill., long. aperturae cum canali 70, canalis 32 Mm. Fasciolaria fusiformis Valenciennes mss., Kiener Coq. viv. Fasc. pl. IV. fig. 2. — — Reeve, Conch. icon. Fasc. No. 8. Gehäuse Fusus-ähnlich, wenig bauchig, solid, aus neun Umgängen bestehend, Der oberste ist zitzenförmig, glalt, die fünf oder sechs folgenden tragen eine Reihe rippenarliger Höcker, die auf den späteren fehlen; dagegen sind die beiden letzten Umgänge unter der Naht concav eingedrückt. Die sämmtlichen Umgänge sind von feinen, aber deutlichen, gleichweit entfernten Spiralrippen umzogen, zwischen de- nen noch je 1—2 Spirallinien laufen. Anwachsstreifung sehr deutlich. Auf dem ziemlich langen Stiel ist die Sculptur schärfer. — Mündung lang eiförmig, in einen nur wenig kürzeren Canal fortgesetzt; Spindel oben mit einer zahnartig vorsprin- genden callösen Spirallamelle, unten mit drei gleichen, von vorn kaum sichtbaren Falten; Mundrand einfach, doch ziemlich stark, undeutlich crenulirt, der Gaumen an meinem Exemplar nur ganz undeutlich gefurcht. Färbung hellbräunlich, mit dunkler, festsitzender Epidermis; Mündung schön fleischröthlich, Columelle, Canal und die Parthie zunächst dem Mundrand intensiver roth gefärbt. Diese ausgezeichnete Art scheint bisher nur in jungen Exemplaren bekannt gewesen zu sein ; Kiener’s Figur wie die von Reeve messen nur 60 Mm., haben aber auch nur acht Umgänge, während das abgebildete Exemplar aus Paetel’s rei- cher Sammlung mindestens neun gehabt hat. Alle übrigen Kennzeichen namentlich die Höckerrippen der oberen Umgänge, die nach unten verschwinden, stimmen übrigens so genau, dass mir kein Zweifel über die Identification bleibt. Doch habe ich zur Sicherheit, da mir kein kleineres Exemplar zur Hand war, auch die Reeve- sche Figur noch einmal copirt. 19* 148 Aufenthalt: Neuholland teste Kiener. (Coll. Paetel, ein ganz gleiches Exem- plar in Dunker’s Sammlung). 15. Fasciolaria granosa Broderip. Taf. 21. Fig. 1. Testa subpyriformis, spira parva acuminata, apice papillari; anfractus 9 spiraliter irregu- lariter striati et sulcati, angulati, superne concavo-depressi, ad angulum tuberculati, tuberculis aperturam versus majoribus, aculis, compressis; apertura rotundato-ovata, margine. angulato dentato-crenulato, columella arcuata, callosa, superne dentata, inferne distincte biplicata. Lu- teo-fuscescens, epidermide fusca, crassa, peculiariter granosa induta, columella et aperiurae limbo aurantio-rufescentibus. Long. 136 (ad 180), lat. 80, long. apert. cum canali 105 Mm. Fasciolaria granosa Broderip, Proc. zool. Soc. 1832 p. 32 t. 2. _ _ Kiener, Coq. viv. p. 15 t. 5. _ —_ Deshayes, Anim. s. vert. IX. p. 497. —_ _ Reeve, Conch. icon. sp. 6. ‚Gehäuse fast birnförmig, mit kleinem, aber gethürmten Gewinde und zitzen- förmigem Apex, festschalig. Neun Umgänge, unregelmässig spiral gestreift und gefurcht, unter der Naht eingedrückt, kantig, an der Kante mit einer Reihe Knoten, welche nach der Mündung hin an Stärke zunehmen und schliesslich zu einzelnste- henden, grossen, von oben nach unten zusammengedrückten, scharfrückigen Höckern werden. Mündung rundeiförmig, nach aussen hin mit einem schwachen Winkel, in einen ziemlich offenen Canal übergehend, Gaumen schwach gestreift, Mundrand mehr oder weniger gezähnelt, die Spindel gebogen, mit starkem Beleg, oben mit einem Zähnchen, unten mit zwei starken Falten. Färbung gelbbraun, durch eine festsitzende, dicke, braune Epidermis überdeckt, welche in einer ganz eigenthümlichen Weise mit erhabenen Körnern besät ist; Spindel und ein Saum nahe dem Mundrand reich orangefarben. Diese Art steht der F. salmo am nächsten, ist aber schlanker, anders sculp- tirt und namentlich durch die ganz abweichende Epidermis verschieden. Sie wird grösser als das abgebildete Exemplar; ein von Prof. Dunker der Normalsammlung mitgetheiltes Exemplar ist noch etwas grösser als das von Reeve abgebildete. Aufenthalt: bei Panama. 149 16. Fasciolaria salmo Wood. Taf. 26. Fig. 1. Testa pyriformis, spira parva, apice papillari, solida; anfractus 8 superne concavo-de- pressi, angulati, ad angulum tuberculaii, tuberculis aperturam versus majoribus, compressis, acutis, spiraliter obsolete striati; anfractus ultimus permagnus, inflatus, inferne contractus, striis incrementi irregularibus ad caudam grosse rugalus; sulura canaliculata. Apertura ovata, in canalem rectum desinens, margine crenulato; faucibus laevibus, columella cylindrica arcuata, superne aculte dentata, inferne distincte biplicata. — Albicans, spira rufescente, cauda nigro- brunnea, epidermide cornea olivacea induta, columella et aperturae limbo colore salmonis. Long. 105, lat. 60, long. apert. cum canali SO Mm. Murex (Pyrula) salmo Wood. Ind. test. suppl. pl. 5 fig. 14. Fasciolaria salmo Deshayes, Lam. IX. p. 438. — Reeve 7. — Chenu Man. 899. — Valenciennesii Kiener t.4 fig. 1. (nach Mörch eigene, durch kür- zere Spira verschiedene Art.) Gehäuse pyrulaartig mit kleinem Gewinde und zitzenförmigem Apex, fesischa- lig; "acht rasch zunehmende Umgänge, unter der Naht tief eingedrückt und auf der Kante mit einer Reihe Knoten besetzt, die nach der Mündung hin an Grösse zu- nehmen und schliesslich zu seitlich zusammengedrückten, spitzen Höckern werden; die oberen sind fein spiralgestreift, auf dem letzten wird die Streifung grob und unregelmässig und nach der Mündung hin treten auch sehr starke, unregelmässige Zuwachsstreifen auf, welche namentlich den Stiel rauh machen. Naht rinnenför- mig. Mündung eirund, Canal gerade, nach links gekehrt, unten spitz zulaufend, Mundrand gezähnelt, Gaumen glatt, Spindel sehr callös, cylindrisch, stark ausge- höhlt, oben mit einem spitzen, sich in eine Leiste fortsetzenden Zahn, unten mit zwei starken Falten. Farbe weisslich, Spira hornfarben oder gelblich, der Stiel schwarzbraun, Spindel und ein Saum nahe dem Mundrand lachsfarben, das Ende des Canals schwärzlich. Aufenthalt; an der Westküste von Centralamerika; Real Llejos (Cuming), Westküste von Mexico (Deppe im Berliner Museum). 150 17. Fasciolaria coronata Lamarck. Taf. 27. Fig. 1. 2. Testa fusiformis, plus minusve ventricosa, solida; anfractus 9 spiraliter undique obtuse lirati, liris regularibus, distantibus, infra suturam concavo-declives, angulati, ad angulum tuber- culati, tuberculis in anfractibus superioribus nodosis, in ultimo acutis, majoribus, magis promi- nentibus; sutura subundulata, fere canaliculata. Apertura elongato-ovata, in canalem longum, curvatum, basi rotundatum desinens, fauce laevi vel marginem versus leviter sulcato, columella vix callosa, superne obtuse dentata, inferne profunde et oblique biplicata. Spadicea, fauce fuscescente unicolor vel obscure albido-bifasciata, cauda interdum ferruginea. Long. 100, lat. max. 55, long. apert. 60 Mm. Fasciolaria coronata Lamarck, Anim. s. vert. ed. II. p. 435. — — Kiener, Coq. viv.t. 9. f. 1. —_ — Reeve, Conch. icon. sp. 14. Fusus Antonii Recluz Magas. Zool. 1844. Es ist mir nicht gelungen, von dieser altbekannten, aber in den Sammlungen noch immer seltenen Art mehr als das eine abgebildete Exemplar zu Gesicht zu bekommen, ich kann also nur dieses beschreiben und nicht beurtheilen, ob Reeve Recht hat, wenn er die Art „the most variable of all in respect to growth“ nennt. Mein Exemplar gleicht seiner Fig. 14 c. d. ziemlich genau, ist nur schlanker. Die Gestalt ist ganz die mancher Pyrulaarten, denen auch Sculptur und Färbung nahe kommen, ziemlich bauchig spindelförmig mit kurzem, stark verschmälertem, unten gerundetem Stiel, festschalig; neun Umgänge, durch eine deutliche, nach unten rinnenförmige Naht geschieden, die oberen undeutlich, die unteren deutlich kantig, an der Kante mit einer Reihe Höcker, welche an den oberen Umgängen rundlich, knotig, an den unteren spitz und stärker vorspringend sind; sie erreichen die Naht nach oben nicht, verlaufen sich vielmehr in dem eingedrückten Raume unterhalb derselben, auch nach unten hin verschwinden sie bald. Die Spiralsculptur besteht aus zahlreichen, ziemlich gleichen, stumpfen, flachen Rippen, welche ziemlich weit- läufig stehen. Die Mündung ist langeiförmig, relativ schmal, in einen etwas kür- zeren, schwach gekrümmten Canal übergehend, der Gaumen glatt, höchstens nahe dem einfachen Mundrand schwach gefurcht, Spindel gebogen, mit dünnem, ganz fest anligendem Beleg, oben mit einer stumpfen, zahnartigen Leiste, unten mit zwei schrägen, von vorn kaum sichtbaren Falten. 151 Die Färbung scheint ziemlich wechselnd, obschon Reeve die Art „the most constant in regard to colour“ nennt. Nach Lamarck ist sie graugrün mit rostfar- bener Basis, nach Reeve ist sie fahlgelb oder aschgrau mit zwei schmalen weissen Bändern, welche freilich seine Figuren nicht zeigen. Mein Exemplar ist einfarbig gelbbraun, auch die Mündung lebhaft gelbroth gefärbt. Aufenthalt: an der Kings- und Känguruhinsel an der Südküste von Neuholland (Peron teste Lamarck), nach Reeve auch an den Philippinen. Tasmanien (Schayer in Mus. Berol.). Das abgebildete Exemplar im Besitz des Herrn Claassen in Altona. Anmerkung. Diese Art ist mit keiner anderen zu verwechseln, trotzdem sieht man in manchen Sammlungen unter ihrem Namen die F. salmo Wood. 18, Fasciolaria Fischeriana Petit. Taf. 30. Fig. 3. 4. „F. testa fusiformi solidiuscula, pallide fuscescente, zonis albicantibus plus minusve ob- scuris cingulata; spirae suturis profundis; anfractibus 9, transversim costatis, costis subrotun- dis, spiraliter obtuse liralis et dislincte striatis; columella arcuata, ad basim obsolete plicata ; aperlura albida, fauce intus striis prominentibus ac remotis regulariter radiata.* (Petit). Long. 60, lat. 27, long. apert. 36 Mm. Fasciolaria Fischeriana Petit, Journ. Conch. VI. 1856. p. 88. t. 2. fig. 3. 4. „Gehäuse spindelförmig, ziemlich festschalig, bell rostbraun mit einigen un- deutlichen, weisslichen Binden; neun Umgänge, durch tiefe Nähte geschieden, mit stumpfen, rundlichen Querfalten und wenig vorspringenden Spiralrippen, zwischen denen feine, aber deutliche Spirallinien laufen. Mündung weiss, innen mit unregel- mässigen kleinen Rippen, Spindel mittelmässig gebogen, unten mit einer oder zwei kleinen Falten.“ Eine sehr eigenthümliche, mir nicht zu Gesicht gekommene Art, welche ich trolz der von Petit erwähnten Falten gar nicht zu Fasciolaria ziehen würde, wenn nicht der abgebildete Deckel ein ächter Fasciolariendeckel wäre. Aufenthalt: an den Inseln des grünen Vorgebirgs. — Abbildung und Be- schreibung aus dem Journal de Conchyliologie. 152 19. Fasciolaria lignaria Linne sp. Taf. 5. Fig. 12. 13. — Taf. 27. Fig. 3. 4. Testa fusiformi-turrita, spira acuminata, solida; anfr. 9, sutura parum conspicua juncti, angulati, ad angulum nodiferi, nodis im plicam terminatis, laevigati, cauda tantun. obsolete transversim lirata; apertura ovala, extus angulata, in canalem subrectum desinens, fauce inter- dum sublaevi, plerumque albolirata, columella parum arcuata, superne obsolete dentata, inferne plicis duabus obsoletis, profundis. Carnea, nodulis albidis, interdum in interstitiis coerulescente- grisea vel olivaceo varie tincta et fasciata; columella porcellanea, fauces livide brunneo fa- sciatae lirulis albidis. Long. 64, lat. 32, alt. apert. 30 Mm. Murex lignarius Linne, Syst. nat. ed. XII. p. 1224. Fasciolaria tarentina Lamarck, Anim. s. vert. ed. II. vol. IX. p. 435. _ —_ Schubert et Wagner, Forts. XII. t. 227. fig. 4027. 4028. _ _ Kiener, Cogq. viv. t. 8. f. 12. —_ lignaria Philippi, Wiegm. Arch. 1841 p. 268. —_ — Reeve, Conch. icon. sp. 13. — _ Weinkauff, M. M. Conch. HI. p. 106. — Savignyi Tapp. Can. Muricid. Mar rosso. — Savigny Deser. Eg. t. 4 fig. 14. Gehäuse gethürmt spindelförmig, glatt oder nur ganz fein spiralgestreift, nur auf dem meist mit einem Nabelritz versehenen Stiel mit einigen deutlicheren Spiral- reifen; neun bis zehn Umgänge, durch eine wenig auffallende, wellenförmige Naht verbunden, kantig, oben etwas eingedrückt, an der Kante mit einer Reihe von Höckern besetzt, welche nach oben rasch abbrechen, nach unten hin sich aber in eine Rippenfalte bis zur Naht fortsetzen; auf dem letzten Umgang, der ungefähr die Hälfte der Gesammtlänge einnimmt, brechen sie am Beginne der Verschmäle- rung plötzlich ab, so dass dieser doppelt kantig erscheint. Die Mündung ist ver- hältnissmässig klein, bei ausgewachsenen Exemplaren dem Gewinde an Länge nachstehend, Canal ziemlich kurz, nach links gerichtet, aber nicht gebogen, Mund- rand einfach, scharf, glatt, Gaumen mitunter glatt, meistens aber mit scharfen, er- habenen Rippen, welche indess den Mundrand nicht erreichen, sondern schon einige Millimeter früher abbrechen. Spindel wenig gebogen, mit festansitzendem Beleg, der höchstens unten eine kleine Nabelritze lässt, oben mit einer stumpfen Zahnfalte, unten mit zwei schwachen, von vorn kaum sichtbaren Falten. 153 Die Färbung wechselt sehr; in der Adria sind sie meistens fleischfarben mit weisslichen Knöpfen; häufig färben sich die Interstitien dunkler, aschgrau oder rostbraun, eine gleiche Binde läuft oberhalb der Knoten, aber immer einen schma- len Saum an der Naht frei lassend, auch um den Stiel laufen ähnliche Binden; im Extrem endlich, wie ich es vielfach bei Syracus fand, ist die ganze Conchylie bis auf die Spitzen der Knöpfe und einige schmale Spiralstreifen braungelb mit einem Stich ins Grüne. So ausgesprochen gebändert, wie bei Reeve, habe ich sie nie gesehen. Die Mündung ist im Grunde gelbbraun, weiter nach vorn wird die Fär- bung dunkler und hört mit einem tiefbraunen, scharfen Streifen an derselben Stelle auf, wo die weissen Gaumenrippen abbrechen; der Rest bis zum Mundrand ist glänzend weiss, ebenso die Spindel, doch trägt diese mitunter einen dunklen Flecken ungefähr in der Mitte. Deckel myrtenblattförmig, etwas zusammengedrückt, Nucleus am spitzen Ende, der Wulst auf der Innenseite nicht ringsum entwickelt. - Aufenthalt: meines Wissens nur im Mittelmeer, wo sie stellenweise an Kalk- tuffen in der Wasserlinie häufig und gesellig lebt, doch ist ihr Vorkommen immer nur local. Fig. 3 sammelte ich bei Syracus, Fig. 4 stammt aus Dalmatien. II. 3. a. 20 Zusätze und Berichtigungen. Die Untersuchung der Zungenzähne der seither unter Turbinella zusammen- gefassten Arten hat bewiesen, dass die Gattung im alten Sinne unhaltbar ist und in misdestens zwei, wahrscheinlich aber vier Gattungen zerlegt werden muss. Die Arten mit starken queren Falten haben Mittelplatten mit drei starken Haken und schmälere Seitenplatten mit nur einem Haupt- und einem Nebenzahn (cfr. tab. 32 fig. 2 die Zähne von T. cornigera nach Troschel); die mit schrägen schwachen Falten dagegen haben breite Seitenplatlten, welche wie bei Fasciolaria zahlreiche Spitzen haben und kammförmig aussehen (efr. tab. 32 fig. 3, Zähne von Turb. triserialis, fig. 4 von T. cingulifera, fig. 5 von nassatula, fig. 9 von einer unbe- stimmten Art, sämmtlich nach Troschel). Unter diesen lassen sich aber conchylio- logisch wieder die Verwandten von T. cingulifera (Leucozonia. Gray), die von nassatula (Peristernia Mörch) und die spindelförmigen (Latirus Montf. oder Plica- tella Swains,) ganz gut auseinander halten. So kann man denn vier Gallungen unterscheiden: Turbinella s. str., für die mit queren Falten, Plicatella Sw., Leuco- zonia Gray und Peristernia Mörch; in dem unten folgenden Verzeichniss habe ich sämmtliche abgebildete Arten in systematischer Reihenfolge unter diese vier Gat- tungen vertheil. Genaueres darüber, sowie über die geographische Verbreitung findet sich in meinem Catalog der Gattung Turbinella in Jahrb. Mal. Ges. III. 1876 p. 10 fl. S. 12. Die Fundorisangabe Grönland bei T. cingulifera ist zu streichen, S. 19. T. lineata muss turrita Gmel. heissen, da dieser Name älter ist. S. 22. T. scolymus stammt aus Westindien. 155 S. 25. T. clavata Wagn. ist wohl ohne Zweifel nur eine T. gravis Dillw. — napus Lam. mit Epidermis. S. 26. T. napus Lam. muss den älteren Namen gravis Dillw. führen. S. 35. T. mitis Lam. ist nur Varielät von T. capitellum. S. 36. T. triserialis Lam. stammt von den Inseln des grünen Vorgebirgs. S. 38. T. occellata stammt aus Westindien. S. 38. T. variolaris ist nur die Jugendform von T. cornigera. S. 43. T. imperialis Reeve muss den älteren Namen tubifera Anton tragen. S. 54. T. gibbula. Hier muss es bei dem Kiener’schen Citat statt p. 454 Nr. 21 heissen rzfor!. S. 59. Bei T. lanceolata ist statt Taf. 9c zu lesen T. 14. S. 61. T. Iyratia Reeve muss den älteren Namen T. constricta Koch sp. (Philippi Abbild. t. 2 fig. 5) tragen. S. 64. Die Elisabethinsel ist wahrscheinlich die zum Archipel des Gallopagos gehörende dieses Namens. S. 78. Bei T. lirata lies statt Long. 14: Long. 22. S. 99. T. rhodostoma lies statt Taf. 28: Taf. 23. Während des Druckes ist noch eine neue Art von Sowerby veröffentlicht worden, deren Beschreibung ich hier folgen lasse. Latirus aureocinctus Sowerby. „L. testa elongato-turrita, spira obtuso-acuminata; basi multo contracta; anfractibus 9 rolundatis, spiraliter liratis, longitudinaliter costatis, costis latis rolundatis, liris aureo-flavis, interstitiis atro-fuscis, filo-striatis, striis albidis; apertura ovata, parva; columella triplicata; labio externo crenulato; canali brevi, rectiusculo.* (Sow.) Long. 20, lat. 8 Mm., apert. 5 Mm. longa, 2!/, lata. Latirus aureo-cinctus Sowerby, Proc. zool. Soc. 1875 p. 129 t. 24 fig. 2. Habitat ad insulam Mauritii. Gehört in die nächste Verwandtschaft von L. noumeensis Crosse tab. 23 fig. 12. 13. Taf. 9. Fig. 6. Turbinella intermedia Koch. Diese Art ist mir unbekannt geblieben und wage ich nicht, eine Beschreibung nach der Figur zu geben, da mir diese verzeichnet scheint. m ° Oi Systematisches Verzeichniss der Arten von Turbinella Lam. 156 1, Turbinella s. str. a. Pyriformes. scolymus Lam. t. 6. fig. 1. rapa L. t. 8 fig. 1. gravis Dillw. (napus Lam. t. 7 fig. 3.) (clavata Wagn. t. 5 fie. 1.) . pyrum L. t. 7 fig. 3. . fusus Sow. t. 15 fie. 1. . ovoidea Kien. t. 7 fig. 6. b. Armatae. muricata Born. (pugillaris Lam. t. 14 fig. 1. t. fig. 5. 6.) i . caeslus Brod. t. 14 fig. 2. . rhinoceros Chemn. t. 6 fig. 2. 3. fig. 1, cornigera Lam. t. 2 fig. 3. 4. juv = variolaris Lam. t. 9 fig. 4. . ceramica L. t. 1 fig. 3. tubifera Ant. (imperialis Reeve t. 9 fig. 3.) . armala Brod. t. 16 fig. 2. . tuberculata Brod. t. 16 fig. 7. 8. . eassidiformis Kiener t. 9 fig. 10. . capitellum L. ti. 2 fig. 1. 2. var. mitis Lam. t. 8 fig. 4. 5. . globulus Chemn. t. 1 fig. 7. 8. vexillulum Reeve t. 23 fig. 3. 2, Leucozonia Gray, a. Leucozonia s. str. . nassa- Gmelin. (eingulifera Lam. t. 3 fig. 5—8.) angularis Reeve t. 19 fig. 10—13. var. Riiseana Dkr. t. 19 fig. 8. 9. Knorrii Reeve t. 20 fig. 4. 5. brasiliana d’Orb. t. 20 fig. 6. 7. rudis Reeve t. 20 fig. 2. 3. . triserialis Lam. t. 8 fig. 7. var. Hidalgoi Crosse t. 8 fig. 7. 1" 13. iostoma Nuttall t. 9 fig. 1. 2. occellata Gmel. t. 10 fig. 8. 9. leucozonalis Lam. t. 7 fig. 7. eingulata Kiener t. 7 fig. 8. b. Lagena Schum. smaragdulus L. t. 10 fig. 6. 7. agrestis Anton t. 16 fig. 3. 4. subrostrala Gray t. 24 fig. 2. 3. t. 16 . Thersites Reeve t. 18 fig. . acuminata Wood. t. 8 fig. . castanea Reeve t. 9a fig. . gracilis Reeve t. 19 fig. . nodata Mart. t. 9 fig. 9. . varicosa Reeve t. 9b fig. 5. 4. . rhodostoma Dkr. t. 23 fig. 14. 15. . concenlrica Reeve t. 22 fig. 11. 12. . fallax Kob. t. 19 fig. 3. . prismatica Mart. t. 9b fig. 7. 8. . sanguiflua Reeve t. 15 fig. A. 5. 157 3. Plicatella Swainson. a. Fusiformes. polygona Gmel. t. 6 fig. 6.7. t. 17 fol 0: var. tessellata m. t. 17 fig. 7. var. Barclayi Reeve t. 17 fig. 6. candelabrum Reeve t. 9b fig. 1. 2. amplustre Mart. t. 4 fig. 3. 4. gibbula Gmel. t. 9a fig. 5. 6. trochlearis Kob. t. 19 fig. 1. 2. maderensis Wats. t. 23 fig. 2. cerata Gray I. 9a fig. 1. 2. carinifera Lam. t. 9 fig. 7. recurvirostra Wagn. t. 5 fig. 4. 5. infundibulum Gmel. t. 5 fig. 6. 7. . attenuata Reeve t. 24 fig. 5. . filosa Wagner t. 5 fig. 2. 3. . constricta Koch. 2.3.) 6. (Iyrata Reeve t. 95 fi spadicea Reeve t. 16 fig. Amaliae Kob. t. 19 fig. 4. 5. lanceolata:Reeve t. 9c fig. 5. 6. -Jancea Gmel. t. 24 fig. 6. 7. Paeteliana Kob. t. 18 fig. 2. 3. [e OR d. JE 2.3. 5.6. but e ‘ filamentosa Koch t. 9 fig. 8. . brevicaudata Reeve t. 18 fig. 4. 5. . contempta A. Ad. t. 27 fig. 7. 8. . violacea Reeve t. 22 fig. 10. 34. 3. craticulata Gmel. t. 6 fig. 8. 6 T% turrita Gmel. (lineata Lam, t. 6 fig. 4. 5.) t. 31 fig. b. Ricinulaeformes. . incarnata Desh. t. 7 fig. 2. . elegans Dkr. t. 7 fig. 4. . Carolinae Kiener t. 9a fig. 9. 10. . lauta Reeve t. 9a fig. 13. 14. Wagneri Ant. t. 5 fig. 8. 9. var. Samvensis Kob. t. 26 fig. 14. 15. . lirata Pease t. 20 fig. 6. 7. 2. gemmata Reeve t. 20 fig. 4. 5. chlorostoma Nult. t. 25 fig. 2. 3. . crocea Gray t. 22 fig. 8.9. . Newcombi A. Ad. t. 22 fig. 6. 7. stigmataria A. Ad. t. 9a fig. 11. 12. . despecta A. Ad. t. 25 fig. 6. 7. . decorala A. Ad. t. . bicolor Kob. t. 18 . zealandica A. Ad. t. 25 fig. 14. 19. . squamosa Pease t. 20 fig. 2. 3. 25 fig: 12. 13. fig. 8. 9. c. Ustulatae. ustulata Reeve t. 22 lig. 4. 5. . maculata Reeve t. 22 fig. 19. 20. marquesana A. Ad. t. 22 fig. 17. 18. . caledonica Petit t. 22 fig. 13. 14. Rollandi Bern. t. 24 fig. 4. . infracincta Kob. t. 22 ig. 15. 16. . fastigium Reeve t. 27 fie. 5. 6. cinerea Reeve t. 22 fig. 2. 3. 8. nassoides Reeve t. 25 fig. 8. 9. . nana Reeve t. 23 fig. 8. 9. . scabrosa Reeve t. 23. fig. 4. 5. . clathrata Val. t. 9 fig. 5. 64. . noumeensis Crosse t. 23 fig. 12. 13. opuvvr PX scabra Souv. t. 23 fig. 10. 11. A, Peristernia . picta Reeve t. 18 fig. 10. 11. australiensis Reeve t. 18 fig. 12. 13. Löbbeckei Kob. t. 25 fig. 4. 5. . Philberti Recl. t. 18 fig. 6. 7. . Belcheri Reeve t. 14 fig. 3. 4. . nassatula Lam. t. 5 fig. 10. 11. fig. 2. 3. . spinosa Mart. t. 10 fig. 4,5. t. 26 158 66. 67. 8. gibba Pease t. 51 fig. 3. granulosa Pease t. 31 fig. 2. Mörch. Deshayesii Kob. t. 26 fig. 4. 5. . Forskalii Tapp. t. 26 fig. 6. 7. microstoma Kob. t. 26 fig. 8. 9. . subnassatula Sow. t. 9a fig. 7. 8. . pulchella Reeve t. 26 fig. 10—13. . Sutoris Kob. t. 25 fig. 10. 11. . Mariei Crosse t. 8 fig. 2. Erklärung der Tafeln. Tafel 1. 1. 2. T. capitellum p. 4. — 3. T. ceramica p. 9. — 4. T. cornigera p. 6. — 5. 6. T. pugillaris p. 7. — 7. 8. T. globulus p. 8. Tafel 2. 1. 2. T. capitellum p. 4. — 3. 4. T. cornigera p. 6. — 5. 6. T. pyrum p. 28, Tafel 3. 1. 2. T. gravis p. 26. — 3. 4. T. pyrum p. 28. — 5—8. T. nassa p. 11. Tafel 4. 1. 2. T. gravis sinistrorsa p. 27. — 3. 4. T. amplustre p. 12. — 5. 6. T. rapa sini- sirorsa p. 23. Tafel 5. 1. T. clavata p. 25. — 2. 3. T. filosa p. 13. — 4. 5. T. recurvirostra p. 14. — 6. 7. T. infundibulum p. 15. — 8. 9. T. Wagneri p. 16. — 10. 11. T. nassatula p. 17. — 12. 13. Fasc. lignaria p. 152. Tafel 6. 1. T. scolymus p. 22. — 2. 3. T. rhinoceros p. 17. — 4.5. T. turrita p. 19. — 6. 7. T. polygona p. 20. — 8. T. craticulata p. 21. Tafel 7. 1. T. polygona p. 20. — 2. T. incarnata p. 32. — 3. T. gravis p. 26. — 4. T. elegans p. 33. — 5. T. pyrum p. 28. — 6. T. ovoidea p. 29. — 7. T. leucozonalis p. 30. — 7. T. cingulata p. 31. Tafel 8. 1. T. rapa p. 23. — 2. 3. T. acuminata p. 34. — 4. 5. T. mitis p. 34. — 6. 7. T. tri- serialis p. 35. . 160 Tafel 9. 1. 2. T. iostoma p. 36. — 3. T. tubifera (imperialis) p. 43. — 4. T. variolaris p. 38. — 5. T. clathrata p. 41. — 6. T. intermedia Koch p. 155. — 7. T. carinifera p. 40. — 8. T. fila- mentosa p. 69. — 9. T. nodata p. 47T. — 10. T. cassiformis p. 44. Tafel 9a. 19! 1 A p. 45. — 3. 4. T. triserialis var. Hidalgoi p. 46. — 5. 6. T. castanea p. 48. — 7. 8. T. subnassatula p. 46. — 9. 10. T. Carolinae p. 50. — 11. 12. T. stigmataria p. 49. — nn 14. T. lauta p. 51. Tafel 9%. 2. T. candelabrum p. 52. — 3. 4. T. varicosa p. 53. — 5. 6. T. gibbula p. 54. — 7. 8. T. prismatica p. 55. Tafel 10. 1. 2. Fasc. trapezium p. 181. — 3. Fasc. tulipa p. 127. — 4.5. T. spinosa p. 39. — 6. 7. T. smaragdulus p. 42. — 8. 9. T. occellata p. 37. Tafel 11. 1— 4, Fasciolaria tulipa p. 127. Tafel 12. 1. Fasc. Lischkeana p. 134. — 2. F. Audouini p. 132. Tafel 13. 1. Fasc. princeps p. 140. — F. gigantea p. 141. Tafel 13b. 1. Fasciolaria ponderosa p. 135. Tafel 14. 1. T. muricata p.57. — 2. T. caestus p. 57. — 3. 4. T. Belcheri p. 58. — 5. 6. T. lan- ceolata. p. 59. Tafel 15. 1. T. fusus p. 60. — 2. 3. T. constricta (lyrata) p. 61. — 4. 5. T. sanguiflua p. 62. Tafel 16. 1. T. rhinoceros p. 68. — 2. T. armata p. 63. — 3. 4. T. agrestis p. 65. — 5. 6. T. spadicea p. 66. — 7. 8. T. tuberculata p. 64. Tafel 17. 1—5. T. polygona p. 67. — 6. var. Barclayi p. 68. — T. var. tessellata p. 6%. 161 Tafel 18. 1. T. thersites p. 1. — 2.3. T. Paeleliana p. 71. — 4. 5. T. brevicaudata p. 70. — 6. 7. T. Philberti p. 72. — 8. 9. T. bicolor p. 76. — 10, 11. T. picta p. 73. — 12. 13. T australiensis p. 75. Tafel 19. 1. 2. T. trochlearis p 79. — 3. T. fallax p. 80. — 4. 5. T. Amaliae p. 81. — 6.7. T. gracilis p. 81. — 8—13. T. angularis p. 83. Tafel 20. 1. Fasc. clava p. 180. — 2.3. T. squamosa p. 76. — 4. 5. T.- gemmata p. 77. — 6. 7. T. lirata p. 78. Tafel 21. 1. Fasc. granosa p. 148. — 2. 3. T. rudis p. 84. — 4. 5. T. Knorrii p. &4. — 6. 7. T. brasiliana p. 85. Tafel 22. 1. Fasc. fusiformis p. 147. — 2. 3. T. cinerea p. 86. — 4.5. T. ustulata p. 87. — 6. 7. T. Newcombi p. 88. — 8. 9. T. crocea p. 89. — 10. T. violacea p. 89. — 11. 12. T. concentrica p. 90. — 13. 14. T. caledonica p. 91. — 15. 16. T. infracincta p. 92. — 17. 18. T. marquesasana p. 92. — 19. 20. T. maculata p. 93. Tafel 23. 1. Fasc. papillosa p. 144. — 2. T. maderensis p. 9. — 3. T. vexillulum p. 95. — 4. 5. T. scabrosa p. 96. — 6. 7. T. Mariei p. 96.— 8. 9. T. nana p. 97. — 10. 11. T. scabra p. 98. — 12. 13. T. noumeensis p. 99. — 14. 15. T. rhodostoma p. 99. Tafel 24. 1. Fasc. filamentosa p. 136. — 2. 3. T. subrostrata p. 100. — 4. T. Rollandi p. 101. — 5. T. attenuata p. 101. — 6. 7. T. lancea p. 102. Tafel 25. 1. Fasc. inermis p. 137. — 2. 3, T. chlorostoma p. 103. — 4. 5. T. Löbbeckei p. 104. — 6.7. T. despecta p. 105. — 8. 9. T. nassoides p. 105. — 10. 11. T. Sutoris p. 106. — 12. 13. T. decorata p. 107. — 14. 15. T. zealandica p. 108. Tafel 26. 1. Fasc. salmo p. 149. — 2. 3. T. nassatula p. 108. — 4. 5. T. Deshayesii p. 109. — 6. 7. T. Forskalii p. 110. — 8. 9. T. microstoma p. 111. — 10—13. T. pulchella p. 112. — 14. 15. T. Wagneri var. Samoönsis p. 113. 11. 3. a. ' 21 162 Tafel 27. 1. 2. Fasc. coronata p. 150. — 3. 4. Fasc. lignaria p. 152. — 5. 6. T. fastigium p, 114. — 7,8. T. contempta p: 114. Tafel 28. 1. 2. Fasc. distans p. 115. — 3. 4. F. lugubris p. 138. — 5. F. Heynemanni p. 139. N Tafel 29. 1—3. Fasc. aurantia p. 141. — 4. 5. F. purpurea p. 143. Tafel 30. 1. Fasc. crocata p. 146. — 2.3. F. fusiformis juv. p. 147. — 4. 5. F. papillosa juv. p. 144. — 6. 7. F. Fischeriana p. 151. Tafel 31. 1. Fasc. princeps p. 140. — 2. Turb. granulosa p. 116. — 3. T. gibba p. 115. — 4.5. T. fuscozonata p. 117. —.6. 7. T. craticulata p. 118. Tafel 32. 1. Fasc. gigantea p. 141. — 2. Zungenzähne von T. cornigera. — 3. von T. triserialis, — 4. von T. nassa. — 5. von T. nassatula. — 6. von Fasc. tulipa. — 7. von Fasc. trapezium. — 8. von Fasc. lignaria. — 9. von Latirus sp. Chascax Wats Fasciolaria Lam. Antonii Recl. Audouinii Jon. aurantiaca Lam. aurantiaca Sow. badia Krauss. bistriata Gould. clava Jonas coronata Lam. erocata Phil, distans Lam. ferruginea Lam. filamentosa Mart. Eischeriana Petit fusiformis Val. gigantea Kien. granosa Brod. Heynemanni Dkr. inermis Jonas. intermedia Mart. lignaria L. Lischkeana Dkr. lugubris Reeve papillosa Sow. persica Reeve ponderosa Jonas princeps Sow. purpurea Jon. Reevei Jonas salmo Wood. 149 Keeister. Fasciolaria Savignyi Tapp. Scheepmakeri Dkr. tarentina Lam. trapezium L. tulipa L. Valenciennesi Kien. Lagena Schum. Latirus Gray Leucozonia Gray Peristernia Mörch Plicatella Swains Turbinella aculeiformis Sow. acuminala Gray acuminata Wood. agrestis Anlon. Amaliae Kob. amplustre Mart. angularis Reeve angusta Gmel. armata Brod. armata A. Ad. allenuata Reeve aureocincla Sow, australiensis Reeve Barclayi Reeve Belcheri Reeve bicolor Kobelt bistriata Gould. brasiliana d’Orb. brevicaudata Reeve 152 127 152 131 127 149 156 Turbinella caestus Brod. caledonica Petit canaliculata Gray candelabrum Reeve capitellum Enc. capitellum L. carinifera Enc. Carolinae Kien. cassiformis Kien. cassidiformis Val. castanea Reeve ceramica L. cerata Gray chlorostoma Nutt. cinerea Reeve eingulata Kien. eingulifera Lam. clathrata Val. clavata Wagn. columbarium Ch. concentrica Reeve constricta Koch contempta A. Ad. cornigera Sow. craticulaia Gmel. 21. eraticulata Wagn. erocea Gray Crosseana Souv. decorata A. Ad. Deshayesii Kob. despecla A. Ad. elegans Dkr. fallax Kobelt fastigium Reeve fenestrala Gould filamentosa Koch 33 69 filosa Schub. et Wagn. 54 filosa Wagn. flavida A. Ad. Forskalii Tapp. fuscozonata Ang. fusus Sow. gemmata Reeve gibba Pease gibbula Gmel. globulus Chemn. gracilis Reeve granulosa Pease gravis Dillw. Hidalgoi Crosse imperialis Reeve incarnata Desh. inculta Gould. infracincla Kob. infundibulum Gmel. intermedia Koch iostoma Nult. Knorrii Reeve lancea Gmel. lanceola Reeve lanceolata Reeve lapillus Brod. laula Reeve leucozonalis Lam. ligula Kien. lineata Lam. lirala Pease 164 luculenta A. Ad. 121 lyrata Reeve 61 maculata Reeve 93 maderensis Watson 94 Mariei Crosse 96 marquesana A. Ad. 92 microstoma Kob. 111 milis Lam. 34 muricata Born. 57 nana Reeve 97 napus Lam. 26 nassa Gmel. 11 nassatula Lam. 17. 108 nassoides Reeve 105 neglecta A. Ad. 88 nodata Mart. a7 nodulosa A. Ad. 121 Noumeensis Crosse 99 occellata Gmel. 37 ovoidea Kiener 29 Paeteliana Kobelt 1 Philberti Recluz 72 picta Reeve 73 polygona Gmel. 20. 67 prismatica Mart. 55 pugillaris Lam. 7 pulchella Reeve 112 pyrum L. 28 rapa Lam. 23 recurvirosira Wagn. 14 rhinoceros Chemn. 7. 63 rhodostoma Dkr. 99 rigida Gray 47 Riiseana Dkr. 83 Rollandi Bern. 101 rudis Reeve 24 Turbinella elegans A. Ad. 119 .Turbinella Löbbeckei Kob. 104 Turbinella rustica Gmel. Samoensis Kobelt sanguiflua Reeve scabra Souv. scabrosa Reeve scolymus Gmel. smaragdulus L. spadicea Reeve spinosa Mart. squamosa Pease stigmataria A. Ad. Stokesii Gray Strangei A. Ad. striata Gray subnassatula Sow. subrostrata Gray sulcata Gray Sutoris Kobelt taeniata Desh. tesselata Kobelt tessellata Recluz Thersites Reeve triserialis Lam. trochlearis Kobelt tuberculata Brod. tubifera Ant. tumens Carp. turbinellus L. turrita Gmelin ustulata Reeve varicosa Reeve variolaris Lam. vexillulum Reeve violacea Reeve Wagneri Anton zealandica A. Ad. 42 113 Syst ematisches Conchylien-Cabinet , von Martini wa Chemnitz. . . „ In Verbindung mit Dr. Philippi, Dr. Pfeiffer, Dr. Dunker, Dr. Römer, Weinkauff, Clessin, Dr. Brot, Th. Löhbecke und Dr. v. Martens neu herausgegeben und vervollständigt von Dr. H. C. Küster, nach dessen Tode fortgesetzt von Dr. W. Kobelt. Gen.: FL. DI elle: Base DE sie n? Nürnberg. ° Verlagevon Bauer & Raspe. (Emil Küster). Fun / RN 2 - nit‘ 7) 7 ee PER NEN hi Dr RT, AN) ns RR: RN Sr II. 3. B NEE DL... S Brad In Da DVI CH D < S Ei a8 IT, 3. Mkobelt ad nat. lith. N 1% 9. NEISSE = 2 2 Schmid so. | Küster ad nat. 98 II.3 ‚Mobelt ad nat lith. 95 ZT. 3 AMobelt ad nat lith. Din “han 20, R RnlEı N Auen EZZE n r Y Fach { Mir St N RN REN EEE 1 ) | j i I \ Dale i PFaDENNN | R N . u \ EN 3 ABA a 2 Rn Wi r 5 ER f h ‚ = i : R Im?) a N an 5 10 a en Ä R a f | Pr ’ e ” in ö A j; 7 B 3 or Ar k x 5 . ß 5 ; f 3 Ben E 3 Sr e x 2 - a r . = = f i AN \ f n a “ N" 1 ns I an “ re RR HITZE Mobelt ad nat. lith N HRS a n le. i DR 8 ” A 5 Re) Pa N BE REN ae f Kt OR : ü 4 { $ Ä “ | A : e u = ” tı ” $ Sr a 3 ” Kg: N ie Er % THESE B1 TG 77 70u po 27agoyy zy41 57, v, Le] 73. INTER IE Mobelt ad nat.lith | \ x v \ N, 11 [ R { R j ) | ' } h 5 iA Ri > . fr R j “ “ “ f Er x h br, 3 TR { ’ x . R 3 - a 5 Ä a, 4 ; ’ \ E . 5 e ‘ 4 \ > 76. IT. 3. Mobelt ad nat.lith IT. 23. Mobelt ad nat.lith S L- Mkobelt ad nat lith 2. F8 IL 3.8 | Mkobelt ad nat. lith em ZI. 3. Mkobelt ad nat. Iıth 21. Mobelt ad nat lıth IT. 2. Mobelt in la». 3. Mobelt in la SRH) En Ka AN RR, REN ER PELAOTR HR Br AN Mobelt in lap R3. ZI. 3. 3 RN Mobelt:in lap Sf IT, 83. IN N SE Mkobelt in lan. 22. 3 28 MKobelt in lan. AND N h 1 u Yu Sch a KU Mobelt in lap. 30. NS NS G & 2 N NET R RAR Dana 31. 3. Mobelt in lap. 6. | EN Y N N] NM un 34 Mobelt in lan Für Bibliotheken, Sammler von Conchylien ete. empfehlen wir: Dr. W. Hobelt’s / Illustrirtes Conchylienbuch. Complet mit 112 schwarzen Tafeln und 49 Textbogen in 11 Lieferungen in hoch 4 36 Mk. oder 2 cart. Bänden. I. Band 32 Mk. II. Band 38 Mk. Für Anstalten sowohl, als auch für Besitzer kleinerer Sammlungen, das voll- ständigste, prächtigste und billigste Handbuch. Prodromus der europäischen marinen Molluskenfsun&a von Dr. W. Kobelt. Complet in 4 Fasc. mit 35 Textbogen in gr. 8. geh. 12 Mk. S. Ciessim, Die Molluskenfauna Mittel - auop, 8. I. Band. Deutsche Exzcursions - Mollusken - u Zweite vermehrte und verbesserte Auflage in 4 Lieferungen. Preis pro Lieferung in 8. geh. 3 Mark. 42 Bogen Text mit über 400 Holzschnitten enthaltend. Complet gebunden 13 Mark, S. Ciessin, Die Molluskenfauna Mittel-Europa’s. II. Band. 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